Samstag, 31. März 2007

Invercargill (Rugby-Match) und Catlins

Diese Woche haben wir uns kurzentschlossen zu fünft zusammengetan und Tickets für das Freitags-Rugby-Spiel in Invercargill gekauft. Invercargill liegt ein wenig mehr als 200 km südlich von Dunedin. Rugby-Spiele gibts fast jedes Wochenende, wobei in der hiesigen "Rebel Sport Super 14"-Liga international (NZ, Australien, Südafrika) und nicht nur national gespielt wird, d.h. nicht jedes Wochenende gibts hier in der Umgebung zwangsläufig was zu sehen.

Freitag mittag haben wir uns gemütlich auf den Weg gen Invercargill gemacht und sind gegen 18:30 (etwa eine Stunde vor Anpfiff) in der Stadt angekommen. Kurz im Backpacker eingecheckt, geduscht und ab zum Spiel. Ich hatte keine Digicam dabei, daher muss ich die Bilder der anderen bei Gelegenheit nachreichen. Das hiesige Team, die Otago Highlanders, sowie deren Fans werden zu Spielbeginn von einem Schottenkrieger-Verschnitt der dem Teammaskottchen ähnelt (Schwert, Kilt, Teamfarben-Schminke und VoKuHiLa-Frisur) mit der Teamhymne eingestimmt.



Die besteht aus dem Ohrwurm-Refrain "Joho, Highlanders *summsumm (Text vergessen)*" und der abschließenden Phrase ".... welcome to the house of pain!". Pain war dann auch die nächsten 2 x 40 Minuten auf dem Feld angesagt, teilweise konnte man bis auf die Zuschauerränge das Knacken von Gelenken, Knochen o.ä. hören. Am Ende stands 21 : 17 für die Hausherren, alle waren glücklich und wir haben uns auf dem Weg ins Städtchen gemacht, um dort noch ein wenig weiterzufeiern.

Noch kurz was zur Atmosphäre im Stadium: Auf dem Spielfeld gings rund, auf den Zuschauerrängen hat man davon aber nicht immer alles gescheit mitbekommen. Wenn der Haufen Rugby-Hünen am anderen Ende des Spielfelds rumwuselt und irgendwo unter sich den Ball begräbt, leidet der Überblick. Entweder deswegen oder einfach aus Spaß am Trinken verbringen viele der Fans daher ihre Zeit mit Quatschen und Saufen (oder Saufen und Quatschen). Richtig mitreißendes Stadtionfeeling kam bei uns bis auf ein paar Ausnahmen (Einstimmungshymne, spannende Endphase des Spiels) nicht auf. Da die Gegner nicht aus Neuseeland kamen (waren Südafrikaner) und die Highlanders nicht die Mega-Mannschaft sind, kann die Stimmung bei anderen Matches sicherlich besser sein. Nichtsdestotrotz hats Spaß gemacht und wird nicht unser letztes Rugby-Match gewesen sein (und wenns nur wegem "Quatschen und Saufen" ist ;) ).

Am nächsten Morgen gings zeitig raus und für einen Kurzabstecher ins 20 Minuten südlich gelegene Bluff. Das ist die südlichste Stadt der Südinsel von Neuseeland, Fährhafen für die Überfahrt zu Stewart Island und obligatorischer Anlaufpunkt für Fototouristen.

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Von dort gings zurück nach Invercargill und durch die an der Ostküste liegende, Catlins genannte Landschaft wieder gen Dunedin. Catlins kann man gut und gerne als Geheimtipp bezeichnen, ein wunderschöner Aussichtspunkt jagt den nächsten und wir hätten alleine hier 2 komplette Tage verbringen können.

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Alle Fotos vom Trip gibts hier.

Roadtrip-Mitglieder waren: Norman, Judy, Michael, Christian, sowie meiner einer. Judy ist Normans Freundin aus den USA (ist hier aktuell auf 3-Wochen-Besuch) und Christian ist ein weiterer Deutscher, den wir hier schon vor ner Weile kennengelernt haben. War ne Ideal-Besatzung, alles sehr relaxt und lustig! Auf das der nächste Roadtrip bald kommen möge. Aufgrund der anziehenden Arbeitsbelastung in der Uni ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber leider recht gering... We'll see

Sonntag, 25. März 2007

Yum! 3$ Lunch @ Hare Krischna

Ich hatte Euch ja bereits ein paar Fotos vom leckren 3$ Lunch versprochen. Was man für sein Studentenbudget nicht so alles auf sich nimmt ;) Scherz beiseite, das Zeug schmeckt deutlich besser, als es beim Anblick vermuten lässt.

