Mittwoch, 26. September 2007

Die 10 sind voll

Gestern hat der 10. Kommentator zugeschlagen und somit unsere erste Postkarten-Zu-Verschenken-Runde beendet. Dank an Alle fuer die Beteiligung. Nach solch nettem Feedback werden wir das sicherlich wiederholen. Das naechste Mal dann von einem anderen schoenen Fleckchen Erde. Wir haben schon ein paar nette fuer die naechsten paar Monate in Planung, dazu aber bei Gelegenheit mehr.

Nun werden Sonja und ich uns erstmal auf die Suche nach wuerdigen Postkarten machen und uns kreativ austoben. Vorab: Die Post von hier nach Deutschland braucht ein paar Wochen.

Sonntag, 23. September 2007

Alltag und sonstiges Theater

Diese Woche stand nicht viel Aufregendes an, es gibt also keine üblichen Neuseeland-Bilder. Bei mir wollen weiterhin Uni-Assignments bearbeitet werden und Sonja übt sich in den (hiesigen) Gepflogenheiten des Job-Suchens. Somit, fällt mir gerade auf, tue ich ihr mit der Einleitung "nichts Aufregendes" Unrecht an, denn das ist ja für sie alles andere als unaufregend.

Neben dem ganzen Alltag war letztes Wochenende fein rausputzen angesagt, denn wir hatten Karten fürs Rat Pack. Inspiriert vom Original gabs satte 3 Stunden unterhaltsames Programm: Gute alte Swing-Klassiker mit Big-Band-Untermalung sowie Kalauer und Slapsticks en masse.



Sonja kam sogar zur Ehre, neben einem der sehr charmanten Sänger als Statistin auf der Bühne herzuhalten. Einer von uns hatte dabei mehr Spaß als der andere, ihr könnt ja mal die Rollenverteilung tippen. ;)

Summa summarum ein sehr herzlicher und lustiger Abend. Bilder (von Hannah, da wir unsere Kamera zuhaus gelassen hatten) gibts hier.

P.S.: Wo wir gerade bei Frank Sinatra & Co sind. Mir war garnicht bewusst, das Ocean's Eleven ein Remake des gleichnamigen Klassikers ist, bei dem die Jungs mitwirkten. Direkt mal für den nächsten Video-Abend vorgemerkt.

Donnerstag, 20. September 2007

Abgabetermine und Auswirkungen

Sitze gerade in unserem Postgraduate-Computer-Lab (zugaenglich fuer alle, die ihr Bachelor-Degree schon hinter sich haben) und hier ists nicht nur temperaturbedingt heiss. Aufgrund immer naeher rueckender Abgabetermine rappelt es derzeit oefter mal in den Gruppen, die gemeinsam an Assignments arbeiten.

Was ich dabei nicht abkann (neben generellem Lamentieren, was ich bereits hier erwaehnte), ist exzessives Laestern, das nichts zur Sache, sondern nur zur angespannter Laune beitraegt.

Wie passend, hat Tim Ferris gerade ueber sein "21-Day No-Complaint Experiment" geschrieben. Die Grundidee ist relativ simpel und sicherlich nicht revolutionaer: Anstatt nur zu Lamentieren, vorher darueber nachdenken, was man sagt und sich ueberlegen, wie man das zugrundeliegende Problem aus der Welt schaffen kann - es somit nicht mehr als geistigen Ballast mit sich rumschleppt und sich in einer positiveren Ausdrucksweise uebt.

Dadurch steigert die eigene Zufriedenheit und alle Mitmenschen haben was davon. So zumindest die Theorie, wer Lust hat kanns ja mal mit seinem Experiment probieren. Ich fuehl mich auf jeden Fall stark in Versuchung.

Mit einer aktuell notorisch lamentierenden Lab-Nachbarin hab ich dann gleich mal die Probe aufs Exempel gemacht. Ob es keine gesuendere Herangehensweise an ihre Gruppenarbeitsproblemen gaebe? Mhhh ... das naechste Mal einfach alleine ne Gruppe machen. Auch ne Loesung. Zumindest hatte sie anstatt der angespannten Miene gleich nen Grinsen aufm Gesicht. Etwas bringts zumindest und wenns nur kurzweilige gute Laune ist.

Mittwoch, 19. September 2007

Yaharr... ?!

Ahoy, ye' filthy bilge rats!

