Mittwoch, 28. Februar 2007

Birthday!

27.02.2007: Mein erster Geburtstag im Ausland und dann gleich was für einer.

Von 2007-nz-gebur...


* Meine hier kennengelernten, deutschen Kumpels & Kumpelinen haben einen Grill organisiert und wir haben abends der Völlerei gefrönt. Als Geschenk gabs obendrauf einen Gutschein zu einer Brauereitour hier in Dunedin (Dunedin hat gleich zwei Brauereien). Cool!

* Es gab richtig viele "Happy Birthday"-Ständchen von native english speakern. Nice!

* Es gab nen deutsches "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag" von einer Kanadierin. Die Variante "Alles Gute zum Geburtstag" wäre wohl zu einfach gewesen ;)

* Von meiner Kiwi-Flat-Genossin Ange gabs nen Schokokuchen. Yummy!

* Von Flatmate Eliza gabs ne nett aufgemachte Geburtstagskarte. Sweet!

* Nicht zu vergessen die vielen Glückwünsche aus der Heimat.

D A N K E S C H Ö N =)

Ein paar wenige Bilder gibts hier.

Nette Anekdote am Rande: Vor der Grillerei standen wir hier im Supermarkt mit unseren Einkäufen an der Kasse. Neben jeder Menge Essen war natürlich auch Bier im Gepäck ... was uns (alle deutlich über 18) aber nicht verkauft wurde, da wir nur Führerscheine / Persos, nicht jedoch unsere Reisepässe dabei hatten. Ähhm, da wird man 26, kann in Deutschland schon seit 10 Jahren Bier kaufen und bekommt dann hier von der Marktleiterin erklärt, dass sie das Bier nur gegen Reisepass rausgeben kann (obwohl auf dem Perso u.a. fett "Date of Birth" draufsteht). Irgendwas stimmt mit unserer Welt nicht ...

Sonntag, 25. Februar 2007

Kontaktdaten

Da ich mittlerweile hier in Dunedin sesshaft geworden bin, bin ich nun also auch wieder erreichbar.

Mr. Sebastian Kayser
693 Cumberland Street
9016 Dunedin
New Zealand

Handy: +64 21 1747328
Telefon: +64 3 4771069


Post von Neuseeland nach Deutschland benötigt etwa 7 - 10 Tage, andersrum wirds wohl ähnlich sein.

ACHTUNG ZEITVERSCHIEBUNG: Wir sind Euch aktuell 12 Stunden voraus, also kommt nicht auf die Idee, an einem deutschen Nachmittag / frühen Abend zum Telefon zu greifen. In Eurem Sommer / unserem Winter reduziert sich das aufgrund der Zeitumstellung auf 10 Stunden.

Der Strand ruft

Aktuell haben wir hier unten jahreszeitentechnisch Sommer, trotzdem ist es manchmal aber richtig übel kalt. Das Wetter hat generell die Angewohnheit von jetzt auf nachher umzuschlangen, man kann also über den Tag verteilt alles von Super-Sommer-Sonnenwetter, über Nebel bis hin zu Platzregen haben.

Gestern war das glücklicherweise nicht der Fall. Vormittags bestes Sonnenwetter (einer der besten Tage, die ich bisher hier unten hatte), daher schnell alle Freunde angerufen und ins Auto gepackt und Richtung St. Claire Beach gebrummt. Der ist von unserem Flat mit dem Auto in ca. 10 Minuten zu erreichen und liegt am südlichen Rand von Dunedin.

Von 2007-nz-duned...


Von 2007-nz-duned...


Sonne pur hatten wir den ganzen Nachmittag über, lediglich der Wind und die damit verbundenen Sandböen waren etwas nervig. Mir ist übrigens unbegreiflich, wie viele Amis auf die Idee kommen, sich nicht eincremen zu müssen. Beim Meet-And-Greet unserer Wohnblocks hat sich bei den meisten anwesenden Amis die Haut von der Nase geschält. Das unweite Ozon-Loch sollte doch eigentlich jedem bewusst sein (eines der Kiwi-Mädels am Strand hatte LSF55 Sonnencreme dabei).

Wo ich gerade am Lästern bin: Im Busausflug zur Otago Halbinsel saß nen Ami vor uns, der sich gewundert hat, warum eines seiner Elektro-Geräte beim Anschluss an die Steckdose den Geist aufgegeben hat, er hätte doch einen Stromsteckeradapter verwendet. Das die hier ne ganz andere Spannung (230/240V im Gegensatz zu 110V in den USA) verwenden und er nicht nur nen Adapter sondern auch nen Spannungswandler gebraucht hätte, darauf ist er nicht gekommen ... Liest man sowas nicht im Reiseführer nach? Seltsames Volk.

Zum Relativieren muss ich natürlich hinzufügen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren darf. Hier gibts auch normale Leute aus diesem Land.

P.S.: Hab eben bemerkt, dass ich irgend eine Art von Verfärbung im Objektiv meiner Digicam hab, daher kommt der dunkle Fleck auf manchen Bildern ... Na klasse =/

Flatmates

Hier endlich ein paar aktuelle Fotos meiner Flatmates.

Von 2007-nz-duned...


Ange (links) ist Neuseeländerin im 3. Semester, studiert Social Work und ist 22 Jahre alt. Während der in den großen Semesterferien stattfindenen Summer School hat sie Forensics belegt (CSI lässt grüßen).

Eliza (rechts) kommt von einer der Elite-Schulen der Staaten (Brown College), studiert ... (gute Frage, hab ich vergessen) und ist mit 20 Jahren unser Küken.



Von 2007-nz-duned...


Billy sieht mit seinen 21 Jahren älter aus, als er ist, studiert Engineering und bastelt in seiner Freizeit mit seinem Papa an alten BMW-Race-Cars rum. Auch er kommt von einer der angeseheneren US-Institutionan (Dartmouth College). Dort zu studieren kostet pro Jahr 64.000 US$, dafür ist dann aber auch schon die Unterkunft in den Studiengebühren enthalten ... Wie krank.

Mal schauen, wie es sich so miteinander lebt. Bisher gabs noch keine morgendlichen Schlangen vor dem Klo / Bad und da ich fürs Rudern eh 5 x die Woche um 05:20 Uhr morgens raus darf, wird es sowas für mich auch in Zukunft nicht geben. So hat das frühe Aufstehen zumindest ein Gutes ;)

O-Week: Orientierungswoche

Für die Internationalen gibts im Rahmen der O-Week drei von der Uni veranstaltete Rahmen-Events: "International Orientation for International Students", "Interational Student Party" und den "Trip to the Otago Peninsula".

Bei der Orientierungs-Veranstaltung gibts Einführungsreden von diversen Größen der Uni, der Bürgermeister von Dunedin schaut mal vorbei (begnadeter Sänger, hat uns am Ende ein Ständchen dargebracht) und man bekommt das generelle Kurs-/Punktesystem der Uni sowie einiges zu den Exams erklärt. Das ganze wird ergänzt durch eine Unmenge an Flyern und Broschüren. Generell hat man es hier eher schwer, etwas zu vergessen oder nicht zu beachten. Alles wird mehrfach in diversen Unterlagen aufgeführt und einem dann schlussendlich nochmal mündlich erklärt. Insofern man sich also vorher schon ein wenig schlau gemacht hat, wird man das meiste schon kennen ...

