Montag, 12. März 2007

Another week has passed

Eigentlich wollte ich mich ja gestern schon hinsetzten und ein paar Worte zu letzter Woche verlieren, aber ich war a) den ganzen Tag mit Arbeiten für die Uni beschäftigt und b) soooooooo im Arsch von meinen sportlichen Aktivitäten, dass es einfach nicht hingehauen hat. Aber alles der Reihe nach.

Montag hab ich bei einer der Führungen durch die hiesige Science Library mitgemacht. Ich als Postgraduate Student kann parallel bis zu 30 Bücher für jeweils 4 Wochen ausleihen. Mein lieber Schwan, wer soll das denn alles lesen? Computerliteraturtechnisch hat mich die Bibliothek jedoch nicht von den Socken gehauen, mal schauen, wie mir das so über die Jahre ausreicht.

Dienstags (wie auch den Rest der Wochentage) war Mittagessen bei der hiesigen Hare Krishna "Gottes-Küche" angesagt. Dort gibts den 3$ Lunch (umgerechnet etwa 1.50 EUR): Einen Mega-Teller voll mit veganischem Essen plus Nachtisch und für ein paar Cent extra gibts auch noch die wohl besten Brötchen hier (ernsthaft, selbstgebackene Vollkornmehlbrötchen, mhhhhhh). Trotz Rudern und enorm gesteigertem Hunger reicht so ne Portion immer dicke aus um mich ins Schwitzen zu bringen. Nach dem Essen trabt man in die Küche, spült dort sein Geschirr vor und verfällt in Smalltalk mit den teilweise seltsamen, teilweise sehr lustigen Freaks die die Küche betreiben (wahrscheinlich wird man dabei unterbewußt rekrutiert). Fotos vom Futtern haben wir auch gemacht, die reiche ich demnächst noch nach, alles sehr bizarr (Essen auf dem Boden, Essen schmeckt deutlich besser, als es aussieht, ...), aber sättigend und günstig, was will man mehr?!

Mittwoch begann dann der "Party"-Teil der Woche. Wir sind in die Uni-Kneipe "Refuel" gegangen, weil dort internationaler Mentor- und Mentees-Abend angesagt war. Eintritt für umme und mit Mephymology war eine richtig nette Band am Start. Hab noch nie nen Frontmann mit Akustikgitarre gesehen, der so abging. Wir haben uns gleich zwei CDs von denen zugelegt. Donnerstag war Meet and Greet bei Michael und Andrew, Freitag war Geburtstagsparty von Matthias.

Eine anstrengende Woche, bin nie richtig alt geworden, denn mein Wecker bimmelt ja immer um 05:20. Was man sich nicht so alles freiwillig antut...

Dafür war dann Samstag so richtig schick. Nach morgendlichem Rudertraining sind wir zum Uni-Fitnesszentrum gegangen um unsere bereits im Vorraus reservierten Surfbretter inklusive Ausrüstung (Wetsuit, Schuhe, Dachträger) abzuholen und uns auf gen Strand zu machen. Kostenpunkt für die Ausrüstung pro Tag umgerechnet 13 EUR, super Deal.

Die Befestigung der Bretter aufm Dach war sehr abenteuerlich, hat aber überraschend gut gehalten. In Deutschland wären wir wahrscheinlich sofort von der nächstbesten Polizeistreife aus dem Verkehr gezogen worden.

Von 2007-nz-surfing


Von 2007-nz-surfing


Surfen selbst hat mich stark an Skifahren / Snowboarden erinnert. Zu Beginn jede Menge Schmerzen und Frustration. Wenn man aber fleißig Wasser schluckt (zwangsläufig), sich nicht unterkriegen lässt ("Warum müssen sich die Wellen eigentlich immer direkt vor mir niederbrechen, wenn ich grad aufm Weg ins tiefere Wasser bin?") und nach Möglichkeit noch - wie wir - zwei surferprobte Mädels dabei hat, hat man irgendwann das Grundgefühl raus und schaffts zumindest ein paar Sekunden halb aufgestellt aufm Brett stehenzubleiben. YES! Ist das cool, oder was?! =)

Von 2007-nz-surfing


Weniger cool war der dabei eingefangene Sonnenbrand. Michael hats richtig gemacht und sich nach der ersten Runde im Wasser zum Sonnenmilch-Zombie geschminkt, hätte ich wohl auch besser gemacht.

Von 2007-nz-surfing


Zur Stärkung nach dieser körperlichen Tortur haben wir uns abends zusammengetan und mit vereinten Kräften 8kg Kartoffeln zu Kartoffelpuffer verarbeitet.

Von 2007-nz-koche...


Zu mehr als Essen und nebenher DVD schauen, war aber leider keiner mehr in der Lage, also eine definitiv gemüüüüüütliche Angelegenheit. Für den Nachtisch hatten wir im Liquor-Store noch "guten" Jägermeister besorgt, den wir dann mit Vanilleeis gefuttert haben. Überraschenderweise schmeckt das sogar richtig gut. Liquor-Store war übrigens total verrückt, Größe ca. 60 m² und eine einzige Schlange von mit Alkohol beladenen Leuten komplett ringsum, man hätte grad meinen können, nächste Woche gibts keinen Alkohol mehr zu kaufen.

Sonntag durfte ich dann endlich mal meinen Wecker stumm lassen und ausschlafen, JAAAAA! Habe ich bis ca. 11:00 Uhr genutzt, mich dann an mein Labor-Journal gemacht (müssen jede Woche die im Labor erarbeiteten Erkenntnisse reflektieren, zählt am Ende 30% der Gesamtnote der "Network Security"-Vorlesung) und meinen ersten englischen Essay verbrochen. Titel: Case Study - "The Wellington Education Board: Converting to a New Payroll System". Abends haben den meine beiden Flatmädels gegengelesen, ich hab nochmal fleißig korrigiert und bin dann gegen 24:00 Uhr total groggy ins Bett gefallen.

Natürlich immer im Hinterkopf "Und täglich grüßt der klingelnde Wecker". Mal schauen, ob sich die Schufterrei lohnt und wir die Teams der anderen Unis bei den University Games am 12. April in Grund und Boden rudern können. ;)

Alle Bilder vom Surfen hier und alle Bilder vom Kochen hier.