Wem heute zufaellig seltsam sprechende Gestalten ueber den Weg laufen, dem sei gesagt, dass heute International Talk Like A Pirate Day ist. So wie mir heute morgen geschehen, als ich das Radio angeschaltet hab und erst dachte, den falschen Sender erwischt zu haben.

http://www.talklikeapirate.com/howto.html

Montag, 17. September 2007

Postkarten zu verlosen

Da uns ja interessiert, wer so alles treu (oder weniger treu) unser Blog verfolgt, starten wir hiermit mal eine kleine Marktforschungsrunde. Motto: "Wer hätte gern Post aus Neuseeland?"

In diesem Sinne gibts für die ersten 10 Kommentare auf diesen Post eine Postkarte aus dem Land der Maoris, Schafe, Allwetter-Flip-Flop-Träger, vieler weißer, langer Wolken, fehlender Isolierung, Rugby-Verrückter, Extremsportarten und seltsamer Thermounterwäsche - dem Platz auf unserer Erde, an dem sich die Planetenarchitekten vorm Modellieren zu viele Postkartenpanoramen von anderswo angeschaut haben.

Also haltet Euch ran. Hier gehts zum Verfassen eines Kommentars.

Für all diejenigen, deren Adresse wir nicht haben, packt Eure Adresse mit rein. Wir müssen die Kommentare freigeben, bevor sie hier erscheinen, das hat aber eher technischen Hintergrund, als dass wir Euren literarischen Künsten misstrauen. Jeder ist eingeladen, ja jeder. Das gilt auch für Großeltern, kleine Geschwister und Unbekannte.

Samstag, 15. September 2007

Aenderung im Wochenplan

Aktuell streiten sich bei mir jede Menge Uni-Assignments um meine Zeit. Da ich Euch hier aber nicht mit Lamentieren auf hohem Niveau anoeden will (wer hat denn nicht viel zu tun? Ich kanns selbst schon nicht mehr hoeren) und mich ja immer schoen auf meine Golfbaelle konzentriere, gabs diese Woche kurzfristig etwas Abwechslung im Programm.



Am Mittwoch stand ein OUTC-Wednesday-Walk an, der diesmal in einer extended Version daherkam. Um 17:00 hies es Abfahrt gen Middlemarch (gute Autostunde von Dunedin entfernt) und dort im sog. Rock and Pillar Range im Dunkeln mit 10kg-Backpack innerhalb von 2,5 Stunden 1000 Hoehenmeter den Berg hoch, um die Nacht in der sog. Big Hut zu verbringen und am naechsten Tag wieder abzusteigen. Meine Oberschenkel melden sich immer noch gut zu Wort. Sonja tat uebrigens gut daran, zuhaus zu bleiben. Ihr war die Sache schon von Anfang an suspekt ("... viel zu anstrengend ...").

War eine sehr witzige, wenn auch etwas gehetzte, Angelegenheit. Da ich am naechsten Morgen um 09:00 wieder fuer ein Labor in Dunedin sein musste, war Aufstehen um 05:30 angesagt. Aufstehen um die Uhrzeit hat uebrigens nicht nur Nachteile ...:



Alle Bilder hier.

Donnerstag, 13. September 2007

Unbekanntes Terrain

Neuseelaendische Hinterlandtramps (hier, hier und hier), Snowboarden, Surfen, Single-Trail Mountainbiken, Skydiven. Alles kein Problem fuer mich, ganz im Gegenteil macht einen Heidenspass.

Heute Abend ist fuer mich jedoch Neuland angesagt. Ich wage mich in die Hoehle des Loewen und werde mich mit Sonja im Rahmen unserer ersten gemeinsamen Tanzstunde auf die Suche nach meinem Rhythmusgefuehl begeben. Wuenscht mir viel Glueck beim Finden.

Montag, 10. September 2007

Semester break

Als Warnung vorneweg: Es folgt diesmal wieder ein ziemlich langer Blogeintrag. Wer also keine Lust zum Lesen hat (was ich jedoch persönlich sehr übel nehmen würde :)), kann sich die Bilder der Woche gleich hier anschauen. Ansonsten gibts die auch nochmal am Schluss.

Von 25.08. bis 01.09. waren hier Kurzferien vom Studieren angesetzt. Wie Sebastian bereits geschrieben hat, haben wir die Zeit genutzt, um einen der hiesigen Great Walks, den Queen-Charlotte-Track, mit dem Mountainbike abzufahren.
Dieser ist übrigens der einzige, bei dem das möglich ist. Alle anderen können nur gelaufen werden.