Von 2007-nz-uni


Von 2007-nz-duned...


Die Party ist ganz ok, hat sich m.E. aber nicht großartig von den sonstigen Party-Abenden in der Stadt unterschieden.

Der Trip zur Otago-Peninsula ist eine Halbtages-Veranstaltung (12:00 bis 19:00) und setzt sich aus dem Besuch diverser netter Punkte auf der Halbinsel vor Dunedin sowie einem All-You-Can-Eat-BBQ zusammen. Ich war bereits vorher auf der Halbinsel gewesen, habe mich aber zwecks Leute-Kennenlernen mit in den Bus gesetzt. Spitzenidee der Uni: Das "Best Buddy System". Jeder sollte sich im Bus mit seinem Sitznachbarn anfreunden und darauf achten, dass sein "Best Buddy" auch nach jedem Zwischenstopp wieder an Bord des Busses kommt. Abgesehen davon, dass sich die Leute beim Betreten des Busses (mich eingeschlossen) natürlich direkt mit den Leuts zusammengesetzt haben, die sie eh schon kannten, ist der Plan voll aufgegangen ...

Vom BBQ habe ich vor lauter Hunger keine Bilder gemacht, der Rest vom Trip findet sich hier.

Weiterhin gibts einen Clubs & Socs Day, an dem von allen Sportclubs und sonstige Vereinigungen Repräsentanten im Clubs & Socs Centre zu einer kleinen "Messe" zusammenkommen und man sich informieren und auch direkt einschreiben kann.

Von 2007-nz-duned...


Der populärste Club ist der Tramping Club (Wanderclub), da jeder, der hier lediglich ein Auslandssemester macht und kein Auto hat, natürlich möglichst viel von der neuseeländischen Natur sehen will. Ansonsten gibts alles, was man sich vorstellen ud nicht vorstellen kann: Japanischer Schwertkampf, Pilates, Thai-Kochen, Tanzen, usw. Ich hab mich der alten Zeiten willen beim Rudern eingeschrieben. Mal schauen, ob ich meine Muskeln wieder ein wenig hervorzaubern kann ;).

Von 2007-nz-duned...

O-Week: Partywoche

Die letzte Woche war hier bei uns Orientation- oder besser Des-Orientation-Week (kurz O-Week), d.h. jeden Tag haufenweise Events sowohl von der Studi-Vereinigung (Konzerte, Fahrt zum Rugby-Game, etc.) als auch von den örtlichen Pubs. Man läuft also zur besten Mittagszeit an einem der Pubs in der Stadt vorbei und fühlt sich ein wenig an Oktoberfest erinnert, Ausnahmezustand pur. U.a. gabs hier z.B. zwei Toga-Partys zu denen Heerscharen halbnackter, mit Bettüchern bekleideter Studis gepilgert sind. Bemerkenswert: Die Togas wurden dann auch angelassen als es später in die Pubs / Clubs ging (würde das bei uns einer machen?) und die Temperaturen waren doch ziemlich knackig. Als sturzbesoffener, halbstarker Erstsemester ist das einem aber wohl egal. ;) Nur das keine Missverständnisse aufkommen, ich war nicht dabei.

Großteil des feiernden Volks ist so um die 18-20 Jahre jung und die Mädels stehen den Jungs im Rumpöbeln und Randalieren in nichts nach. Wenn man nachts durch die Straßen wandert und einen gröhlenden Menschenpulk sieht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um Mädels handelt also entsprechend groß. Mit denen (Jungs und Mädels) ist naturgemäß nicht viel anzufangen, aber glücklicherweise gibts auch ein paar wenige ältere Zeitgenossen, die man im Rahmen von diversen Einführungsveranstaltungen (Campus-Tour, International Welcome Day, Wohnblock-Meet-And-Greet) kennenlernt und mit denen man dann um die Häuser ziehen kann.

Norman, Robert, Michael, Andrew:

Von 2007-nz-otago...


Nicht nur aufgrund der vielen Kids die hier rumrennen ist die hiesige Kneipen-Szene ein Paradies für all diejenigen, die sich mal wieder jung fühlen wollen. Bei den meisten Kneipen ist strikte Alterskontrolle angesagt, man darf also selbst als alter Sack wie ich brav seinen Reisepass zücken und sein Alter nachweisen. Ist übrigens im Supermarkt / Liquor-Store nicht viel anders (sobald man aussieht, als könnte man in den Altersbereich bis 25 passen, heißts Ausweis zücken). Dafür bekommt man bei den Pubs im Gegenzug einen oder mehrere tolle Stempel aufgedrückt. Gewöhnlich entspricht ein Party-Abend in aller Regel der Rundtour durch die hiesigen Pubs / Bars / "Clubs", da diese keinen Eintritt verlangen und alle gut per Fuß zu erreichen sind. Man hat nach einem feuchtfröhlichen Abend also einen schön geschmückten Arm ähnlich meinem

Von 2007-nz-duned...


Die meisten Leute hier sind Kiwis, gefolgt von richtig vielen Amerikanern auf dem 2. Platz und uns Deutschen auf dem 3. (wenn man die Asiaten alle in einen Topf schmeißen würde, kämen die ggf. an die US'ler ran). Die Amis kommen meist für ein Auslandssemester im Pulk von Kumpels, die sich vom College kennen (yes, was eine Herausforderung, gleiche Sprache, gleiche Kumpels, ... *gähn*). Für ihren Studiengang in der Heimat müssen die einen Kurs aus ihrer Vertiefungsrichtung wählen und der Rest der Kurse ist dann eher "General Education". Erstsemester-Billig-Kurse wie "Maori Kultur", "Geschichte von Neuseeland", etc. sind hier also richtige Dauerbrenner. Das dabei viel Zeit zum Saufen übrig bleibt ist naheliegend.

Auf unseren Kneipentouren hatten wir bisher keine Kameras dabei, die Bilder der üblichen Anlaufstellen hier unten reiche ich bei Gelegenheit mal nach.

Sonntag, 18. Februar 2007

Brennende Sofas / Castle Street

Brennende Sofas, WTF?! Auf dem Weg von Auckland nach Dunedin kam das Gespräch mit diversen Leuten bei der Erwähnung von Dunedin immer wieder auf die "bad reputation of the student flats", "student riots" und "burning couches". Wenn das mal nicht ein herzliches Willkommen und eine schöne Einstimmung auf meine Wahlheimat der nächsten zwei Jahre ist.

Anfangs dachte ich noch an eine Urban Legend, weil die Stories doch ein wenig abgedreht klangen, aber seht selbst:

Video auf Youtube
Zeitungsartikel aus dem nzherald

Gestern sind wir dann nachmittags zufällig durch die Castle Street gefahren, die Schauplatz des Geschehens gewesen ist und das war Ghetto live. Bestes Sonnenwetter, vor jedem 3. Haus die Couches im Vorgarten, der Beer-Cooler nebendran, auf der Straße haufenweise Scherben und halbnackte Jungs Cricket-spielenderweise auf der Straße. Wenn man solch andere Studi-Flats sieht, wächst einem das eigene immer mehr ans Herz.

