Dienstag, 26. Juni 2007

Sonjas spannende Reise

Sonja ist endlich hier (JUHU!) und steht grad neben mir in der Library und schlaeft fast im Stehen ein, nachdem sie waehrend ihrer Anreise gut was mitgemacht hatte.

Gestern frueh stand ich am Christchurcher Flughafen und hab festgestellt, dass ich ihre Flugnummer nicht hatte. Wir Helden hatten also nicht geklaert, mit genau welchem der vielen Fluege aus Auckland sie ankommen wuerde. Die etwaige Uhrzeit wusste ich und so stand ich bei zwei anderen Fluegen aus Auckland am Ankommterminal und hab freudig anderen Paerchen zugeschaut, wie die sich in die Arme gefallen sind ... Nur keine Sonja weit und breit.

Also dann erstmal zum Air New Zealand Schalter gelaufen, um ihre Flugnummer ausfindig zu machen. Trotz Privacy Act und hochsensiblen Kundendaten hat mir die Dame dann netterweise mitgeteilt, in welchem Flieger Sonja sitzt und dass dieser Flug mit Verspaetung ankommt. Wenn sich das mal nicht vielversprechend anhoert. Da fliegt man schon im Dauermarathon um die halbe Welt und hat dann auch noch Verspaetung :)

Am entsprechenden Gate hiess es Warten, Warten, Warten. Wieder kamen jede Menge Leute ausm Gate, aber keine Sonja. Irgendwann kam dann ein netter Security rausgestiefelt und hat uns mitgeteilt: "Hey guys, if you are waiting for someone, its gonna take ages. Baggage is missing and they are all lined up at the missing baggage desk...". Arme Sonja!

Innerlich hatte ich mich also schon auf eine total abgenervte Sonja eingestellt, aber nach Stunden des Wartens ging die automatische Gate-Schiebe-Tuer auf und heraus kam Sonja mit einem dicken Grinsen auf dem Gesicht. Na also, alles mit Humor nehmen. Den Rest kann sie Euch dann ja demnaechst selbst erzaehlen.

Donnerstag, 21. Juni 2007

HEAVY SNOW FOR PARTS OF SOUTHLAND AND OTAGO

Hier am anderen Ende der Welt beginnt der Winter so langsam seinen eisigen Griff zu festigen und es schneit immer öfter. Zwar (noch) nicht bei uns in der Dunediner City, die auf Meereshöhe liegt, aber ab 200 - 300 Meter aufwärts gibts kräftiges Schneetreiben. Bei uns gefriert es desnächstens lediglich.



Was die Skifahrer und Snowboarder freut, ist der Autofahrer Graus. Ob mans glaubt oder nicht, ein Großteil der Highways im Süden ist einfach gesperrt. Hab vorhin im Gym Malte getroffen, der eigentlich mit ein paar anderen Leuten nach Queenstown fahren wollte. Die Aktion musste wegen der Straßensperrungen erstmal vertagt werden. Da hatten wir letzte Woche also rückblickend richtiges Bilderbuchwetter erwischt.

Auf der aktuellen Straßenwarnungskarte des hiesigen ADAC-Pendants sieht das Ganze dan n folgendermaßen aus. Die roten Gebiete sind nicht wie aus Deutschland gewohnt die Gebiete die aktuell über 35° genießen dürfen ;), sondern diejenigen, in denen es Straßensperrungen gibt.



Alle mal fest die Daumen drücken, dass sich das im Laufe der nächsten Tage wieder etwas bessert, damit Sonja und ich nach ihrer Ankunft etwas durch die Südinsel touren können und nicht in Dunedin versacken müssen.

Dienstag, 19. Juni 2007

Kepler Track

Im Rahmen unseres 5-Tage-Ausflugs hatten wir auch eine kleine Wandereinlage geplant und da im Fjordland mit dem Milford-, Routeburn- und Kepler-Track drei der neuseeländischen Great Walks liegen, lag es nahe, einem solchen einen Besuch abzustatten.



Great Walks sind die hiesigen Deluxe-Wanderwege in jeder Hinsicht: Beste Aussichten, beste Hütten, bester Ausbau. Um es mit den Worten des hiesigen Naturschutzministeriums, des Department of Conservation (DOC) auszudrücken:

The Great Walks are the department's premier walking tracks, through areas of some of the best scenery in the country.