Hier waren wir (= v.l. Sebastian, ich, Madlen und Carolin) noch frohen Mutes, nicht wissend, welche Strapazen uns in Form gemeiner Erhebungen in der Landschaft erwarten sollten ;).

Anmerkung von Sebastian (unter Freunden auch als Lord Helmchen bekannt): Fahrradhelme sind hier in Neuseeland Pflicht. Nicht nur das, auf dem Track - speziell für die Downhill-Passagen - schlicht zu empfehlen. Man spaltet im Fall des Falles (was ein Wortspiel) bzw. beim gegen die nächstbeste Palme fliegen lieber seinen Fahrradhelm als die werte Birne.

Die drei folgenden Tage Mountainbiken waren super anstrengend, der reinste Muskelaufbau hat da stattgefunden! Vorher dachte ich, der wehe Hintern würde das Schlimmste sein. Daran gewöhnt man sich aber nach einer Weile. Schlimmer waren die irgendwann ziemlich kraftlosen Oberschenkel, sodass man einige Anstiege zu Fuß zurücklegen musste. Da hats dann doch mehr Spaß gemacht, die Hügel über Wege, Steine, Wurzeln und kleine Bachläufe runter düsen zu können (nach einer Zeit der Eingewöhnung, bin ja kein Draufgänger). Und die grandiosen Ausblicke auf den Marlborough Sound und den Kenepuru Sound haben uns für die Anstrengungen auch mehr als entschädigt.





Bei unserer ersten Übernachtung auf dem Track hatten wir mit John und seiner Mahana Homestead Lodge das große Los gezogen. Von einer supernetten Begrüßung, als wir am ersten Abend endlich angekommen waren, über Schokoladenkuchen des Hauses als Dessert bis zu einem gemütlichen Doppelzimmer - wir konnten gar nicht anders als uns wohl zu fühlen. Sebastian kam sogar noch in den Genuss einer Spritztour mit dem Motorboot auf dem Sound, als er mit John unsere großen Rucksäcke zum Anleger gebracht und unsere Bikes abgeholt hat, die wir am Vorabend ein Stück vor dem Ende des Weges abgestellt hatten.

Die großen Backpacks wurden übrigens immer zur nächsten Unterkunft weitertransportiert. Wir hätten uns auch nicht vorstellen können, mit diesen auf dem Rücken auf dem Mountainbike unterwegs zu sein. Wir hatten allerdings erfahren, dass manche auf den Transport verzichten und diese selbst schleppen!??

Nach Abschluss des Queen-Charlotte-Tracks haben wir wieder in The Villa in Picton übernachtet, wo wir Gebrauch von dem dortigen Hot Outdoor Spa (40° warmes Wasser) gemacht haben, um unsere müden Knochen einzuweichen. Ein weiteres Highlight während des Winters ist der Apple Crumble mit Eis, den es abends um acht Uhr kostenlos als Dessert gibt. Lecker! Beim Apple Crumble-Essen haben wir noch Marcella und Steffi kennen gelernt, zwei supernette deutsche Mädels, die für drei Monate in Australien, Neuseeland und Asien Urlaub machen. Wir konnten mal wieder feststellen, dass man sich mit manchen Menschen auf Anhieb blendend versteht! Die beiden haben uns inzwischen auch auf ihrer Weiterreise durch NZ in Dunedin besucht, und wir haben nochmal einen netten Abend mit ihnen erlebt.

Apropos nett :), ich muss hier mal noch sagen, dass es bisher mit allen Leuten, mit denen wir auf unseren Trips unterwegs waren, richtig Spaß gemacht hat. Und das ist schon was besonderes, besonders bei unserer Megagruppe auf dem Routeburn Track, denn je mehr Leute dabei sind, desto schwieriger kanns natürlich werden. Hiermit sei gesagt: Mitreiseprädikat erfüllt! =)

Sebastian hatte sich dann am nächsten Morgen verabschiedet (wie er schon bei einem früheren Eintrag erwähnt hatte) und wir drei Mädels sind weiter nach Kaikoura gefahren, wo es Pelzrobben, ein Wolken-Wal und süüße Lämmchen auf der Kaikoura Peninsula zu sehen gab.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Christchurch, wo wir zwei Nächte blieben. Sightseeing, Busfahrt nach Lyttelton (Hafenstädtchen auf der Banks Peninsula), ein Mini-Track zum Ausguck auf Christchurch sowie Besuch des Opshop-Gigs standen hier auf dem Programm.