Zu der ganzen Story hier noch ein kurzer Auszug aus dem Vorwort des Bürgermeisters von Dunedin im Student Handbook 2007:

[...]I am not one of those who believe intelligent young peope, at significant cost, come here to get routinely drunk, light street fires and break bottles. I have too much respect for you to join the critics who believe that.

But i would beg you to respect my sleeping habits. It's no fun being woken at some ungodly hour of the early morning to be asked by National Radio for a comment about the student riots.[...]

15.02. Einschreiben an der Uni

Von 2007-nz-duned...


Das formelle Einschreiben an der Uni wird hier Course Approval genannt und findet regulär am 16.02. (Freitag) sowie 19.02. + 20.02. (Montag + Dienstag) statt.

Ich hatte bereits in Deutschland schon zwei formelle Hürden zum Einschreiben an der Uni genommen. Zum einen das Application Form, bei dem es um die Aufnahme an die Uni geht (was hat der Kerl vorher gemacht, Detailinfos zu bereits besuchten Kursen in Deutschland in Form eines Study Transcripts, welchen Studiengang möchte er belegen, ...) und das Registration Form, bei dem es dann mehr ins Detail fürs kommende Studium geht (welche Kurse hätte ich denn gerne, welche Vertiefungsrichtung, ...).

Dies muss jeder Student machen und erhält dann im ersten Schritt des Course Approval ein Course Approval Form ausgehändigt, auf dem die Wunschkurse mit Anmerkungen und zuständigem Fachbereich (Department) vermerkt sind.

Von 2007-nz-duned...


Die meistgesehene Anmerkung ist DIR, d.h. man muss sich mit dem Studienberater (Adviser) des ausrichtenden Departments zusammensetzen und sich von diesem abzeichnen lassen, dass er die Fächerwahl für OK befindet. Dabei kann man dann mit diesem noch offenstehende Fragen bzgl. der Kurse klären, sich Empfehlungen geben lassen oder erfahren, dass ein gewünschter Kurs dieses Jahr garnicht mehr stattfindet bzw. von einem anderen Department abgehalten wird (leichtes Chaos, "Just a second, i think i received a mail regarding this recently ..." ;) ). Ich hatte nur INFO-Kurse (also vom Information Science Department) belegt, musste mich also glücklicherweise nur mit einem Adviser zusammensetzen. Weitere Anmerkungen sind P für Prerequisites (Hat der Student die nötigen Vorkenntnisse? Ist ebenfalls mit dem Adviser zu klären) oder Q für Questionable (macht im vom Student gewählten Studiengang nicht viel Sinn) bzw. noch einige weitere, von denen ich jedoch keine hatte.

Bin also mit meinem Formular zum Information Department gelaufen. Das dortige Sekretariat war unbesetzt, mir konnte als keiner sagen, wo ich hinmusste. Einen Stock tiefer hing jedoch netterweise an einer der vielen Türen ein Schild mit der Aufschrift "Course Approval 09:00 - 13:00", an dem ich um 13:07 zum Stehen kam ;) Der Adviser hat mich dann mit dem Kommentar ("Ok, just one more") reingewinkt und gleich die Flügel gestreckt, weil er nicht authorisiert ist, meine 400er-Level Kurse abzuzeichnen (400er Kurse werden normalerweise im 4. Studienjahr absolviert). Er hat mich also an einen Kollegen einen Stock weiter unten verwiesen. Der hat mich aufs Klopfen an der Tür auch gleich reingebeten und mir gesagt, dass er eigentlich keine Zeit hat (musste einen Vortrag für den Nachmittag vorbereiten) ich mich jedoch erstmal setzen solle. Nachdem wir dann ca. 15 Minuten viele der Anmerkungen durchgegangen sind ("Eigentlich habe ich ja keine Zeit" ;) ), ist er mit mir dann zu einem Kollegen getigert, an den er mich übergeben hat. Dort haben sich folgende Dinge rausgestellt: Mein einer Kurs wird nun vom Accounting-Department abgehalten und das von mir gewählte Research-Paper (eine Art Mini-Master-Abschluss-Arbeit, die ich zum Probeschwimmen gewählt hatte) wäre für mich viel zu strief organisiert (feste Termine, Gruppenpräsentationen, Ausarbeitungen, starres Arbeiten, ...) und daher habe ich etwas ähnliches verordnet bekommen, bei dem ich viel flexibler dran bin. Ich kann nun die akademischen Vorbereitungskurse meines ursprünglichen Kurses besuchen, hab aber keine derer Verpflichtungen und kann mein zu wählendes Thema ggf. in die Master-Arbeit übernehmen oder auch im Laufe des Jahres über Bord werfen und umschwenken. Letztendlich sah mein Form nach einer halben Stunde dann so aus:

Von 2007-nz-duned...


Meine Kurse sind:

LING121 - Academic English (wir Verfeinern unser geschriebenes Englisch)
ACCT406 - Accounting Information Systems (Wie prägen IT-Systeme den Erfolg/Misserfolg von Unternehmen)
INFO403 - Computer Security (selbsterklärend, alles rund um IT-Security)
INFO404 - Network and Security (dito)
INFO413 - Special Topic (meine Frei-Forsch-Erlaubnis)

Bis auf LING121 sind alle Kurse (Papers) Ganzjahreskurse und sind 36 Punkte wert (LING121 läuft nur ein halbes Jahr und hat 18 Punkte). Zum Erreichen eines gewünschten Abschlusses sind eine bestimmte Anzahl an Punkten aus speziellen Leveln notwendig. Bei mir sind das für den Master 144 Punkte aus dem 400-Level übers Jahr (also 4 x 36, oder eine gleichwertige Kombination von 36er und 18er Papern). Die Wochenarbeitslast entspricht in etwa der Kurspunktzahl geteilt durch 3, für die 36er Paper demnach 12 Wochenstunden und fürs 18er Paper 6 Wochenstunden. Mal schauen, wie das so hinhaut, bis zum 31. März könnte ich das 18er Paper noch kostenlos kicken, falls es mir zuviel wird. Apropos Kosten, die hiesigen Studienkosten berechnen sich strikt nach den genommen Kursen, d.h. jeder Kurs kostet eine bestimmte Summe (INFO413 z.B. kostet 1136.25 NZ$ fürs Jahr). Dazu kommen lediglich noch ein paar Verwaltungsgebühren.

Mit dem abgezeichneten Course Approval Form gehts wieder Schlangestehen, um die letztendliche Kurswahl elektronisch erfassen zu lassen.

Von 2007-nz-duned...


Ist das erledigt erhält man den Abholschein für seinen Studentausweis (Student ID) mit dem man an die Studi-ID-Ausgabestelle tigert, einmal in die Kamera grinst und zwei Minuten später seinen neuen Ausweis in der Hand hält. Tadaaaa

Von 2007-nz-duned...