Einzige zwei Haken:
1) Jede Woche das gleiche Essensprogramm.
2) Die Jungs sind Veganer, als gibts kein Fleisch.

Von 2007-nz-duned...


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Freitag, 23. März 2007

Wanaka / Queenstown

Letztes Wochenende haben wir uns Samstags mit insgesamt 5 Leuten ins Auto gesetzt und sind Richtung Westküste gefahren. Ziel unserer Zweitagestour waren die Städtchen Wanaka und Queenstown.

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Queenstown dürfte den meisten ein Begriff sein. Hier wurde angeblich das Bungee-Springen erfunden und auch neben Bungee-Springen tummeln sich dort so allerlei verrückte Freizeitaktivitäten (Shotover Jet, Whitewater Rafting, Helikopterflüge. Näheres siehe z.B. http://queenstownadventure.com/). Queenstown ist also das El Dorado für Adrenalin-Junkies. Wanaka, welches 1 - 1,5 Stunden nördlich von Queenstown liegt, ist da wesentlich gemächlicher getaktet. Auch hier kann man die Vernunft in den Wind blasen und z.B. Skydiven gehen, aber das Städtchen ist eher sommerlicher Ausgangspunkt für Wanderer oder kleines Skiressort im Winter.

Von 2007-nz-wanak...


Wir sind also Samstags von Dunedin nach Wanaka gefahren, haben dort den irischen Nationalfeiertag St. Patricks Day im einzig offenen und dementsprechend gestopften, irischen Pub gefeiert und haben dann zu 5 in einem kuscheligen Zimmer genächtigt (ich idiotischerweise nur mit einem dünnen Bettlaken als Zudecke, hab mir prompt ne böse Erkältung eingefangen). St. Patricks Day ist hier übrigens nen großes Ding, gibt wohl genug (Möchtegern-)Iren hier. Bereits auf unserem Zwischenstopp in dem Kaff Alexandra um die Mittagszeit gabs dort in einem der Pubs Livemusik und komplett in grünen Klamotten rumlaufende Pubgäste.

Sonntags gings dann leider nur für nen kurzen Abstecher nach Queenstown. Ich hätte ja gerne St. Patricks Day dort gefeiert, bin dann aber wegen Queenstowns gehobenen Preisniveau überstimmt worden (Beispiel: Sushi die sonst um 6$ kosten, kosten hier 8$). Wir haben also erstmal nur das obligatorische Standardprogramm mitgenommen. Mit der Gondola rauf auf Bob's Peak, dort die traumhafte Aussicht genossen (auch wenn die nur halbsogut ist, wenn man sie sich nicht selbst erlaufen hat), ein paar Runden auf der Sommerrodelbahn (aka Luge) gedreht (ja, ich weiß, auf meinen Eierkopf passen keine normalen Helme) ...



... und dann auch schon wieder runter ins Städtchen, Fotos geknipst, was gefuttert und wieder Heimfahrt gen Dunedin.


Fotos finden sich hier.

Weitere Fotos (von Andrew) finden sich hier.

Mittwoch, 14. März 2007

Volljährig!

Wer hier nicht bei jedem Kneipenabend oder Alkoholeinkauf seinen Reisepass mitführen will, kommt hier nicht drum rum, sich die sog. 18+ Card zuzulegen.

Von 2007-nz-duned...


Diese stellt eine offiziell anerkannte Beglaubigung der Volljährigkeit dar und wird auf der Post beantragt. Dort holt man sich ein Formular ab, welches man ausfüllen (Alter, Anschrift, ...) und zu einem sog. Justice of Peace (Person mit Befugnissen wie z.B. offizielles Beglaubigen) bringen muss, der einem das Formular abzeichnet. Danach muss man mit dem Formular, dem Reisepass, einer Adressbestätigung (hab ich automatisch bei Ankunft von der Uni erhalten) und 20 NZ$ wieder zur Post und bekommt dann zwischen 1 - 2 Wochen später seine 18+ Card.

