Dienstag, 31. Juli 2007

Backlog

Wenn man am Wochenende staendig unterwegs ist und dazu unter der Woche noch mit Assignments zugeschuettet ist, kommt man mit dem Bloggen garnicht mehr hinterher. Danke dennoch an alle treuen Leser, freut uns immer wieder, wenn nettes Feedback zu Bildern und Erlebnissen reinkommt.

Nachdem nun alle Bilder des Suedinsel-Rundtrips online sind, fehlen immer noch die Bilder unseres ersten gemeinsamen Tramping-Abenteuers. Damit nicht genug, gibts seit letztem Wochenende auch noch Wintersport-Erfahrungen/Bilder zu teilen, denn wir waren Skifahren und Snowboarden in Wanaka. Nicht ganz zu vergleichen mit unsren Alpen, aber denoch eine abwechslungsreiche Erfahrung.

Mehr dazu wenn mal wieder Zeit ist. Sitz gerade im Computer Labor, waelze C-Source-Code ohne Ende (an die Techniker: wir duerfen fuer ein Assignment die Interna von Qmail studieren. Ist zwar nicht der begehrteste der MTAs im Lande, aber wohl einer der aufgrund seines Sicherheits-Designs studierenswert sein soll. Postfix waer mir lieber gewesen.) und muss jetzt die Hufe schwingen um noch rechtzeitig vor unserem Dienstags-Volleyball-Spielen was zu essen.

Freitag, 27. Juli 2007

South Island Trip - Tag 8 und Tag 9

Von Picton aus gings auf abseits gelegenen Wegen entlang der Ostküste Richtung Süden nach Akaroa. 40km Gravel-Road-Serpentinen nahmen wir mal wieder in Kauf, um weitere Postkarten-Ansichten zu genießen.



Das Wetter machte uns jedoch teilweise einen Strich durch die Rechnung. Während wir zu einem Aussichtspunkt unterwegs waren, ist es so schnell zugezogen, dass von einer "Aussicht" nicht mehr die Rede sein konnte, als wir dort angekommen waren. Aber zumindest hatten wir etwas Bewegung während der langen Autofahrt.

Bei unserem nächsten Stopp hatten wir mehr Glück.



Gegen Abend betätigten wir uns dann als Retter in der Not. Wir hatten entlang des Highways nochmals angehalten.
(Sebastian hat bestimmt schon erwähnt, dass es hier überall Seitenstreifen zum Anhalten gibt, sowohl auf den Highways als auch in den Städten. Superpraktisch, wenn man sich auf der Straßenkarte orientieren muss oder Fotomotive entdeckt hat.)

Während wir also kurz hielten, kam jemand winkend auf uns zugelaufen und fragte, ob wir ihn und seine Freundin ein Stück mitnehmen könnten. Deren Auto bzw. die Gangschaltung hatte den Geist aufgegeben. Nachdem sie die letzten Km nur noch im dritten Gang fahren konnten und das Auto beim letzten Hügel ein ziemlich ungesund klingendes Geräusch von sich gegeben hatte, trauten sie sich nicht mehr, weiterzufahren. Die beiden waren superfroh, dass wir angehalten hatten, wenns auch eigentlich wegen des Sonnenuntergangs war =).



Nachdem wir die Ungluecklichen in Christchurch abgesetzt hatten, sind weiter nach Akaroa gefahren und am naechsten morgen extra frueh raus, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Sebastian hatte dazu extra nen nettes Fleckchen mit einer laut Tipgeberin "wonderful view" ausfindig gemacht. Passenderweise hatten wir dann aber mal wieder N E B E L! Und was fuer eine Suppe, war teilweise richtig spooky.



Danach recht unspektakulaere Heimfahrt nach Dunedin. Obligatorische Zwischenstopps beim Cookie Time Factory Outlet (mhh, lecker. Die Jungs stehen mit dem groessten gebackenen Cookie im Guiness Buch) und den Moeraki Boulders inbegriffen.

Die Bilder der Tage gibts hier und hier.

Dienstag, 24. Juli 2007

South Island Trip - Tag 6 und 7

Vor dem Start unserer Kayak-Tour erhielten wir eine Intensiv-Einweisung in Kayak-Grundlagen und -Sicherheitsmaßnahmen (was tun nach Kentern, Bedienung der Signalleuchten, ...) . Dabei hat sich direkt die Frage aufgetan: Wo war damals die Einweisung beim Kayaken in Thailand? Nicht existent, oder wie der Thailander wohl sagen würde: Mai pen rai =)

Ok, im Sinne des Angeklagten muss man natürlich bedenken, dass wir dort stets inner Gruppe mit Führer unterwegs waren. Der jetzige Trip in den Abel Tasman Park war ein sog. "Freedom Rental", also nur Kayak mit Ausrüstung.