Alle Bilder vom Course Approval gibts hier.

P.S.: Netterweise hat mich die Dame an International Welcome Desk darauf hingewiesen, dass an den offiziellen Tagen des Course Approvals die Hölle los sein muss und ich die Formalitäten doch schon am Vortag erledigen sollte. Nicht alle Departments würden da mitspielen, aber die administrativen Stellen (Formular-Verarbeitung, Studi-ID-Ausgabe) sind schon vorher besetzt und einen Versuch wäre es wert. Hat bei mir auch geklappt, ich freu mich also schon drauf, mir mal morgen (Montag) in aller Ruhe die Mega-Schlangen (bitte, bitte ;) ) anzuschauen, hehe. Die meisten Studis sind jetzt am Wochenende eingetrudelt, die Chancen auf Andrang stehen also gut. Ggf. gibts dann davon nochmal Bilder.

12.02.: Abel Tasman National Park

Ohne große Worte. Einfach ein Traum.

Von 2007-nz-totar...


Von 2007-nz-totar...


Von 2007-nz-totar...


Von 2007-nz-totar...


Bin 7h Stunden gelaufen und hab einen Traumstrand/-ausblick nach dem anderen gehabt (leider stumpft man mit der Zeit ein wenig ab und kann den x-ten Strand dann nicht mehr so schätzen, wie die ersten).

Alle Bilder hier.

11.02.: Von Wellington nach Pohara

Zwischen der Nord- und Südinsel verkehren zwei Fährunternehmen: Blueridge Cook Strait Ferry (staatlich) und der Interislander (privat).

Wenn man (wie ich) davon ausgeht, dass man kurz vor knapp noch 'nen günstigen Fährplatz bekommt, wird merken, dass die staatliche Fähre bereits einige Tage im Voraus ausgebucht ist (zumindest war sie das bei meiner Reise, kann gut sein, dass es Jahreszeiten mit weniger Andrang gibt). Somit hat mich mein Fährplatz (inkl. Auto) auf dem Interislander 255$ gekostet. Für die Blueridge wärens ca. 100$ weniger gewesen, hinterher ist man immer schlauer.

Von 2007-wellingt...


Reservierung kann mit Kreditkarte online vorgenommen werden, man erhält dann eine Buchungsnummer und ein Kennwort (oder wenn man einen Drucker im Zugriff hat einen Voucher) mit dem man am Fährterminal die Tickets für die Überfahrt bekommt.

Von 2007-wellingt...


Auf der Fähre selbst gibts neben einer guten Aussicht, u.a. 'nen Selbstbedienungs-Restaurant, einen Spielautomaten-Bereich und ein Kino. Dort wurde bei mir "Eine Nacht im Museum" gezeigt, den ich mir normalerweise nicht angetan hätte, aber wenn man schon so 'nen Haufen Geld für die Überfahrt zahlt, nimmt man auch den Film mit ... Dachte ich mir zumindest, denn auf dem Weg zum Kino bin ich an einem Info-Stand vorbeigekommen, an dem es die Tickets fürs Kino zu kaufen gab (10$ das Stück), demnach habe ich mir den Film dann doch nicht angeschaut. Was eine Abzocke!

Von 2007-wellingt...


Von Wellington gings also via Fähre auf die Südinsel und dort Richtung Pohara (in der Nähe von Takaka), einem kleinen verschlafenen Nest am Rande des Abel Tasman National Parks. Normalerweise stoppen alle Touries, die in den Abel Tasman wollen in Motueka und spaaren sich somit die Fahrt über den Gebirgszug zwischen Motueka und dem nordwestlichen Gebiet. Da ich mir den National Park jedoch nicht mit Hundertschaften von anderen Touries teilen wollte, hatte ich mich für die Fahrt nach Pohara entschieden.

Im Abel Tasman National Park kann man den mehrtägigen Abel Tasman Coastal Track oder aber Tagesetappen davon laufen. Normalerweise lässt man sich dazu von Motueka aus mit einem Wassertaxi zu einem Punkt im Park fahren, läuft den Tag über und fährt dann am Endpunkt wieder mit dem Wassertaxi zurück. Von Pohara oder Takaka aus kann man mit dem Auto zum nördlichsten Camping-Park im Küstengebiet des Parks fahren (Totaranui) und dort die nördlichste Etappe des Küsten-Tracks laufen, hat somit deutlich weniger Leute um sich, als in den südlicheren Stücken.

Ich bin also von Wellington nach Pohara gefahren, habe dort genächtigt und bin am nächsten Tage zu einer Tagestour in den Abel Tasman National Park aufgebrochen.

Alle Bilder der Fahrt hier.

Samstag, 17. Februar 2007

693 Cumberland Street

Nach der Ankunft in Dunedin gings erstmal zum Sicherheitsdienst der Uni (Security Service), um die Schlüssel fürs Flat abzuholen. Dieses liegt übrigens tatsächlich absolut vis-a-vis der Uni, zu den meisten wichtigen Campus-Gebäuden braucht man von dort ca. 5 Minuten zu Fuß =).

Von 2007-nz-duned...


Schlüssel passte und auf ein "Hello! Anyone home?!" gabs keine Antwort, meine Flatmates waren also alle ausgeflogen bzw. noch garnicht eingetroffen. Da ich keinen Plan hatte, welches der vier Zimmer meins sein sollte, hab ich mein Gepäck im Wohnzimmer abgeladen und mich auf den Weg zur Otago Peninsula gemacht. Dies ist die Halbinsel die sich vor Dunedin ins Meer erstreckt und ein gern besuchtes Touri-Ziel ist (an der Spitze der Halbinsel gibts 'ne Albatross-Kolonie).

Von 2007-nz-duned...


Die Aussichten auf der Halbinsel (bin bis an die Spitze gefahren, das sind von Dunedin aus 28km, also garnicht mal so wenig) waren paradisisch, das dazugehörige Wetter hat jedoch gefehlt. Trotz Sonnenschein wars aufgrund des Windes dermaßen ungemütlich, dass ich mich nicht sonderlich lange aufgehalten hab und wieder den Weg gen Flat angetreten bin.

Zurück im Flat hab ich unsere Neuseeländerin kennengelernt. Sie heißt Angela (Rufname Ange), studiert Sozialarbeit und Anthropologie und hat mal Rugby gespielt. Fotos gibts noch keine, die kommen online, wenn die anderen beiden Flatties eingetrudelt sind. Billie wird wohl morgen (Sonntag) eintreffen und Eliza denke ich mal auch. Sie hat mir mein Zimmer gezeigt, welches mein Vormieter in einem nicht gerade einladenden Zustand hinterlassen hatte. Die Zimmer im Railway Campus in Auckland waren im Vergleich dazu purer Luxus.

Von 2007-nz-duned...


Nach etwas Essen und Gepäck ins Zimmer schleifen hieß es dann also erstmal Gute Nacht im Schlafsack auf 'ner muffligen Matraze. Mhhhh ...

Alle Bilder vom Tag gibts hier.