Jetzt bin ich also auch offiziell anerkannt über 18 Jahre und muss nicht jedesmal, wenn ich ohne Reisepass unterwegs bin, bangen ob ich nun in Pub a reinkomm oder in Supermarkt b Alkohol verkauft bekomme. Und das mit 26 Jahren ...

Montag, 12. März 2007

Another week has passed

Eigentlich wollte ich mich ja gestern schon hinsetzten und ein paar Worte zu letzter Woche verlieren, aber ich war a) den ganzen Tag mit Arbeiten für die Uni beschäftigt und b) soooooooo im Arsch von meinen sportlichen Aktivitäten, dass es einfach nicht hingehauen hat. Aber alles der Reihe nach.

Montag hab ich bei einer der Führungen durch die hiesige Science Library mitgemacht. Ich als Postgraduate Student kann parallel bis zu 30 Bücher für jeweils 4 Wochen ausleihen. Mein lieber Schwan, wer soll das denn alles lesen? Computerliteraturtechnisch hat mich die Bibliothek jedoch nicht von den Socken gehauen, mal schauen, wie mir das so über die Jahre ausreicht.

Dienstags (wie auch den Rest der Wochentage) war Mittagessen bei der hiesigen Hare Krishna "Gottes-Küche" angesagt. Dort gibts den 3$ Lunch (umgerechnet etwa 1.50 EUR): Einen Mega-Teller voll mit veganischem Essen plus Nachtisch und für ein paar Cent extra gibts auch noch die wohl besten Brötchen hier (ernsthaft, selbstgebackene Vollkornmehlbrötchen, mhhhhhh). Trotz Rudern und enorm gesteigertem Hunger reicht so ne Portion immer dicke aus um mich ins Schwitzen zu bringen. Nach dem Essen trabt man in die Küche, spült dort sein Geschirr vor und verfällt in Smalltalk mit den teilweise seltsamen, teilweise sehr lustigen Freaks die die Küche betreiben (wahrscheinlich wird man dabei unterbewußt rekrutiert). Fotos vom Futtern haben wir auch gemacht, die reiche ich demnächst noch nach, alles sehr bizarr (Essen auf dem Boden, Essen schmeckt deutlich besser, als es aussieht, ...), aber sättigend und günstig, was will man mehr?!

Mittwoch begann dann der "Party"-Teil der Woche. Wir sind in die Uni-Kneipe "Refuel" gegangen, weil dort internationaler Mentor- und Mentees-Abend angesagt war. Eintritt für umme und mit Mephymology war eine richtig nette Band am Start. Hab noch nie nen Frontmann mit Akustikgitarre gesehen, der so abging. Wir haben uns gleich zwei CDs von denen zugelegt. Donnerstag war Meet and Greet bei Michael und Andrew, Freitag war Geburtstagsparty von Matthias.

Eine anstrengende Woche, bin nie richtig alt geworden, denn mein Wecker bimmelt ja immer um 05:20. Was man sich nicht so alles freiwillig antut...

Dafür war dann Samstag so richtig schick. Nach morgendlichem Rudertraining sind wir zum Uni-Fitnesszentrum gegangen um unsere bereits im Vorraus reservierten Surfbretter inklusive Ausrüstung (Wetsuit, Schuhe, Dachträger) abzuholen und uns auf gen Strand zu machen. Kostenpunkt für die Ausrüstung pro Tag umgerechnet 13 EUR, super Deal.

Die Befestigung der Bretter aufm Dach war sehr abenteuerlich, hat aber überraschend gut gehalten. In Deutschland wären wir wahrscheinlich sofort von der nächstbesten Polizeistreife aus dem Verkehr gezogen worden.

Von 2007-nz-surfing


Von 2007-nz-surfing


Surfen selbst hat mich stark an Skifahren / Snowboarden erinnert. Zu Beginn jede Menge Schmerzen und Frustration. Wenn man aber fleißig Wasser schluckt (zwangsläufig), sich nicht unterkriegen lässt ("Warum müssen sich die Wellen eigentlich immer direkt vor mir niederbrechen, wenn ich grad aufm Weg ins tiefere Wasser bin?") und nach Möglichkeit noch - wie wir - zwei surferprobte Mädels dabei hat, hat man irgendwann das Grundgefühl raus und schaffts zumindest ein paar Sekunden halb aufgestellt aufm Brett stehenzubleiben. YES! Ist das cool, oder was?! =)

Von 2007-nz-surfing


Weniger cool war der dabei eingefangene Sonnenbrand. Michael hats richtig gemacht und sich nach der ersten Runde im Wasser zum Sonnenmilch-Zombie geschminkt, hätte ich wohl auch besser gemacht.