Die Tracks sind üblicherweise Mehrtages-Wanderungen und in der Hochsaison ist eine Vorabreservierung von Schlafplätzen in den Hütten erforderlich, da die Tracks dann von Hundertschaften an Touristen beackert werden. Im jetzigen Winter ist der Ansturm aber deutlich geringer und man kann einen solchen Track auch kurzfristig buchen. Die Hüttenleistungen sind verringert (keine Kohle und Brennholz zum Heizen vorrätig, kein fließend Wasser in der Hütte, keine Gaskocher) und die Damen im lokalen DOC-Office verichten alles in ihrer Macht stehende um unbedarfte Wandertouristen mit ungeignetem Equipment von solchen Tracks abzuraten.

Wir haben uns nicht abschrecken lassen (waren ja auch gut ausgerüstet) und sind eine Tagesetappe des Kepler-Tracks bis zur ersten Hütte auf 1100 Höhenmeter gelaufen, haben dort genächtigt und sind am nächsten Tag wieder zurückgelaufen. Belohnung dabei war ein Bilderbuch-Sonnenaufgang sowie Postkarten-Panormaansichten.







Nebenbei haben wir noch nette Leute kennengelernt. Kai und Hannes sind zwei Deutsche, die sich kürzlich in Neuseeland getroffen haben und aktuell zusammen touren. Kai hat seinen Promotion hinter sich und gönnt sich 6 Monate Pause auf Weltreise bevors ins Berufsleben geht, Hannes ist auf Work und Travel unterwegs und pausiert vom Studieren wenn ich mich recht entsinne. Daneben hatten wir noch Gesellschaft von zwei ebenfalls auf Weltreise befindlichen, englischen Mädels sowie einem etwas ruhigeren Argentinier, der sich seine Zeit mit Hermann Hesse anstatt mit uns vertrieben hat.

Kai sowie die Mädels hatte jede Menge interessante Weltreise-Geschichten zum Besten zu geben und so sind wir trotz des anstrengenden ersten Wandertages erst gegen 23:00 Uhr in unsere Schlafsäcke gekrabbelt.

Alle Bilder hier.

Das Beste an solch einem Trip sind die Momente, wenn man Alltägliches wieder richtig zu schätzen lernt: Einen flackernden Ofen in der Hütte der Wärme spendet. Die einfachen Gerichte, die nach Ankunft in der Hütte aufgekocht werden und deren Geruch in der Luft hängt. Die trockenen Klamotten in die man steigen kann. Der erste leckere Kaffee wenn man wieder vom Berg runter ist, schmeckt so gut wie noch keiner vorher und auch das mehr tröpfelnd aus der Dusche kommende, heiße Wasser der heimischen Dusche ist die reinste Wohltat.

In diesem Sinne auf noch jede Menge weitere Outdoor-Aktivitäten hier im Lande der Kiwis!

Sonntag, 17. Juni 2007

Roadtrip

Sind grad zurück vom selbstverordneten Tapetenwechsel und ich kann nur sagen, die letzten 5 Tage haben extrem Lust auf mehr gemacht. Große, weite Welt ich komme (zumindest wenn nach dem Studium noch Geld übrig ist ;) ).

Sind mit insgesamt 5 Leuten an die Westküste gefahren und haben dem Milford Sound einen Besuch abgestattet, sind die erste Etappe des Kepler-Tracks gelaufen (einer der Great Walks in Neuseeland) und haben das verlängerte Wochenende mit etwas Feiern und Seele baumeln lassen in Queenstown gekrönt. Alles hat gepasst: Wetter, Land, Leute, Programm. Einfach perfekt.





Ein paar erste Bilder hab ich schon hochgeladen (zu finden hier). Der Rest und etwas mehr Berichterstattung folgen im Laufe der nächsten Tage.

Sonntag, 10. Juni 2007

Besuch beim Hairdresser

Ein zentraler Unterschied zwischen Berufsleben und Studi-Existenz ist die Tatsache, dass man als Student (als Akademiker generell?) nicht immer so hunderprozentig auf sein Aussehen muss und sich trotzdem wohl fühlen kann. So gehts zumindest mir. Im Beruf gehört ein gepflegtes Äußeres dazu (ihr wisst ja: willst Du ernst genommen werden gehört auch ein seriöses Auftreten dazu), als wiederkehrender Studi gönn ich mir diesbzgl. aktuell eine kleine Auszeit. Daher sind auch etwa zweieinhalb Monate ins Land gegangen bis ich mich kürzlich mal wieder zum Friseur begeben hab. Wurde auch wirklich Zeit!

In Zaum gehalten, sahen die Haare garnicht schlecht aus, aber die jedes Mal in Form zu bringen war dann doch zu aufwändig.