NZ-Hostel-Erfahrungen / Reiseplanung

Von 2007-nz-rotor...


Die erste Nacht in einem neuseeländischen Hostel war erfreulich erholsam. Auf jeden Fall deutlich ruhiger als meine desaströse Hostel-Erfahrung in Barcelona. Während in Barcelona hauptsächlich Party-Klientel in Hostels unterwegs und die Nächte dementsprechend kurz waren, steigen hier in den Hostels (zumindest wenn man nicht die mitten in den größeren Städten nimmt) querbeet alle möglichen Leute ab. Von "Urlaubern" wie mir über die typischen Working-Holiday-Bummler bis hin zu ganz normalen Einheimischen, die lediglich eine günstige Form der Unterbringung suchen (das beinhaltet auch alle möglichen Altersklassen von 20+ bis 60+). Das Gesellschaftsleben findet in den Aufenthaltsräumen und nicht im geteilten Zimmer statt, ach wie schön.

Bezüglich der Unterbringung hatte ich mir noch überlegt, wo ich mich den größtenteils aufhalten werde, da es natürlich mehrere Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Campingplätze, hier Holiday Parks genannt, bieten entweder Zelt- / Wohnmobilplätze oder möblierte Häuschen für 2 Personen (sog. Cabins). Die Preise variieren je nach Standort und beginnen für eine Cabin bei etwa 50$. Eine große Holiday-Park-Kette ist Top10. Bei denen auf der Homepage findet man eine schöne Übersicht über alle Plätze (inkl. Preisen). War mir als Alleinreisender aber zu teuer.

Motels und Hotels. Für schmales Budget absolut keine Alternative, daher kann ich dazu nichts näheres sagen. Von der Automobile Association gibts dazu einen Accomodation Guide mit Übersicht über verfügbare Unterbringungsmöglichkeiten, den ich mir im AA-Office in Auckland mitgenommen und recht schnell wieder entsorgt hatte.

Hostels / Jugendherbergen. Viele (die meisten?) Hostels sind im Dachverband "Budget Backpacker Hostels" (BBH, http://bbh.co.nz/) untergebracht. Von diesem gibts eine Backpacker-Mitgliedskarte die Übernachtungen um 2-3$ pro Nacht günstiger macht und eine 20$-Calling-Karte enthält (mit der man günstig nach Deutschland telefonieren kann).



Die Karte kostet 40$ und hat sich bereits nach spätestens 10 Nächten in Hostels gerechnet, ist also eine lohnenswerte Investition. Alle im BBH-Verband untergebrachten Hostels sind im BBH Accomodation Guide aufgeführt (der Traveller-Bibel für NZ, wenn man so möchte). Zu jedem Hostel gibts nen kleinen Text und ganz wichtig ein offizielles Rating an dem sich gut ablesen lässt, was einen im jeweiligen Hostel qualitativ erwartet (ab 80% wirds richtig gut).



Am BBH-Guide habe ich mich dann auch für die Fahrt gen Süden orientiert und meist am Vorabend oder morgens im jeweiligen Hostel angerufen, um mir ein Bett zu reservieren. War so gut wie nie ein Problem, einzig in Christchurch gabs in meinem Wunschhostel kein freien Platz mehr (hab dann halt das nächstbeste genommen).

Die (Betten) gibts in verschiedenen Ausführungen / Raumtypen: Single (Einzelzimmer, nicht jedes Hostel hat welche), Double/Twin (Doppelzimmer, wenn als Einzelreisender unterwegs muss man ein wenig weniger als für zwei Personen zahlen), Shared (geteiltes Zimmer, 2-4 Betten), Dorm (Schlafräume, 5+ Betten). Ich hab immer in einem Shared Room genächtigt (Preisklasse um die 20$, meist ein paar Dollar weniger) und hatte dabei die diversesten Gesellschaften.



Rotorua, Spa Lodge, 3-Bett-Zimmer: Zwei Amis auf Welttrip, mein Alter, waren ziemlich fertig da wohl die Tage vorher viel gefeiert.



National Park, Howards Lodge, 4-Bett-Zimmer: Ein Schweizer, ein Deutscher Ex-Studi aus Dunedin und ein Israeli, alle etwa mein Alter.



Wellington (bzw. genauer Plimmerton etwas nördlicher von Wellington, da die Hostels in Wellington alle nur ein 60%-er Rating haben und laut einigen Leuten "gruesome" sein sollen), Moana Lodge, 2-Bett-Zimmer: Ein holländischer Abenteuer-Urlauber auf 3-Monats-Real-Life-Pause in Neuseeland. So um die Mitte 30, war u.a. schon in Venezuela im Dschungel mit Indianern und in der Sahara mit Beduinen unterwegs. Ist in Holland selbstständiger Schreiner und nimmt sich alle paar Jahre ein paar Monate Auszeit. War übrigens das mit Abstand beste Hostel auf meiner Reise, Einschlafen und Aufwachen zum Rauschen der Brandung (war auch die einzige Nacht in der ich richtig friedlich durchgeschlafen habe).



Takaka, The Nook Guesthouse, 3-Bett-Zimmer: Das Kuriosum schlechthin. Eine 62-jährige Dame namens Zoe die normalerweise in einem Old-Folks-Home wohnt und mit mir über Leben und Tod philosophiert hat .... ähhm ja, war irgendwie sehr anders. War übrigens die einzige Schnarcherin auf meinem Trip in den Süden.

Christchurch, Vagabond Backpackers (kein Foto, keine URL), 4-Bett-Zimmer: 2 Schweizer, 1 Asiatin, alle mein Alter. Hab nicht viel von denen mitbekommen, da ich recht zeitig ins Bett bin.

Zum Fahren hab ich mir 'nen Kompakt-Straßenatlas gekauft (Marke muss ich nochmal nachschauen) und zusätzlich fürs Feinere einen ausführlicheren Straßenatlas, den ich jedoch nie gebraucht hab. Der kompakte hatte alles, was das Herz für 'ne normale Tour begehrt: Entfernungsangaben bei Straßenabschnitten, ca. Reisedauer zwischen großen Orten, Straßenkarten für die größeren Städte und war somit vollkommen ausreichend.

Reiseroute

Der Vollständigkeit halber (und damit Ihr Euch ein besseres Bild von der Fahrt von Auckland gen Süden machen könnt) gibts die Reiseetappen nun in illustrierter Form. Bei den bereits online stehenden Berichten habe ich die Bilder zu Anfang des jeweiligen Artikels ergänzt.

Alle Teilstücke finden sich hier.

Freitag, 16. Februar 2007

Bilder der Tongariro Crossing online

Von 2007-nz-reise...


Zu finden hier.

Bilder sind durchkommentiert und ich hatte ja bereits kürzlich darüber geschrieben, daher keine großen Worte dazu.

07.02. Auckland nach Rotorua

Von 2007-nz-reise...


Am letzten Tag in Auckland bin ich nach dem Auschecken aus dem Railway Campus (hier ein Bild von dessen Eingangshalle) noch kurz in die Stadt um einige Besorgungen zu machen. U.a. musste ich noch eine Unfallversicherung für mein Auto abschließen.