Von 2007-nz-surfing


Zur Stärkung nach dieser körperlichen Tortur haben wir uns abends zusammengetan und mit vereinten Kräften 8kg Kartoffeln zu Kartoffelpuffer verarbeitet.

Von 2007-nz-koche...


Zu mehr als Essen und nebenher DVD schauen, war aber leider keiner mehr in der Lage, also eine definitiv gemüüüüüütliche Angelegenheit. Für den Nachtisch hatten wir im Liquor-Store noch "guten" Jägermeister besorgt, den wir dann mit Vanilleeis gefuttert haben. Überraschenderweise schmeckt das sogar richtig gut. Liquor-Store war übrigens total verrückt, Größe ca. 60 m² und eine einzige Schlange von mit Alkohol beladenen Leuten komplett ringsum, man hätte grad meinen können, nächste Woche gibts keinen Alkohol mehr zu kaufen.

Sonntag durfte ich dann endlich mal meinen Wecker stumm lassen und ausschlafen, JAAAAA! Habe ich bis ca. 11:00 Uhr genutzt, mich dann an mein Labor-Journal gemacht (müssen jede Woche die im Labor erarbeiteten Erkenntnisse reflektieren, zählt am Ende 30% der Gesamtnote der "Network Security"-Vorlesung) und meinen ersten englischen Essay verbrochen. Titel: Case Study - "The Wellington Education Board: Converting to a New Payroll System". Abends haben den meine beiden Flatmädels gegengelesen, ich hab nochmal fleißig korrigiert und bin dann gegen 24:00 Uhr total groggy ins Bett gefallen.

Natürlich immer im Hinterkopf "Und täglich grüßt der klingelnde Wecker". Mal schauen, ob sich die Schufterrei lohnt und wir die Teams der anderen Unis bei den University Games am 12. April in Grund und Boden rudern können. ;)

Alle Bilder vom Surfen hier und alle Bilder vom Kochen hier.

Dienstag, 6. März 2007

Autsch ...

Was stimmt an folgendem Bild nicht (außer der Tatsache, dass ihr alles andere sehen wollt, nur nicht meine anmutigen Zehen ;) )?

Von 2007-nz-duned...


Ok, es ist schwer zu erkennen, wenn man den Zeh nicht am eigenen Leibe trägt, aber der 2. Zeh von links hat nicht nur eine dezent ungesunde Färbung angenommen, sondern ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gebrochen, gesplittert oder weiß der Geier was. Der Doc konnte das ohne Röntgenaufnahme nicht sagen, meinte aber die Heilungsprozedur ist in allen Fällen gleich, also können wir uns das Röntgen sparen. Das bedeutet die nächsten sechs Wochen Schmerzen beim Laufen und fröhliches Aneinandertapen des 2. und 3. Zehs.

Von 2007-nz-duned...


Zugezogen habe ich mir den Spaß, als wir gestern abend noch gemütlich 'ne Runde Frisbee spielen wollten, dann aber irgendwann zu Ultimate Frisbee und somit zu jeder Menge Gerenne übergegangen sind. Kleiner Tipp am Rande: Nicht barfuß spielen.

Warum trinke ich eigentlich hier 100 Mal mehr Milch als in Deutschland und breche mir dann nen Knochen? Das ist doch unfair ... Bin schonmal gespannt, wie sich das morgen beim Rudern bemerkbar macht. Heute morgen hatte ich aufgrund der Schmerzen beim Aufstehen noch ausgesetzt und bin liegengeblieben.

Montag, 5. März 2007

Rowing @ OURC

OURC steht für Otago University Rowing Club und ist neben den anderen Ruder-Clubs einer der drei Ruderclubs am hiesigen Hafenbecken.

Von 2007-nz-rowin...


Von 2007-nz-rowin...


Für eine Gebühr von umgerechnet 100 Euro im Semester bekommt man hier nicht nur professionelle Trainer zur Seite gestellt, sondern auch super Equipment zum Trainieren und die Aussicht auf viel Spaß bei der Teilnahme an den University Games, die vom 10. bis 13. April in der Nähe von Christchurch stattfinden.

