Vor zwei Tagen sind wir also in Sydney gelandet und haben mittlerweile die ersten Stadterkundungen hinter uns. Und ja, auch wir haben es gemacht - das Opernhaus in 1000 verschiedenen Variationen abgelichtet. =)
Sydney ist zuallererst anders als Neuseeland, denn mit etwas über 4,1 Millionen Einwohnern kommt es beinahe an die komplette Bevölkerungszahl Neuseelands (4,25 Millionen) heran. Das heißt, Sydndey ist ne Großstadt - mit allem, was dazugehört, allen voran jede Menge Leute.
Und da es nicht nur jede Menge Leute, sondern auch jede Menge zu sehen gibt (sind gerade auf dem Sprung zum Zoo), fassen wir uns erstmal kurz und lassen ein paar erste Bilder sprechen.
Sonntag, 30. Dezember 2007
Sydney
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Was die Zukunft bringt?!
Nach diversesten Planänderungen über die letzten Monate steht die Reiseplanung für die nächsten Monate. Bereits morgen brechen wir unsere Zelte hier in Neuseeland ab und werden uns die nächsten 5 Monate auf eine "extended" Rückreise nach Deutschland begeben. Treue Begleiter: Unsere Rucksäcke, die nun straff mit dem gefüllt sind, was wir so alles für notwendig erachten.
Auf dem Reiseplan stehen neben dem nun direkt anstehenden Australien (2 Monate), China sowie die angrenzenden Südostasienstaaten Vietnam, Kambodscha, Laos, Thailand, Malaysia und Singapur (insgesamt 3 Monate).
Alles in allem die gewöhnliche Ansammlung für Globetrotter, für uns jedoch in keinster Weise gewöhnlich sondern heiß ersehnt und mit Spannung erwartet. Auf der einen Seite ist es komisch, hier die Zelte abzubrechen und ein kleines-großes Lebenskapitel zu schließen, andererseits locken andere Länder und Menschen sowie der aktuelle Luxus der freien Zeit mit einer Verheisung von jeder Menge neuen und bereichernden Erfahrungen.
Aktuell sind wir erstmal froh, morgen im Flieger nach Syndey zu sitzen. Die letzten Tage waren damit gefüllt, die Wohnung hier aufzulösen und alles damit Verbundene zu organisieren (was nehmen wir mit, was bleibt hier, was geht heim, wie gehts heim). Das ist nun alles geklärt, wir haben vorhin die Wohnungsabnahme hinter uns gebracht und die überzähligen Koffer gen Deutschland geschickt, halleluja!
Jetzt hau ich mich erstmal ins Bett und kuriere mein Monster-Kopfweh aus. Wir melden uns aus Sydney wieder.
Mount Cook
Auf die letzten paar Tage Neuseeland sind wir nach zähen Verhandlungen mit meiner besseren Hälfte kurzentschlossen zu Mt. Cook gefahren (ca. 350 Kilometer von Dunedin im Herzen der Südinsel). Dort gibt es, gutes Wetter vorausgesetzt, einen wunderschönen 1-2 Tages Trip zur auf 1800 Meter gelegenen, von schneebedeckten Bergen umringten, Mueller Hut.
Wir sind also gegen 17 Uhr aus Dunedin losgefahren, waren gegen 22 Uhr in Mt. Cook Village, haben es uns die Nacht über im Auto "gemütlich gemacht" und sind morgens um 7 Uhr aufgebrochen, um die Route zur Mueller Hut in einem Tag zu laufen.
10 Stunden und einige unvergessliche Aussichten und Anblicke später, waren wir glücklich wieder am Carpark um uns wieder auf den Heimweg zu machen. Ich etwas glücklicher als Sonja. Ihre Glücklichkeit hielt sich nach insgesamt 2000 Höhenmetern Hinauf- und Herabsteigen und den damit verbundenen schmerzenden Füßen / Knien / Oberschenkeln etwas in Grenzen. Was man nicht zuliebe seines "verrückten" Freundes so alles macht.
Alle Bilder findet ihr hier.
Mittwoch, 26. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Küstenregion Catlins
Nach den Aktivitäten in Queenstown und Wanaka haben wir uns auf den Rückweg nach Dunedin gemacht. Anstatt die direkte Inlandsroute zu fahren, sind wir über Invercargill (wer "The World's Fastest Indian" gesehen hat, bei dem sollte es jetzt klingeln) und die dort anfangende Küstenregion, genannt Catlins, gefahren.
Catlins, das sind bilderbuchhafte grüne Neuseelandhügel entlang des Meeres, gefüllt mit den obligatorischen Schafherden. Neben schönen Aussichten kann man dort etliche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die nur bei Ebbe zugänglichen Cathedral Caves oder den ältesten Leuchtturm Neuseelands am Nugget Point bewundern.