Generell gibts wohl drei große Versicherungsunternehmen, die Automobile Association (kurz AA, Pendant unseres ADAC), die State (keine Ahnung, ob die wie der Name vermuten lässt, staatlich ist) und noch ein Drittes, dessen Namen mir entfallen ist. Ich habe aus Zeitmangel keine großen Vergleiche angestellt und bin direkt zur AA gegangen, kann also nicht sagen, ob das merkbar was ausgemacht hätte.

Versichert wird hier nicht das eigene Auto, sondern Third Party - Schäden. Falls ich in ein anderes Auto fahre, ist der dabei an diesem Auto entstandene Schaden gedeckt. Der Personenschaden einer ggf. im angefahrenen Auto sitzenden Person wird von deren Unfallversicherung getragen, geht mich also nichts an. Neben der Third - Party Insurance gibts es noch die Theft-Option, also Abdeckung gegen Diebstahl des eigenen Autos. Ich hab erstmal die Third-Party-Option abgeschlossen, kostet mich pro Jahr 194$. Wichtige Faktoren hierbei sind mein Alter (>= 25) und der Wohnort, der bei mir mit Dunedin deutlich überschaubarer und weniger verkehrsintensiv ausfällt, als z.B. Auckland. Würde ich in Auckland wohnen, müsste ich also mehr blechen. Die Theft-Option konnte mir der Versicherungsmensch noch nicht ausstellen, da ich ihm nicht sagen konnte, wo genau ich mein Auto parken werde. Das muss ich beim AA-Office in Dunedin also bei Gelegenheit noch nachholen.

Zusätzlich zur Versicherung habe ich für ca. 120$ im Jahr noch die Abschleppoption gebucht. Falls mir bei Reisen durch NZ also die Karre abraucht und ich Handy-Empfang bzw. ein Telefon in Reichweite habe, wird das Auto also zu einem Ort / einer Werkstatt meines Wunsches geschleppt (hätte auch eine Option für 30$ weniger gegeben, bei der dann einfach nur zur nächsten Werkstatt abgeschleppt wird).

Nachdem das dann erledigt war bin ich in Richtung Rotorua aufgebrochen. Rotorua ist eine Stadt, in der es von geothermischer Aktivität nur so wimmelt. Jedes Backpacker hat einen naturbetriebenen Spa-Pool, über der Stadt hängt ein latenter Schwefelgestank und im Umkreis gibts zig Parks mit zu bewundernden, thermischen Aktivitäten.

Als Zwischenstopp dahin hatte ich auf Empfehlung noch das Städtchen Tauranga mit Mount Maunganui angesteuert.

Von 2007-nz-auckl...


Der Strand war einfach Wahnsinn (bestand aus lauter kleinen Muschelscherben und hatte zwei kleine Berge in der Bucht) und die Aussicht auf dem Berg war trotz des etwas bewölkten Wetters den Weg den Berg hinauf (bisschen mehr als 1 Stunde rauf und wieder runter) wert.

Von 2007-nz-auckl...


Wieder vom Berg runter hab ich mich dann beeilt, um es noch halbwegs zeitig nach Rotorua zu kommen (war dann etwa gegen 19:30 dort). Dort hats nach dem Checkin im Hostel erstmal gut geregnet und ich hab mich mit Regenjacke auf den Weg zum Essen gemacht (zur Feier des Tages gabs ein kleines Festmahl, mhhhhh).

Von 2007-nz-auckl...


Mehr zum Hostel, der weiteren Fahrt, etc. im Laufe der nächsten Tage. Muss jetzt schnell in die Stadt springen, um mich dort mit ein paar Deutschen zu treffen, die ich heute kennengelernt habe (ohh neiiinnn, wie konnte das passieren ;) ).

Alle Bilder der Fahrt von Auckland nach Rotorua hier.

Schnarch (Internet @ University of Otago)



Sitze mal wieder in der Uni-Bibliothek, von der ich bei Gelegenheit Fotos machen und hochladen muss. Wo wir beim Thema wären. Der Internet-Zugang hier ist s u p e r - l a n g s a m, wird Zeit, dass ich mich um Internet fürs Flat kümmere. Während ich diese Zeilen tippe quält sich mein Picasa gerade damit ab, ein paar Bilder der Reise von Nord- nach Südneuseeland hochzuladen.

Immerhin habe ich nun zumindest generellen Internetzugang und speziell für kalte, lernintensive Wintertage wird die Bibliothek sicherlich zu einem der Orte, an denen ich mich die meiste Zeit aufhalte (ist im Gegensatz zu unserem Flat nämlich gescheit temperiert).

Mal ausloten, ob der Internetzugang nur zu bestimmten Tageszeiten so zäh ist oder generell.

Mittwoch, 14. Februar 2007

22xx km spaeter ...

... ist Sebastian in Dunedin angekommen und sitzt jetzt in der fetten Uni-Library (geoeffnet 24x7) am PC um Euch diese Zeilen zu schreiben. Noch hab ich hier zwar keinen Account, dafuer hat mir meine Wohnungsgenossing Ange (heisst eigentlich Angela) direkt mal ihren zur Nutzung ueberlassen. Bei dieser Gelegenheit uebrigens mal einen dicken Dank an die vielen Mitleser. Es macht echt Spass, nach ein paar Tagen wieder am PC zu sitzen und die netten Kommentare zu lesen, ich werd mich also anstrengen, Euch ab demnaechst - noch haben wir im Haus kein Internet - wieder ordnungsgemaess auf dem Laufenden zu halten.

Apropos Haus. Ich bin nur froh, dass wir beim Besuch von Tino in London schonmal Kontakt mit einem Bau nach britischem Standard gemacht haben. Wir haben zwar ultra-viel Platz, aber das wars dann auch schon (in der Kueche haben mich gleich mal
zwei Mausefallen begruesst).



Die zwei anderen Hausmitbewohner (wir sind dann summa summarum zu viert) Billy und Eliza trudeln im Laufe der naechsten Tage ein. Ich werde morgen erstmal die Grundausruestung fuer mein Zimmer (Desinfektionsspray, Bettzeugs, Muelleimer, Schreibmaterial, Poster, etc. ...) besorgen. Um die Ecke gibts zwar einen Countdown-Markt, der 24x7 geoffnet hat, das ist aber eher ein Supermarkt. Das omnipraesente Warehouse wo es so ziemlich alles gibt, was das Herz begehrt, hatte leider nur bis um 20:00 offen (was ich um 20:21 festgestellt hab). Ansonsten werde ich mir morgen noch mein Welcome-Package beim International Student Office abholen (wenns da was zu holen gibt, jedenfalls muss ich mal Hallo sagen) und mir fuers Einschreiben am Freitag die zur Verfuegung stehenden Kurse nochmal genauer unter die Lupe nehmen.

Bebilderte Doku gibts dann im Laufe der naechsten Tage. So far ...

Samstag, 10. Februar 2007

Skydive Pictures online

Von 2007-nz-skydive


Eine erste Auswahl gibts hier

Die dazugehoerige DVD mit Film vom Sprung werde ich die naechsten Tage kopieren und Sonja per Post zukommen lassen.