In diesem gings entlang der Küste von Marahau bis nach Anchorage. Schöne Adventure-Einlage zwischendurch entlang der sogenannten Mad Mile, Wellengang par excellence.



Danach Einkehr in der DOC Hütte in Anchorage und kleiner Abendspaziergang.





Die Bilder des Tages gibts hier.

Für den nächsten Morgen hatten wir eine Halbtageswanderung im Abel Tasman National Park geplant. Über Stock und Stein gings bei perfektem Wanderwetter entlang faszinierender Küstenpanoramen von Anchorage bis Bark Bay.





Dort haben wir uns vom Water Taxi abholen und zurück nach Marahau bringen lassen.



Die Bilder des "Wander"tages gibts hier.

Anschließend sind wir am späten Nachmittag noch nach Picton weitergefahren (ca. 3 Stunden Autofahrt). Den Weg dorthin haben wir perfekt abgekürzt, indem wir gegen Ende nicht die etwas umständliche Highway-Strecke, sondern den "direkten" Weg über den Queen Charlotte Drive genommen haben. Har har. 20-30 km Serpentinen non-stop, Tempolimit 40 km/h (realistisch waren kurvenbedingt die meiste Zeit nur 20 km/h machbar), schöne Abkürzung ... Die wunderbare Aussicht, die man dort normalerweise als Entschädigung mitnimmt, blieb uns im Dunkeln leider vorenthalten. Die viel zu kurzen Wintertage kommen einem beim Reisen nicht entgegen.

South Island Trip - Tag 5

Mieses Wetter im Abel Tasman National Park. Auf besseres Wetter am Folgetag hoffend buchten wir für diesen ein Kayak bei Abel Tasman Kayaks.
Danach folgte ein erstes Anschnuppern des Coastal Tracks in den Park hinein.



Ansonsten stand Relaxen in unserer abgelegenen Unterkunft ("The Barn") an, und wieder gesund werden (Sebastian war zum zweiten Mal in diesem Jahr böse erkältet. Der Mann wird alt. Oder ists vielleicht das miese hiesige Wetter kombiniert mit der fehlenden Zentralheizung/Isolierung? ;) ).

Die Bilder gibts hier.

Discounts

Kuerzlich habe ich mir beim all-viertel-jaehrlichen Kathmandu-Sale neben zig anderen Dingen auch ein paar Wanderstoecke zugelegt. Da mein linkes Knie aktuell etwas muckt und wir desoefteren mit schwerer Last auf dem Ruecken unterwegs sind, lag so eine Anschaffung nahe.

Gluecklicherweise (und das hab ich erst im nachhinein gemerkt) hat mir die Kassiererin nur einen der beiden jeweils knapp ueber 50$ teuren Stoecke berechnet. Anstatt 100$ also nur 50$ gezahlt. Keine Ahnung warum, sollte mir aber recht sein.

Nachdem Sonja dann bei unserem ersten Wochenendtrip mehr Gebrauch von meinen Stoecken gemacht hat, als ich, hat auch sie beschlossen, sich welche zuzulegen. Ab in Kathmandu und mit den Stoecken an die Kasse ... Die Stoecke lagen sogar taktisch geschickt uebereinander und das Preisschild des unteren Stocks war nahezu komplett verdeckt. Anscheinend waren wir jedoch an eine Profi-Kassiererin geraten, denn ohne Zoegern kramte die den unteren Stock hervor und scannte auch dessen Preisschild. Meinen Platz direkt neben Sonja haette ich in diesem Moment gerne an jemand anderen abgegeben ;)

Dafuer, und nun kommt die ausgleichende Gerechtigkeit, gabs heute unerhofften Discount beim Eintragen in diverse Freizeit-Kurse hier an der Uni. Sonja belegt "Coffee Making" und "Italian Cookin", wir beide zusammen belegen, es geschehen noch Zeichen und Wunder, "Ballroom Dance for Beginners". Wie hat ne andere Deutsche so schoen gesagt, die auch nen Tanzkurs belegt. Man kommt ins heiratsfaehige Alter.

Bei diesen Kursen gibts unterschiedliche Preise fuer Studenten und Nicht-Studenten. Unter anderem recht bemerkenswerte Unterschiede. Das haette mal wieder mehr Ausgaben fuer Sonja bedeutet. Aber nein, man darf auch mal Glueck haben, auf Vorzeigen meiner Student-ID-Karte hat uns das nette Maedel nur Studenten-Preise berechnet.