Am Tag danach hieß es zurück nach Dunedin, mit Umweg über Lake Takepo und Lake Pukaki (mit unwirklich türkisblauem Wasser) sowie den Moeraki Boulders.







Alle Bilder dieser Woche gibts hier.

Von Golfbaellen und Kaffee

Von einem unserer Professoren haben wir zu Beginn des Semesters ein gebundenes Vorlesungs-Skript ausgehaendigt bekommen. Inklusive Farbcover und vollgepackt mit allerlei fachlichen Informationen, lag es bis dato eher unberuehrt in meinem Regal.

Eben hatte ich mich daran gemacht, einige der enthaltenen Artikel naeher zu studieren und dabei ist mir eine Trennseite mit einem nichtfachlichen Artikel ins Auge gesprungen.

A Mayonnaise Jar and Two Cups of Coffee

"There's always time to clean the house...". Wie wahr. In diesem Sinne, konzentriert Euch auf die Golfbaelle.

Samstag, 8. September 2007

Rugby Worldcup

Rugby ist der hiesige Nationalsport. Waehrend also zuhaus in Deutschland so ziemlich jeder Junge von seinem Papa einen Fussball in die Wiege gelegt bekommt, ist das Traumziel der Neuseeland-Kids die neuseelaendische Rugby-Nationalmannschaft. Das mag sicherlich auch erklaeren, warum die Kerls hier im Mittel ne ziemlich beeindruckende Statur haben.

Zurueck zur Nationalmannschaft. Besser bekannt als All Blacks (Trikotfarbe ist schwarz) befindet sich diese momentan ganz nah bei Euch, naemlich in Frankreich. Dort findet zur Zeit die Weltmeisterschaft im Rugby statt und Neuseeland ist als heisser Anwaerter auf den Titel angereist (amtierender Meister ist England).

Heute ist das erste Spiel der All Blacks und die Italiener duerfen als Gegner (aehm) ranhalten. Die Statistik verspricht schonmal ein lustiges Spiel, bisherige Ergebnisse lagen immer im Bereich 100:10 fuer Neuseeland.

Hier ein Vorgeschmack darauf, was die Italiener direkt vor dem Spiel erwartet: Der traditionelle Haka (Maori-Gruppentanz, der von den All Blacks als eine Art Kriegstanz aufgefuehrt wird):





Wer sich jetzt noch nicht in die Hosen gemacht hat und Lust auf mehr All Blacks Videos hat, findet derer zu Genuege bei YouTube (Link). Wir werden uns nun nachher die vollste Bar suchen und in der (hoffentlich vorhanden) Menge begeisterter Neuseeland-Rugby-Fans das Spiel geniesen (23:45, Zeitverschiebung sei dank).

Das Spiel wird uebrigens, als eines der Topspiele der WM, auch in Deutschland vom DSF ausgestrahlt (Programmlink). Wer also um 13:40 in Naehe eines Fernsehers ist, kann ja mal reinschalten.

Freitag, 7. September 2007

Routeburn Track - Nachschub

Nachdem ich beim Eintrag zu unserem Routeburn Track die sonstige Bilderflut zu Gunsten der Time-to-Market missen ließ (und alle nach mehr Bildern geschrien haben), gibts nun Nachschub.



Hier gehts zur vollen Bilder-Dröhnung.

P.S.: Bilder vom 3-Tages-QC-Mountainbiken stehen schon so gut wie vor der Haustür, also einfach mal die nächsten Tage vorbeischauen. Für die treuen Leser hier schonmal ein paar Stichworte: Return of Lord Helmchen, Geschmacksverirrungen bei der Klamottenwahl, Wahnsinnslandschaftsaufnahmen.