Freitag, 9. Februar 2007

Tag ? - Tongariro Crossing

Tag ? deshalb, weil ich aktuell jegliches Tagesgefuehl verloren hab. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist.

Wie auch immer: Heute bin ich von National Park aus (ist ein kleines Kaff, welches wohl nicht zu mehr dient, als Touries aufzunehmen) mit dem vom Hostel betriebenen Bus fuer 28$ ins Berggebiet des Tongariro National Park aufgebrochen. Durch dieses fuehrt die Tongariro Crossing, eine der laut Lonely Planet schoensten Tages-Wanderungen der Welt. Dort passiert man u.a. Mt Ngauruhoe, besser bekannt als Mt Doom aus Herr der Ringe, der von Frodo zur Entsorgung des Rings genutzt wurde. Die dazugehoerige Lava und das Auge von Mordor sucht man jedoch vergebens ;)

Da mein Internetzugang aktuell noch eingeschraenkt ist, hier lediglich mal wieder ein aus dem Netz geklautes Bild



Ebenso hab ich aktuell kein scharfes S und Umlaute, wer also Schreibfehler en masse findet, darf diese gerne behalten :)

Wanderung fuehrte steil ueber Stock und Stein und durch so viele Landschaftsformen, dass ich immer noch Probleme hab, die alle einzusortieren. Kurz gesagt war das eine Hammerwanderung. Sowohl von den Eindruecken als auch vom Ausmass her (zumindest fuer mich als Flachlandei). Es ging rauf bis auf 2200 Meter (auf und ab, auf und ab, ...), wir wurden uebelst eingeregnet (was ein Glueck, dass ich meine Regenjacke dabei hatte. Dafuer hats meinen Lonely Planet erwischt, der sieht jetzt aus, als waere ich schon Jahre in NZ unterwegs), mein Mitwanderer haben zwischendurch haufenweise Beinkraempfe geschuettelt (und der kommt frisch vom 3-jaehrigen Militaerdienst in Israel, tsss ...) und meine Wanderschuhe sehen jetzt richtig eingelaufen aus (zumindest wenn ich die wieder aus dem ganzen Schlamm gekratzt habe).

Nachdem wir bei der Tour leider neben dem Regen jede Menge Nebel und somit teilweise null Sicht hatten, steht jetzt schon fest, dass ich die Tour bei Gelegenheit nochmal machen muss. Wer von Euch also Lust hat, mich zu besuchen und sich die Wanderschuhe dreckig zu machen, ist herzlich eingeladen.

Morgen gehts erstmal in die neuseelaendische Hauptstadt Wellington und von dort mit der Faehre auf die Suedinsel, wo der naechste Stopp der Abel Tasman National Park mit seinen Paradies-Straenden sein wird.



Bilder der Tongariro Crossing werden nachgereicht.

Donnerstag, 8. Februar 2007

We are going down

Entweder hab ich heute vormittag im Thermal Wonderland zuviel Schwefeldampf geschnuppert oder ich hatte einen Sonnenstich, anders kann ichs mir nicht erklaeren, dass ich mich heute mittag 3600 Meter ueber dem Boden an der Ausstiegsluke eines Fallschirmssprungsflugzeugs wiedergefunden habe :) ...

Muss jetzt erstmal was Essen gehen, um das ganze Adrenalin aus meinen Venen zu bekommen. Bilder und Berichte vom Jump sowie der letzten Tage gibts, sobald ich mal nen ruhiges Internet-Eck gefunden habe.

Bis denn.

Dienstag, 6. Februar 2007

Taktfrequenz wird reduziert

Heute habe ich direkt mal mein neues Auto genutzt und bin ein wenig durch die Gegend gefahren. Erste Anlaufstelle (nach dem Tanken) war Aucklands Unterwasser-Aquarium namens Kelly Tarlton's (benannt nach dem Begründer des Aquariums). Dort hatte ich mich eigentlich auf die martialische Fütterung der blutgierigen Haie gefreut (hab meinen Besuch extra mit den online einsehbaren Fütterungszeiten abgestimmt), wer mit dieser Einstellung dort aufschlägt wird jedoch wohl eher enttäuscht sein. In einer viel zu engen, begehbaren Unterwasserröhre, mit zu wenig Sauerstoff und viel zu vielen atmenden und schwitzenden Menschen wird man Zeuge, wie sich zwei Taucher im Wasser bemühen den offenbar fressfaulen Haien die Futter-Fische ins Maul zu stecken.

Von 2007-nz-auckl...


Faszinierend hingegen fand ich die majestätisch über die Röhre schwebenden Stachelrochen mit Ihrem seltsamen Aussehen.

Von 2007-nz-auckl...


Die beim Eintritt fälligen 28$ (für Studis mit Studiausweis 21$) würde ich bei der nächsten Gelegenheit jedoch andernorts anlegen.

Nach dem ernüchternden Besuch gings mit Kopfweh (irgendwie ist das bei mir aktuell Dauerzustand, sind wohl zu viele neue Eindrücke, die hier mitzunehmen sind) gen Strand, um den Kopf durchzulüften. Mit Hilfe der tags zuvor gekauften Straßenkarte (kiwimaps "New Zealand Compact Travellers Atlas" aus dem Auckland Map Centre) konnte mich auch die berüchtigte Spaghetti-Junction nicht schrecken und ich hab den Weg zum angepeilten Muriwai Beach auf Anhieb gefunden.

Von 2007-nz-auckl...


Dort hieß es dann für mich "Das erste Mal Schwimmen in der Tasmanischen See".
Das Wasser war für mein Empfinden recht frisch und nach 10 Minuten Sitzen am Strand hat einen der feine schwarze Sand dermaßen paniert, dass das selbst mir auf den Wecker ging. Allzulang ausgehalten hab ich es dort nicht und bin dann wieder gen Auckland abgezogen.

Nach nunmehr einigen Tagen mit dem herzhaften Sandwich-Doddel-Brot hier (ich vermisse deutsches Brot schon jetzt), bin ich noch kurzerhand Eier, 'ne Zwiebel und Ketchup besorgen gegangen und habe mir in der riesengroßen Gemeinschaftsküche des Railway Campus aus Brotbelagresten, Sandwich-Brot und den Einkäufen ein kleines Bauernfrühstück gebraten. Eine Garnitur Kochgeschirr und Geschirr waren ja in der Zimmermiete enthalten, lediglich was zum Abspülen hat mir gefehlt. Das hat mir dann netterweise Karin geliehen, die mich in der Küche direkt als Deutschen identifiziert hat und die bereits viele der schönen Flecken bereist hat, die mir hier in Neuseeland noch bevorstehen (einige wunderschöne Fotos davon gibts übrigens unter http://www.karinkirchhoff.de/).

Nun bin ich bis obenhin eingedeckt mit schönen Reisetipps von sowohl Karin als auch von den beiden alten Neuseeland-Hasen Birgit und Daniel (wer von Euch beiden hat die Arbeit gemacht und wer will die Lorbeeren kassieren? ;) ). Dickes Danke hierfür.