Jetzt heists nur noch Warten bis Sonja mit den ersten leckeren Gerichten vom Italienisch kochen zurueckkommt. Ich kenn jemanden, der freut sich schon drauf. Mhhh.

Montag, 23. Juli 2007

South Island Trip - Tag 4

Fahrt von Greymouth nach Marahau (Abel Tasman National Park), zunächst entlang der nebligen Westküste.



Zwischenstopp bei den Punakaiki Pancake Rocks. Die heißen so, weil sie aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen.



Danach hieß es Abschied nehmen von Norman & Co., die sich auf den Rückweg nach Dunedin machen mussten, um Normans Studenten-Flat zu räumen.

Alle Bilder des Tages findet ihr hier.

Sonntag, 22. Juli 2007

Gruppenarbeits-Phaenomene

Im zweiten Semester stapeln sich aktuell die anstehenden Assignments, u.a. gehoert auch jede Menge Praesentieren dazu, mal alleine, mal in Gruppen.

So hat sich letzten Donnerstag in Vorbereitung einer unserer Gruppenpraesentationen was Skurriles zugetragen. Gruppe besteht aus 4 Leuten, zwei Kiwis, einer Asiaten und meiner Wenigkeit. Auf die Frage, wer sich unwohl beim Praesentieren fuehlt, gingen zwei Finger hoch: Ein Kiwi und die Asiatin schonmal ausgefallen. Daraufhin wandern ploetzlich alle Blicke auf mich und ich werde als Presenter ausgedeutet.

Hallo???? Zwei native Speaker in der Gruppe und die Wahl fuers Praesentieren faellt auf nen Deutschen, alles klar. Nicht das mir das was ausmacht, ganz im Gegenteil (dem vielen Kundenkontakt und Praesentieren bei CEMA sei Dank, herzliche Gruesse an die Ex-Kollegen bei dieser Gelegenheit), aber irgendwie gibts doch naheliegendere Rollenverteilungen.

Mittwoch, 18. Juli 2007

South Island Trip - Tag 3



Halbtagesmarsch auf den Foxglacier. Vier Stunden Wanderung durch den Regenwald auf den Gletscher, Steigeisen angezogen und ab aufs Eis, dann zurück. Alles bei strömendem Regen und Eiseskälte.
Fox Glacier ist übrigens einer von nur drei Orten auf der Erde, bei denen sich ein solch direktes Nebeneinander von Gletschereis und Regenwald beobachten lässt. Die anderen beiden Orte sind Franz Josef Glacier (NZ) direkt ums Eck sowie ein Gletscher irgendwo in Argentinien.





Nachmittags Weiterfahrt nach Greymouth. Durch den Dauerregen den ganzen Tag über wurden wir richtig gut eingeweicht, insbesondere haben wir beinahe unsere Kamera ruiniert, indem wir mit Wetter ignorierendem Dauerfotografieren ihre Wasserfestigkeit auf die Probe gestellt haben.

Übernachtung im Global Village. Dort haben wir ein paar nette Mexikaner getroffen, von denen wir uns das Zubereiten von Quesadillas (Tortillas, gefüllt mit Käse + alles mögliche, was passt) abgeschaut und gleich einen zum Probieren abgestaubt haben. Mhhhh, lecker.

Die Bilder der Gletscher-Tour gibts hier.

South Island Trip - Tag 1 und 2

Fahrt von Dunedin nach Wanaka. Treffen mit Norman, Judy sowie Judys Kids. Wie schon bei der Rückkehr vom Christchurcher Flughafen war es die meiste Zeit der Strecke dunkel, ich bekam also wieder nix von der neuseeländischen Landschaft mit.





Am nächsten Tag Weiterfahrt von Wanaka nach Fox Glacier. Diverse kleine Zwischenstopps along the way, u.a. bei den Blue Pools - Winterlandschaft de luxe. War leider schon dunkel, als wir an die Westküste kamen, vorerst gab es also keine beeindruckenden Views der rauhen Küste.

Alle Bilder des Tages gibts hier.

Dienstag, 17. Juli 2007

South Island Trip - Übersicht

Wir sind mächtig in Verzug mit News, jedoch häufen sich hier auf meinem Notebook die Bilder von sowohl unserer South Island Rundtour als auch von unserem kurzfristig beschlossenen Wochenend-Tramp am letzten Wochenende. Es gibt also jede Menge, worauf es sich zu warten gelohnt hat ;)

Hier schonmal die Übersichtskarte des Südinsel-Trips, so dass auch jeder halbwegs weiß, wo wir uns rumgetrieben haben. Waren insgesamt etwas mehr als 2000 km.



