Sonntag, 16. Dezember 2007

NZ-Rundreise: Routeburn Track

Nachdem wir den Routeburn Track vor einigen Monaten nur ansatzweise gegangen sind und Steffen während unserem Track im Nelson Lakes National Park so langsam Geschmack an schönen Aussichten gefunden hatte, haben wir uns nach der Verschnaufpause in Wanaka / Queenstown aufgemacht, zu dritt die Bergwelt unsicher zu machen.



Ähnlich wie der Milford Track, ist der Routeburn ein Great Walk und somit in der Sommersaison fully serviced, was bedeutet, dass Gaskocher, fließend Wasser und normale Spültoiletten (anstatt Plumpsklos) zur Verfügung stehen.

Weiterhin bedeutet das, dass man im Voraus 40$ pro Nacht und Nase für eine der Hütten entlang des Tracks bezahlen muss. Das mag einem viel vorkommen (zum Vergleich nen Hostel-Bett kostet hier so um die 23$), kommt aber nicht nur der jeweiligen Hütte, sondern auch der kompletten Track-Instandhaltung entgegen. Great Walk bedeutet ebenso, dass man gut daran beraten ist, für die Hauptsaison gut im Voraus zu buchen, weil die Betten in den Hütten begrenzt und sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebt sind.

Im Gegensatz zum Milford ist der Routeburn dank kürzerer Tagesstrecken deutlich angenehmer zu laufen, steht dem Milford in Punkto spektakulärer Aussichten zwar etwas nach, was aber keinesfalls bedeutet, dass diese nicht sehenswert wären.





Alle Bilder der drei wundervoll glücklich machenden Tage abseits der Zivilisation finden sich hier.

4 Kommentare:

Hannah hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Hannah hat gesagt…

keine Ahnung was ich da mit dem Kommentar gemacht habe, also zur Sicherheit nochmal;
wie ist das abschliessende Urteil:
Milford oder Routeburn???

Hannah hat gesagt…

krieg ich auch mal ne Antwort ;-)

Sebastian Kayser hat gesagt…

Ich war der festen Überzeugung, wir hätten dir schon geantwort ... oder halt nicht, sorry. ;)

Schwer zu sagen. Als Tourist würde ich Milford machen, es gibt einfach mehr zu sehen (Bootsfahrt zum Nordende von Lake Te Anau, die schroff aufragenden Gebirgsketten links und rechts, der McKinnon Pass mit sehr schönen Blicken in das Tal aus dem man kommt sowie das Tal in das man geht, die enormen Sutherland Falls und am Ende die Bootsfahrt durch Teile des Sounds nach Milford) und der Track fühlt sich wegen der Abgeschiedenheit einfach exotischer an. Einmal "ausgesetzt" stehen einem 4 Tage Wandern bevor, bis es wieder Zivilisation heißt.

Routeburn ist angenehmer für die Füße; die Tagesetappen sind kürzer aber nicht zu kurz, eigentlich genau richtig. Die Strecke zwischen dem einen Trackanfang bei Glenorchy und dem Harris Saddle ist das Highlight. Der Blick zurück in die Routeburn Flats Ebene ist einfach amazing. Danach wirds Standard, wobei Standard hier in Neuseeland ja nichts Schlechtes zu heißen hat. Und auch der Routeburn hat mit den Earland Falls, an denen man sogar direkt vorbeiläuft, ein paar imposante Wasserfälle. Beim Milford muss man zu den Sutherland Falls ca. ne halbe Stunde extra laufen.

Nachdem wir nun beide gelaufen sind, würden wir - wenn einen der beiden - den Routeburn nochmal gehen, da Milford einfach zu viel Aufwand wäre. Für jemanden der noch keinen der beiden gemacht hat bzw. wenn wir in ein paar Jahrzehnten wiederkommen, würden wir den Milford Track bevorzugen.

Lange Rede, kurzer Sinn: It depends!