Montag, 10. September 2007

Semester break

Als Warnung vorneweg: Es folgt diesmal wieder ein ziemlich langer Blogeintrag. Wer also keine Lust zum Lesen hat (was ich jedoch persönlich sehr übel nehmen würde :)), kann sich die Bilder der Woche gleich hier anschauen. Ansonsten gibts die auch nochmal am Schluss.

Von 25.08. bis 01.09. waren hier Kurzferien vom Studieren angesetzt. Wie Sebastian bereits geschrieben hat, haben wir die Zeit genutzt, um einen der hiesigen Great Walks, den Queen-Charlotte-Track, mit dem Mountainbike abzufahren.
Dieser ist übrigens der einzige, bei dem das möglich ist. Alle anderen können nur gelaufen werden.



Hier waren wir (= v.l. Sebastian, ich, Madlen und Carolin) noch frohen Mutes, nicht wissend, welche Strapazen uns in Form gemeiner Erhebungen in der Landschaft erwarten sollten ;).

Anmerkung von Sebastian (unter Freunden auch als Lord Helmchen bekannt): Fahrradhelme sind hier in Neuseeland Pflicht. Nicht nur das, auf dem Track - speziell für die Downhill-Passagen - schlicht zu empfehlen. Man spaltet im Fall des Falles (was ein Wortspiel) bzw. beim gegen die nächstbeste Palme fliegen lieber seinen Fahrradhelm als die werte Birne.

Die drei folgenden Tage Mountainbiken waren super anstrengend, der reinste Muskelaufbau hat da stattgefunden! Vorher dachte ich, der wehe Hintern würde das Schlimmste sein. Daran gewöhnt man sich aber nach einer Weile. Schlimmer waren die irgendwann ziemlich kraftlosen Oberschenkel, sodass man einige Anstiege zu Fuß zurücklegen musste. Da hats dann doch mehr Spaß gemacht, die Hügel über Wege, Steine, Wurzeln und kleine Bachläufe runter düsen zu können (nach einer Zeit der Eingewöhnung, bin ja kein Draufgänger). Und die grandiosen Ausblicke auf den Marlborough Sound und den Kenepuru Sound haben uns für die Anstrengungen auch mehr als entschädigt.





Bei unserer ersten Übernachtung auf dem Track hatten wir mit John und seiner Mahana Homestead Lodge das große Los gezogen. Von einer supernetten Begrüßung, als wir am ersten Abend endlich angekommen waren, über Schokoladenkuchen des Hauses als Dessert bis zu einem gemütlichen Doppelzimmer - wir konnten gar nicht anders als uns wohl zu fühlen. Sebastian kam sogar noch in den Genuss einer Spritztour mit dem Motorboot auf dem Sound, als er mit John unsere großen Rucksäcke zum Anleger gebracht und unsere Bikes abgeholt hat, die wir am Vorabend ein Stück vor dem Ende des Weges abgestellt hatten.

Die großen Backpacks wurden übrigens immer zur nächsten Unterkunft weitertransportiert. Wir hätten uns auch nicht vorstellen können, mit diesen auf dem Rücken auf dem Mountainbike unterwegs zu sein. Wir hatten allerdings erfahren, dass manche auf den Transport verzichten und diese selbst schleppen!??

Nach Abschluss des Queen-Charlotte-Tracks haben wir wieder in The Villa in Picton übernachtet, wo wir Gebrauch von dem dortigen Hot Outdoor Spa (40° warmes Wasser) gemacht haben, um unsere müden Knochen einzuweichen. Ein weiteres Highlight während des Winters ist der Apple Crumble mit Eis, den es abends um acht Uhr kostenlos als Dessert gibt. Lecker! Beim Apple Crumble-Essen haben wir noch Marcella und Steffi kennen gelernt, zwei supernette deutsche Mädels, die für drei Monate in Australien, Neuseeland und Asien Urlaub machen. Wir konnten mal wieder feststellen, dass man sich mit manchen Menschen auf Anhieb blendend versteht! Die beiden haben uns inzwischen auch auf ihrer Weiterreise durch NZ in Dunedin besucht, und wir haben nochmal einen netten Abend mit ihnen erlebt.

Apropos nett :), ich muss hier mal noch sagen, dass es bisher mit allen Leuten, mit denen wir auf unseren Trips unterwegs waren, richtig Spaß gemacht hat. Und das ist schon was besonderes, besonders bei unserer Megagruppe auf dem Routeburn Track, denn je mehr Leute dabei sind, desto schwieriger kanns natürlich werden. Hiermit sei gesagt: Mitreiseprädikat erfüllt! =)

Sebastian hatte sich dann am nächsten Morgen verabschiedet (wie er schon bei einem früheren Eintrag erwähnt hatte) und wir drei Mädels sind weiter nach Kaikoura gefahren, wo es Pelzrobben, ein Wolken-Wal und süüße Lämmchen auf der Kaikoura Peninsula zu sehen gab.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Christchurch, wo wir zwei Nächte blieben. Sightseeing, Busfahrt nach Lyttelton (Hafenstädtchen auf der Banks Peninsula), ein Mini-Track zum Ausguck auf Christchurch sowie Besuch des Opshop-Gigs standen hier auf dem Programm.

Am Tag danach hieß es zurück nach Dunedin, mit Umweg über Lake Takepo und Lake Pukaki (mit unwirklich türkisblauem Wasser) sowie den Moeraki Boulders.







Alle Bilder dieser Woche gibts hier.

1 Kommentare:

Tino hat gesagt…

Hoffentlich wollt ihr so Trips auch noch in Deutschland machen und nicht nur in Neuseeland... Hier könnte man sowas ja auch machen (ja, dass soll gehen! :P )
Freu mich schon sehr darauf, wenn ihr wieder hier seid! Dann sind mal ein paar mehr aktive hier in Deutschland!
Beeilt euch mal - hopp, hopp! Genug Urlaub in Neuseeland gehabt!