In etwas besserer Auflösung findet sich das Ganze hier.

Alles in Allem, eine Woche Neuseeland pur und wie gesagt jede Menge Fotos. Zu jeweils jeder Station / Strecke gibts in den nächsten Tagen portionsweise nen Blog-Eintrag mit entsprechenden Fotos.

Langfinger gibts auch in NZ

Wir hatten es kurz erwähnt, ich musste mir notgedrungenerweise eine neue Jacke beschaffen. Für alle die meinen Modegeschmack bei den ersten Trip-Bildern schon in Frage gestellt haben (siehe hier, die wunderbar kombinierten Kayak-Klamotten waren geliehen!!!): Nein, die alte Jacke war mir nicht zu langweilig, ganz im Gegenteil. Fakt ist, dass auch hier, am anderen Ende der Welt, böse Gestalten ihr Unwesen treiben.

Es war einmal, eine perfekte Jacke:


Am Samstag vor Sonjas Ankunft wollte ich nochmal schön einen draufmachen, der Abend war jedoch eher langweilig. Zu allem Überfluss hab ich mich dann noch mit Malte im Bowler getroffen. Malte ist super, kein Ding, aber der Bowler gehörte bisher nicht zu meinen Lieblings-Locations und das wird sich in Zukunft auch definitiv nicht mehr ändern.

Nachdem wir dort eine Stunde nett gequatscht haben und eine von Maltes weiblichen Flatmates ein paar gelernte deutsche Sätze zum besten gegeben hat (nicht kinderfrei, gibts nur auf Anfrage ;) ) wollten wir uns an den Abmarsch machen, doch - oh Schreck - im direkt neben uns gelagerten (!!!) Haufen unserer Jacken, war meine Jacke nicht mehr zu finden. Und das obwohl wir die ganze Zeit nebendran saßen. Ganz böse. Auch nach mehrmaligem Durchsuchen der Umgebung war die Jacke nicht aufzufinden.

So stand ich also im winterlich kalten Dunedin, nachts um kurz nach 01:00 ohne Jacke, sowie ohne Haus- und Autoschlüssel da (die waren nämlich in der Jackentasche gewesen). Und Abfahrt nach Christchurch um Sonja abzuholen, war für ein paar Stunden später angesetzt, was ein Schlamassel.

Lange Rede kurzer Sinn, meine alte Jacke ist weg, ich hab ne neue kaufen müssen (die gleiche hab ich leider nicht mehr gefunden), den Besuch bei einer ausländischen Polizei kann ich von meiner Liste der Lebensziele streichen (war dort um Anzeige zu erstatten) und auch hier gibts Idioten, die keinen Respekt vor fremdem Eigentum haben. Autoersatzschlüssel hatte ich glücklicherweise noch welche im Schrank und in die University Flats kommt man auch ohne Schlüssel 24x7 rein, den auf dem Campus operierenden Security Services sei Dank.

Am Freitag hab ich das Versicherungsformular für verlorene persönliche Gegenstände ausgefüllt. Drückt mal alle fleißig die Daumen, dass ich die Ausgaben für meine neue Jacke ersetzt bekomme.

Der Nachfolger:

Montag, 9. Juli 2007

Sonjas spannende Reise - Fortsetzung

Jetzt bin ich schon zwei Wochen hier und komm erst heut dazu, was von meiner Reise nach Neuseeland zu erzählen. Ist aber auch kein schlechtes Zeichen, so beschäftigt zu sein, oder?

Beweisfoto an die Skeptiker: Ich bin wirklich hier!



Also (Achtung an die Lesefaulen: VIEL TEXT ;) ):

Die Fahrt zum Flughafen in Frankfurt sollte mich schonmal auf neuseeländisches Wetter vorbereiten: kalt und regnerisch. Bei der Gepäckaufgabe wurde mir mitgeteilt, dass die Koffer nur bis Auckland durchgecheckt werden würden. Dort sollte ich sie also einsammeln, durch den Zoll gehen und sie für den Flug nach Christchurch erneut aufgeben. Kam mir schon umständlich vor, aber wenn man das so zu machen hat... Mit der Lufthansa gings pünktlich nach London. Und dann fing es an. Ich wollte schnell eine SMS nach Hause schreiben, dass ich die erste Etappe gut überstanden hatte, und hab dann festgestellt, dass mein Handy kein Netz findet bzw. sich nicht registrieren konnte. Ich hatte keine Ahnung, warum nicht, da ich bereits zuvor im Ausland mit diesem telefoniert hatte. Kam auch ganz toll, da ich meinen Eltern gesagt hatte, ich würde mich kurz von L.A. melden. Wie sollte das jetzt gehen?