Nachdem wir heute morgen beim Training mal wieder traumhaftes Wetter hatten und ich glücklicherweise sogar meine Kamera dabei hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt, die versprochenen Bilder nachzuliefern.

Meine finden sich hier.

Ein paar professionell geschossene vom Club selbst finden sich hier.

Sonntag, 4. März 2007

Das war die Woche

Eine Woche rum und mir kommts vor wie 'ne halbe Ewigkeit. Noch hat sich der Alltag also nicht so wirklich eingestellt. Yes! ;)

Studium: Mein "Academic English" musste ich leider wieder ausm Vorlesungsplan löschen, da deutsche Postgraduate Studenten nur Postgraduate Kurse belegen dürfen, um die Erlaubnis zu erhalten, zu Inlands-Gebühren zu studieren (und Academic English ist ein 100-Level Kurs, d.h. Erstjahreskurs).

Beim Abzeichnen meiner Kurse hat mich darauf natürlich keiner hingewiesen und erst durch den Hinweis einer deutschen Mitstudentin, die den Kurs eigentlich auch gern genommen hätte, dann aber aus Gebührengründen davon Abstand genommen hat, bin ich losgetigert und habe mir beim Gebühren-Büro bestätigen lassen, dass eigentlich alles OK sei (also meine Kurse mit Inlands-Gebühren im Computer stehen würden), die nette Dame aber besser nochmal nachfrage, damit es nicht zu späteren Komplikationen kommen würde. Kurz darauf kam sie wieder "Ah yes, we advice you to delete the paper ..." Denn nicht nur die Englisch-Vorlesung wäre mir dann bei der die Tage stattfindenden Gebührenprüfung mit internationalen - d.h. doppelt so teuren - Gebühren berechnet worden, sondern alle meine Vorlesungen wären dann gebührentechnisch umgestellt worden (Nachzahlung ca. 4000 Euro). What a bummer! Immerhin hab' ich jetzt den Montag vorlesungsfrei...

Vorlesungen waren bisher ganz OK. Interessant ist die Arbeitseinstellung mancher anderer Studenten. Man könnte ja eigentlich meinen, dass man nach 3 Jahre Uni (soviel Zeit haben die meisten meiner Kommilitonen bereits hinter sich) halbwegs wüsste, was von einem erwartet würde bzw. was einen erwartet. Wie dann dennoch einige andere Zeitgenossen ohne jegliche Schreibunterlagen bei Vorlesungen auftauchen, ist mir ein Rätsel. Noch besser war die recht familiär gestaltete Vorstellungsrunde bei unserer "Research Paper" Vorlesung. Jeder sollte Namen, Fachrichtung, Interessen und ggf. was einzigartiges zu sich erzählen. Gegen Ende erzählt doch so 'nen Chinese ohne Skrupel von sich "... Ich bin soooooooooooo faul, eigentlich ists mir sogar zu viel zu Vorlesungen hier in die Uni zu kommen.". Ähhh, hallo?! Wenn dem so ist OK, aber bindet man das dann seinem Prof auf die Nase, der einen die nächsten Wochen / Monate betreut???? LOL. In den Kursen sitzen neben mir auch noch jede Menge andere Ausländer (Mittlerer Osten, Asien), die jedoch meist schon seit Anfang ihres Studiums hier im Land sind. Andere Deutsche habe ich keine in meinen Kursen (tschakka).

Ansonsten konzentrieren sich meine Vorlesungen auf Donnerstag sowie Freitag und ich freue mich schon auf den vor uns liegenden Arbeitsaufwand. Freitags von 08:00 - 10:00 haben wir "Accounting Information Systems" bei dem wir jede Woche eine Gruppenausarbeitung erstellen müssen. Aufgabe wird Freitags gestellt, Abgabedatum ist der jeweils folgende Montag 09:00 morgens. Und was ist mit unserem Wochenende?! Fürs "Research Paper" dürfen wir fleißig akademische Journal Articles lesen und Anfang April steht schon die erste kleine Ausarbeitung (2000 Worte) an. Für "Computer Security" müssen wir uns ein hiesiges Unternehmen suchen, bei dem wir ein Sicherheits-Audit (Prüfung der IT in Hinsicht auf alle möglichen sicherheitsrelevanten Faktoren) durchführen und einen Business Report erstellen müssen. Das ist zwar alles noch etwas in mittelferner Zukunft, wird uns wohl aber schneller einholen, als uns lieb ist.