Morgen gehts mit diesen (den Tipps) im Gepäck von Auckland aus gen Süden. Übergeordnetes Ziel ist nach wie vor meine Wahlheimat für die nächsten zwei Jahre, die beschauliche Stadt Dunedin an der Ostküste der Südinsel. Die erste, angepeilte Zwischenstation ist das Gebiet Rotorua mit seinen geothermischen Sehens- (Geysire, blubbernde Schlammseen, heiße Quellen, ...) und -riechwürdigkeiten (penetranter Schwefelgestank). Da ich damit auch erstmal vom ständig verfügbaren Internetanschluss getrennt werden, wird hier für ein paar Tage Sendepause sein.

In diesem Sinne: To be continued ...

Alle Bilder des Tages hier.

Montag, 5. Februar 2007

Auckland - Tag 3 / Rangitoto Island

Nachdem es am Vortag zeitlich nicht hingehauen hatte, bin ich heute extra früh aufgestanden um um 09:15 Uhr mit der Fähre am Ferry-Building nach - wie Sonja so schön gesagt hatte ;) - Rangitangi-Island zu fahren (heißt in Wirklichkeit Rangitoto, kann mir den Namen auch nie merken).

Von 2007-nz-auckl...


Das Ticket gibts für 20$. Mit einem der vielen Coupons aus der kostenlosen Infobroschüre "Auckland A-Z" (gibts am Flughafen und überall sonst, auch direkt vor dem Hafengebäude) gibts nochmal 10% Ermäßigung, kostet dann also 18$.

Rangitoto-Island ist durch einen Vulkan-Ausbrauch vor 600 Jahren entstanden und der dazugehörige Vulkan ist heutzutage erloschen (auch ohne Vulkan wars heute übrigens ganz schön warm). Der Krater selbst ist nahezu symetrisch, so dass der Inselberg von fast jeder Richtung aus betrachtet gleich aussieht.

Zurück zur Überfahrt. Diese dauert etwa 30 Minuten (Zwischenstopp in Devonport, einer kleinen Vorort von Auckland auf der nördlichen Seite des "Hafenbeckens"), bis dann etwa 100 Vulkankraterbesteigungswillige auf den Pier der südlichen Anlegestelle gespuckt werden. Ich hab die Meute erstmal von dannen ziehen lassen. So zumindest dachte ich, denn als ich 10 Minuten später ums erste Eck bog, stand ein Grand der Meute fleissig am Sammelpunkt für die gefahrene Straßen-Tour gen Krater (verläuft abseits des normalen Weges, stört also keinen der normalen Wanderer). Aber hallo?! Wie öde ...

Soll mir jedoch recht sein, damit war dann auf dem normalen Weg weniger (aber immer noch genug) los. Über Stock und Lava-Stein gehts die ersten 20 Minuten gemächlich den Berg hinauf, bis sich dann folgendes Schild auftut.

Von 2007-nz-auckl...


Yippie, na, welchen Weg habe ich wohl genommen? Für die, die mich nicht kennen, natürlich links, alles was sich nach Abenteuer und Nicht-Normal anhört ist immer gerne willkommen. Zwischendurch habe ich mich zwar immer wieder geärgert, dass ich keine Wanderschuhe und zudem nur kurze Hosen anhatte, aber immerhin wusste ich bereits, dass es in Neuseeland keine giftigen Viecher gibt (und somit auch nicht im Busch, durch den ich dann gewandert bin).

Von 2007-nz-auckl...


Hab mal ein paar Meter des Weges die Kamera mitlaufen lassen: Kostprobe.

Den Weg sind noch ganze zwei weitere Touris gelaufen, kann ich also nur empfehlen. Man hat seine Ruhe und es ist deutlich spannender als der normale Weg auf den Gipfel (den ich dann später talwärts gelaufen bin).

Nach dem wunderschönen Rundumblick auf dem Gipfelareal gings wieder an den Abstieg, den ich wie schon erwähnt auf dem normalen Wege angetreten bin. Ein Stückchen unterhalb des Gipfels geht von diesem ein Weg zu den sog. Lava Caves ab. Kurzer Blick auf die Uhr: Noch 45 Minuten bis zur Abfahrt der nächsten Fähre (übernächste dann wieder in 3 Stunden), Wegweiser ins Tal mit 45 Minuten Laufzeit versehen, Wegweiser zu den Lava Caves mit 15 Minuten versehen. Macht nach Adam Riese ... einen sprintenden Sebastian auf dem Weg zu den Lava Caves ;) Für die hätte man dann eigentlich eine Taschenlampe gebraucht, wie gut, dass ich ein Handy mit Fotolicht mein Eigen nennen kann. Die Caves sind mehr ein langezogener, ziemlich dunkler Tunnel (so an die 100 Meter lang), der gegen Ende so niedrig wird, dass man sich nur hockend vorwärts bewegen kann. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Von 2007-nz-auckl...


Am Ausgang angekommen, wieder zurück zur Weggabelung gesprintet, weiter ins Tal und pünktlich zur Fährenabfahrt am Pier gewesen. Bei der ganzen Sprinterei ist mir meine Wasserflasche im Rucksack aufgegangen, so dass mein Neuseeland-Reiseführer schon jetzt zu Beginn meiner Reise so richtig schön einsatzerprobt aussieht. =D

Im Laufe der Tour ist mir übrigens vor Augen geführt worden, wie schön es doch sein kann, Kinder zu haben .... NOT !! Erster Fall war ein kleiner Möchtegerne-Rambo (ca. 8 Jahre), der auf den ersten Paar Metern noch munter Lava-Felsbrocken durch die Gegend geschmissen und irgendwas mit "I am the king of ..." gebrüllt hat. Bei der zweiten Begegnung ein paar Höhenmeter weiter rauf den Berg hat sich das zu "I am tired of walking up that hill. I'll just drop." gewandelt. Einfach reizend, da macht der Familienausflug doch richtig Spaß.

Zweite nette Situation war auf dem Gipfel. Dort steht so nen alter bunkerähnlicher Bau (bisschen mehr als 2 Meter hoch), auf den 3 Kids (schätze die mal auf runde 14) gekraxelt sind. In Nähe dessen habe ich mein Mittagsessen verputzt und habe mich köstlich amüsiert. Einer der drei ist ohne Probleme einfach wieder von dem Teil runtergesprungen, den anderen zwei hats am nötigen Mum gefehlt. So sind die dann also in den diversesten Verrenkungen auf dem Dach des Bunkers rumgerutscht und haben sich verzweifelt versucht, irgendwie runterzulassen (natürlich vergeblich und das Minimum 15 Minuten lang, haha). Das Beste war noch der Kommentar von einem der Väter zu dem einen der auf dem Dach verbliebenen: "Hey, i thought you were the clever one! Why did you go up there if you are not able to get down again?! And i really thought you were smart...". Na, wenn das mal nicht moralische Unterstützung ist.

Von 2007-nz-auckl...


Alle Bilder des Tages hier.