Zeit, mir ein Telefon im Terminal zu suchen, hatte ich auch nimmer. Dachte ich zumindest. Konnte dann auch gleich in den Flieger der Air New Zealand steigen (Route London-L.A.-Auckland). Der hat dann allerdings zwei Stunden gebraucht, bis er endlich abgehoben ist. Die Zeit hätte also eventuell doch noch gereicht.

Sind also auch mit zwei Stunden Verspätung in L.A. angekommen und wurden mit dem Bus zur "Registrierung" gefahren. Beim anschließenden kurzen Aufenthalt im Warteraum hab ich festgestellt, dass mein Handy immer noch net ging. Sonst gabs nur Münztelefone. Ich hatte natürlich keinen Dollar dabei. Und als ichs dann mit Kreditkarte versuchen wollte, gings auch schon weiter. War schon klasse!

Nachdem wir vom Flughafen in L.A. abgehoben waren, hab ich dann gesehen, dass die geplante Ankunft in Auckland NACH meinem geplanten Weiterflug von Auckland nach Christchurch war. Houston, wir haben ein Problem. Hab dann eine Flugbegleiterin gefragt, wie das laufen sollte. War auch ganz stolz auf mich, weil das auf Englisch prima geklappt hat. Ich sollte also in Auckland raus, mein Gepäck abholen, zum Infodesk gehen und den Flug auf einen späteren umbuchen. Okay.

Schlussendlich wars aber so, dass viele meiner Mitreisenden ebenfalls nach Christchurch weiter wollten, sodass der Flieger auf uns gewartet hatte! Juhu! War mir jedoch etwas unsicher, was mit meinem Gepäck wär, laut Auskunft der Lufthansa-Dame hätte ichs ja abholen sollen, auf Nachfrage wurde mir aber gesagt, alle die mit Flug NZ303 weiterfliegen, da lang, Gepäck wird durchgecheckt.

Dann war ich endlich in Christchurch angekommen - mein Gepäck aber leider net. So gings noch ein paar anderen...also in der Reihe anstellen und Vermisstenmeldung aufgeben. Meine Koffer waren aber net verloren gegangen, sondern nur net so schnell wie ich "durchgecheckt" worden. Sie sollten nachmittags nachkommen und könnten dann abgeholt werden, demnach bis auf ein wenig Zeit totschlagen in Christchurch nix Schlimmeres. Also schnell durch den Zoll, und die Tür, und da stand Sebastian und hatte schon ewig auf mich gewartet. Geschafft!!! Und konnte endlich meine Eltern informieren, dass ich gut angekommen war.



Nach ein wenig Bummeln in der Stadt und nach ner neuen Jacke für Sebastian suchen (ganz andere Geschichte, Sebastian erzählt mehr) war das Gepäck dann nachmittags doch noch net da. Die Koffer sollten daher mit vorheriger, telefonischer Ankündigung zum Dunediner Flat geliefert werden. Ausgerüstet mit zwei Star Alliance Survival Kits (Schlaf-Shirt in XXXXXXL - one size fits all ... haha) gings also auf den Rückweg nach Dunedin und noch kurz im Warehouse vorbei um ein paar Wechselklamotten zu besorgen (sowas ist nach ner 2-Tages-Rund-Um-Die-Welt-Reise was sehr Begehrenswertes).

Späte Ankunft in Dunedin, entlang des Weges nix von Neuseeland mitbekommen, da schon alles dunkel war und ich nach der Hälfte der 4-Stunden-Strecke auch eingepennt bin. Sebastians Auto hat suuuper Schlafsitze!!! Elektrisch verstellbar, bis in richtige Liegeposition (Tino: Keine dummen Kommentare!!!)! Herrlich!!!!!

Am nächsten Morgen hatten wir festgestellt, dass das Gepäck anscheinend sogar schneller in Dunedin ankam als wir. Stand mutterseelenallein vor unserer Veranda-Tür. Soviel zum an den Koffern angebrachten Schild "DO NOT LEAVE BAGS UNATTENDED - IF NO ONE HOME RETURN TO AIR NEW ZEALAND"



Mehr zum dann angetretenen Neuseeland-Südinsel-Trip (und zu Sebastians notwendiger neuer Jacke) in den nächsten Tagen. Einen ersten Bilder-Vorgeschmack gibts hier.

Ganz liebe Grüße aus dem winterlichen Neuseeland (zumindest hier in Dunedin) ans sommerliche (?) Deutschland