Montag, 3. September 2007

Kiwi Style

Nach so mancher Begegnung mit Einheimischen (auch Kiwis genannt) muss man dann doch manchmal schmunzeln. Gerade kürzlich gabs wieder ein paar solche, daher ein kleines Best-Of:

Kiwi 1: Getroffen im Portage Bay Hostel Shop. Wir am zweiten Tag unserer QC-Fahrradtour, ausgehungert ohne Ende und hatten keine Lust was zu kochen. Daher ab zum Hostel-Shop, um ein paar deftige Burger zu ordern. Was wir nicht wussten: Dieser macht um 17:00 Schotten dicht und ab 16:30 gibts kein Takeaway-Food mehr. Da wir um kurz vor 17:00 vor der Theke standen, wollte der Typ erst nicht so richtig, hat sich dann aber erweichen lassen, nachdem die Mädels ein paarmal nett gegrinst haben. So und nun kommts. Kurz bevor er in die Küche verschwindet, geht er kurz in sich und meint doch tatsächlich: Wenn ihr mir schnell helft, dann kriegt ihr das Zeug für die Hälfte. Wir haben uns das natürlich nicht zweimal sagen lassen und haben nach kurzem Burger-1x1 unsere Burger selbst gemacht (und das mit allem was draufgepasst hat). Obendrauf gabs noch ne Runde Milchshakes für umme. Letztendlich hat sich rausgestellt, dass der Shop vor kurzem verkauft wurde, der Typ hinterm Tresen seine letzten paar Shop-Tage absitzt und keinen wirklichen Bock mehr hat. Lustig wars (und supergünstig)! Wenn ich da an Deutschland denke, fällt mir direkt GESUNDHEITSAMT ein!

Kiwi 2: Mein Busfahrer von Picton nach Dunedin. Gemächlicher, aber in bester Kiwi-Manier, stämmiger Mitt-50er. Wir waren mit einem relativ alten Busmodel unterwegs, bei dem die Fahrertür auf der einen und die Passagiertür auf der anderen Seite war. Nach der ersten Pause in Kaikoura schließt der Typ die Passagiertür am Bus auf und geht auf seine Fahrerseite um dort die Öffnungshydraulik für die Passagiertür zu aktivieren. Das wiederum war nem jüngeren Kiwi-Passagier wohl nicht klar, der erst sanft und dann weniger sanft versuchte die Passagiertür zu öffnen. Der Busfahrer kriegt das mit, macht auf dem Weg zur Fahrertür kehrtwend, kommt ums Eck und meint in aller Seelenruhe (aber mit deutlicher Bestimmtheit): "Hey young lad, if you are gonna yank on that door like that, i am gonna kick your aaaass". Jeder der schonmal hier war, kennt das schön lang gezogene ass-A. Köstlich.

Kiwi 3 und 4: Der Style mancher Studis hier ist total schräg. Klamotten bzw. Accessoires sind teilweise schmerzhaft retro und Skateboards sind total in (wann ist Euch der letzte Skateboarder über den Weg gefahren?). Zwei solcher Gestalten haben mich kürzlich köstlich amüsiert. Der erste hatte ne geile Sonnebrille a la dieser hier auf (wie 80er ist das denn?) und dem zweiten ist beim Obercoolen-Hey-Schaut-Her-Ich-Hab-Nen-Geiles-Skateboard-Und-Bin-Sowieso-Der-Hengst skateboarden das Board außer Kontrolle geraten und auf die Straße gerollt. Zu dämlich, dass genau in diesem Moment nen fetter Laster vorbeikam und das gute Stück mehr oder weniger in Sägespäne verwandelt hat. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. ;)

Kiwi 5: Der letzte im Bunde und der allerkomischste Vogel. Unser Flatmate Cameron. Studiert Accounting, verbringt den Großteil seines Tages in seinem Zimmer und ernährt sich ausschließlich von Dosenspaghetti. Sein Vokabular umfasst "Hi" und etwas Gebrummel. Sobald das erste "Hi" am Tag seine Lippen verlassen hat (wenn überhaupt), gibts den Rest vom Tag nix mehr von ihm zu hören. Sowas dermaßen sozialinkompatibles hab ich noch selten gesehen. Als Sonja und ich letzt in der Küche waren, klopfts plötzlich an der Hintertür. Ich mach auf, draußen steht nen Mädel. Ich sag "Hi", und das Mädel schlüpft wortlos an mir vorbei und ins Haus. War natürlich schwer zu erraten, zu wem die Gute wollte. Da haben sich zwei gefunden.

So sieht übrigens unsere Küche aus, wenn Cameron mal ein paar Tage vor sich hinwerkelt.



Naja, aber solche Flat-Küchen gibts ja nicht nur in Neuseeland =)