Freitag, 31. August 2007

Routeburn Track

Schon wieder hat uns der mühsehlige Backlog erwischt. Um ab sofort die Time-to-Market zu vekürzen, werden wir nicht mehr alle Bilder unserer Unternehmungen, sondern nur eine kleine Auswahl hochstellen.



Zum Thema: Vor einigen Wochen hatten wir kurzerhand 11 Leute zusammengekratzt und uns am Wochenende nach Glenorchy aufgemacht, um den dortigen Routeburn-Track zu trampen. Der Plan: Samstags rauf auf knapp 1000 Höhenmeter, übernachten, und Sonntags wieder runter. Das Ganze neben der üblichen Ausrüstung auch noch mit Kohle und Holz im Backpack, um uns abends/nachts auf der Hütte halbwegs warm zu halten.

Nachdem wir Freitags mitten in der Nacht in Glenorchy (genauer Kinloch Lodge) bei Dauerregen angekommen waren, hatten wir uns noch schnell ein paar Nudeln gekocht (dank unserer zwei verantwortlichen Chefkochs nahezu ungenießbar, da unendlich scharf) und uns ins Bett geschmissen. Mit Blick auf die unvermindert anhaltenden Regenschauern am nächsten Morgen wurden erste Murrer laut ("Mhhh, müssen wir da wirklich raus?", "Du, war das eben nicht Gewitter?"). Ein paar hundert Kilometer fährt man aber nicht mal eben so, um dann wieder unverrichteter Dinge abzuziehen. Also rein in die Regenklamotten, Raincover übers Backpack und auf gings.



Das Spannende bei der Sache: Dank der anhaltenden Regengüsse hatten wir etliche überflutete Flussbette zu kreuzen und kamen in den Genuss einiger Wasserfälle. Selbst die frischgewachsten Schuhe hielten dem beständigen Wasser von unten und von oben nicht stand und so wars uns dann auch bald egal, mitten durchs Wasser zu stiefeln. Viele andere Alternativen gabs auch nicht, da der Weg den Berg rauf mehr einem Bergbach ähnelte als einem Weg.

Die Hütte hatten wir dann für uns ganz alleine (Kapazität 48 Betten), und daher ratzfatz das Bettenlager in den Aufenthaltsraum mit Ofen verlegt. Mhh, cosy.



Nächster Tag astreines Wetter, rein in die immer noch nassen Schuhe und nach kurzem Abstecher gen Gipfel wieder bergabwärts. Die Sturzbäche waren - oh wunder - genausoschnell verschwunden, wie sie entstanden waren. Von den Torturen des Vortags also nichts mehr zu sehen. Wo wir noch knietief durch reisende Bäche gestolpert waren, gabs nicht mehr als ein ausgetrocknetes Flussbett, das Ganze mit dem Anschein, als hätte es seit Jahrzehnten nicht mehr geregnet. Strange.



Fazit: Mordsgaudi, auf jeden Fall empfehlenswert (am besten mit Regen).

Ein paar Bilder finden sich hier.