Zudem hat sich mein Lockenkopf extrem bemerkbar gemacht und während ja alle irgendwie auf Locken abfahren ("Ach die sind doch süß"), bin ich davon nicht so angetan.



Ohne Gel ging die Friseur in etwa in die Richtung. Slightly exaggerated, aber was solls ;)



Wieder auf Normal-Länge zurechtgestutzt.



Einer der ersten Kommentare zum Haarschnitt kam von Christian: "Hey Sebastian, mit kürzeren Haaren siehste ja gleich nochmal viel jünger aus". Wo er Recht hat, hat er Recht.

Samstag, 9. Juni 2007

Verstärkung deutet sich an

Sonja hat mir soeben berichtet, dass Ihr neuseeländisches Visum eingetrudelt ist. Nach langem Hin und Her mit der neuseeländischen Botschaft in Berlin (keinerzeit unfreundlich, lediglich aufwändig), sowie zigfachem Nachsenden notwendiger Bestätigungen / Unterlagen ist sie nun also im Besitz eines neuseeländischen Arbeitsvisums, zu dem sie als meine Partnerin berechtigt ist (siehe die diesbzgl. NZ Einwanderungsbehörden-Seite Temporary Work Visa/Permit under Family Stream).

Bis zu Ihrem Abflug aus Deutschland sinds noch zwei Wochen und insofern Sonja etwas Zeit und Lust findet, über Ihre Erlebnisse bis dahin zu berichten, kanns sogar sein, dass sich hier ab und an ein Post von Ihr findet. Ab sofort also auf den Autor unter den Posts achten.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Brrrr

Heute hatten wir plötzlich richtig mies kalten Wind hier im schönen Dunedin und dann hör ich doch noch so nebenbei, dass es morgen bis ziemlich weit runter schneien soll.

Issued at 1:09 pm 7 Jun 2007 NZST
Saturday
North Island, showers clearing from western areas in the morning. A few showers continue in the far north. Mainly fine elsewhere. South Island, showers with snow down to low levels continue in the far south and coastal Otago. Becoming fine elsewhere.


So wirklich scharf bin ich darauf nicht, mal gespannt was genau "to low levels" bedeutet.

UPDATE: The day after. Schnee haben wir hier unten auf Seelevel zwar keinen, aber nichtsdestotrotz frische Temperaturen. In unserem Wohnzimmer kann ich schon meinen Atem sehen, Zentralheizung und ordentliche Isolierung sucht man hier vergebens. Wir haben zwar eine Klimaanlage im Wohnzimmer hängen, die wir anschmeißen könnten, damit würden wir aber nicht nur die Temperatur in ungeahnte Höhen treiben, sondern auch unsere so schon genügend hohe Stromrechnung.

Dienstag, 5. Juni 2007

Unterkunft fürs Halbjahr Nr. 2

Nachdem ich ja bisher in einem Flat der Student Accomodation untergebracht war, die aber keine Pärchen in Ihre Flats stecken, gings kürzlich auf die Suche nach einer Unterkunft für mich und Sonja ab Juli.

Neben Online-Flat-Suchbörsen (http://www.flatfinder.co.nz/, http://www.nzflatmates.co.nz/) gibts unter anderem die hiesige Variante von eBay namens Trademe (http://www.trademe.co.nz/) mit einer Flatabteilung, dutzendfache Aushänge an den schwarzen Brettern der Uni und natürlich Makler.

Bei einem der solchen bin ich dann auch fündig geworden. Hier also schonmal vorab ein paar Bilder der für NZ-Standards wie nen Luxustempel anmutenden Behausung in der wir dann ab dem 1. Juli nen Zimmer beziehen werden. Sind die Bilder aus dem Online-Katalog des Maklers, realitätsgetreue Bilder werden nachgereicht, sobald wir eingezogen sind.







Kostet inkl. Strom 210 NZ$ pro Woche, das sind auf den Monat umgerechnet knapp 470 €. Und wenn das schon für deutsche Verhältnisse happig scheint, dann ist das für hier unten (niedrigeres Lohnniveau) noch gleich mal nen Brocken krasser. Zu zweit mit ein wenig Ersparnissen aufm Konto lässt sichs aber stemmen und bei der Stromflatrate kann man dann den Heizer ohne Gewissenbisse laufen lassen ;)

Der Makler wird übrigens vom Vermieter bezahlt, wobei die Einmalzahlung an den Makler sicherlich auf den wöchentlichen Mietpreis umgelegt ist. Augenwischerei.