Bis dahin wird das Wetter schlechter sein und uns in unserer Arbeitsmoral unterstützen. Denn bei so gutem Wetter wie aktuell, ist es mit der Motivation zum Studieren nicht weit her. Heute sind wir auf der Suche nach einem Auto für Norman und Robert ein wenig durch die Gegend gefahren und sind dann letztendlich zum Ausgleich auf der Driving Range gelandet.

Von 2007-nz-golf-...


Mit Norman hatten wir dann auch gleich einen kompetenten Lehrer an unserer Seite ("Arsch raus, ganz locker aus der Hüfte, ..."). Aller Anfang ist schwer und so denkt man sich "Meine Fresse, im Fernsehen sieht das doch immer so leicht aus" während man die Bälle ins Unterholz haut oder den Boden vor den eigenen Füßen umpflügt ;) Hat einen Mordsspaß gemacht und ich hab sogar ein paar richtig gute Bälle getroffen und hinters 100m Schild gehauen. Das ist zwar nix im Vergleich zu den sonst auf dem Platz anwesenden Golfern aber für die ersten 30 Minuten Driving Range war ich dann doch ganz stolz auf mich *schulterklopf*. Hehe.

Vielleicht lags auch am Vorabend kräftig getrunkenen Zielwasser auf Katrins Flat-Einweihungsfeier. Fotos hier.

Von 2007-nz-flatw...


War richtig nett dort. Vertreten war natürlich wieder unsere riesige Deutschland-Fraktion, aber darüber hinaus auch zwei Kanadierinnen und ein Kanadier (Andrew, unser Quoten-Kanadier, immer und überall dabei), eine Mexikanerin, zwei Kiwi-Mädels, ein Schwede, ein Schweizer und noch einige Leute mehr, die ich nicht einordnen kann. Lustig bei so einem Event sind die Studienrichtungen, die alle anderen so belegen. Das Mädel aus Mexiko macht z.B. "Human Geopgraphy". Hätte das einem von Euch aus dem Stehgreif was gesagt? Wikipedia-Artikel dazu hier (Human geography, englisch) und hier (Humangeographie, deutsch).

Weniger lustig waren die auffällig vielen Raucher im Vergleich zu sonstigen Festivitäten hier. Hab' gemerkt, dass ich da in den letzten Wochen richtig allergisch geworden bin bzw. wie sehr ich mich schon an den fehlenden Rauch gewöhnt hab. Anm.: Rauchen in öffentlichen Gebäuden ist hier verboten, d.h. kein Rauch in Restaurants, Kneipen, Discos, etc.

So mittendrin (also zwischen lustig und unlustig) waren die Mädels die sich bis zur halben Besinnungslosigkeit gesoffen und rumgegrölt haben. So langsam versteh ich, warum Frauen mit proletenden, besoffenen Männern nix anfangen können ;)

Diese Woche haben wir zwar in der Stadt keinen draufgemacht, aber ich habe die gängigen Party-Locations abgelichtet und online gestellt. Diese findet ihr hier.

Von 2007-nz-party...


Mit unter der Woche einen draufmachen wirds für mich in den nächsten Wochen eh ein wenig schwer. Bin ja wie bereits schon erwähnt beim Ruder-Club der University of Otago eingeschrieben und deswegen heißts von Montag bis Donnerstag Aufstehen um 05:20 (Trainingsbeginn 06:00) und Samstags Aufstehen um 07:20 (Trainingsbeginn 08:00). Eine Woche hab ich schon hinter mir und bis dato machts richtig Spaß (die ersten Blasen an den Händen hab ich schon vorgekitzelt, Sonja wird sich freuen, wenn ich sie hier mit Schleifpapierhänden begrüße ;) ). Wir rudern im Meeresbecken zwischen Dunedin und der Otago Peninsula, verglichen mit dem damaligen Hafenbecken der Speyrer Rudergesellschaft ein göttliches Setting. Dazu noch ein traumhafter Sonnenaufgang und man ist für die Frühaufsteherei mehr als entschädigt. Bilder liefere ich nächste Woche nach. Bis dahin.