Weiterhin - und dieses Wissen verdanken wir einem netten Reisenden - kann man in Neuseeland im Allgemeinen und wie wir herausgefunden haben, auch sehr gut in den Catlins kiloweise Muscheln aus dem Wasser ziehen.
Dazu suche man sich bei Ebbe einen Meeresarm bzw. eine kleine Bucht mit flachem, knapp hüfthohem, aber nicht stehendem Wasser und fahre mit der Hand durch den lockeren Schlick. Neben ein paar aufgescheuchten Krebsen ("huch!") findet man dann mit etwas Glück auch ein paar Muscheln. Gutes Indiz für solche Muscheln sind algenartige Gewächse im Wasser, die im Sand keinen Halt hätten und ihre Existenz somit auf steinigen oder muscheligen Untergrund hinweist.
Bon Appetit! Mit dem erfolgreichen Muscheln-Suchen und -Essen (!) bescherten wir unserer Rundreise ein lustiges und würdiges Ende. Spaß hats gemacht und Steffen vermisst jetzt schon Neuseeland.
Die restlichen Bilder findet ihr hier.
Montag, 24. Dezember 2007
Merry Christmas!
Allen treuen Mitlesern wünschen wir auf diesem Wege frohe Weihnachten!
All diejenigen, die dem Missglauben aufsitzen, wir würden uns hier dauerhaft in der Sonne räkeln, mögen bitte hier klicken, um das obige Foto mit dem Wetter zu sehen, welches wir am Heiligabend hatten. Dunedin gehört nicht zur sonnigsten Ecke Neuseelands ;)
Da wir uns aber demnächst nach Australien aufmachen, machen wir uns aktuell keine Sorgen um ein wenig Sonnendefizit. Dazu und zu allen weiteren Plänen bald mehr. Bis dahin, frohes Schmausen und schöne Feiertage.
NZ-Rundreise: Öfter mal was Neues
Wie Sonja bereits geschrieben hatte, gings für uns auf getrennten Wegen im Bus nach Queenstown zurück. Dass wir überhaupt einen Bus nehmen mussten liegt daran, dass der Routeburn Track ein Highwaytechnisch super ungünstig gelegener Track ist. Nachdem man die 30 und ein paar Kilometer des Tracks zurückgelegt hat, kommt man nämlich nicht am Startpunkt raus, sondern in etwa 300 Straßenkilometer entfernt.
Wieder in Queenstown zurück, haben wir uns dem "Adrenalin"-Programm gewidmet, was die Umgebung zu bieten hat. Bungee-Springen und Skydiven haben wir außen vorgelassen, denn das kann ja jeder ;) (zumal der Spaß nicht ganz billig ist und ich bereits vor längerer Zeit jede Menge Geld beim Skydiven gelassen habe).
Steffen und Sonja haben sich in ungewohnte Höhen begeben und sind einige der "Herr der Ringe"-Filmlocations auf dem Pferderücken abgeritten, während Sebastian sich mit "Mad Dog Riverboarding" in die Fluten des Kawarau Rivers geschmissen hat.
Beim Reiten galt die Aufmerksamkeit der beiden Erst-Reiter vornehmlich dem unter ihnen befindlichen Pferd. Die Szenerie war super, aber um diese auch während des Reitens richtig genießen zu können, ist etwas Vertrautheit mit dem Fortbewegungsmittel Pferd vonnöten! Ansonsten überlegt man sich weniger, was wohl hinter der nächsten Ecke für eine schöne Aussicht kommen mag, als vielmehr, was dem Gaul als nächstes einfällt (z.B. abrupt stehen bleiben und grasen).
Die Unternehmungslust war noch nicht gestillt, daher gings umgehend weiter nach Wanaka. Sebastian hat sich dort einen Tag im Naturwunderland für große Jungs gegönnt und ist mit Deep Canyon auf einen Ganztagestrip (Big Nige) in die Schlucht des Niger Streams zum Canyoning (zu gut deutsch Schluchtln) verschwunden.
Zur Abschluss ist Steffen dann noch mal eine Runde zum Ballern ins "Have a Shot" gegangen; Sonja und Sebastian haben ihre restlichen Kräfte beim Klettern im "Basecamp Wanaka" verbraucht.
Was eine Gaudi!
Alle Bilder finden sich hier (Reiten), hier (Canyoning) und hier (Klettern).
UPDATE: Auf Anfrage von Hannah, hier noch ein paar Details zu den beiden Aktivitäten von Sebastian, um das Bild abzurunden.
RIVERBOARDING
Riverboarding war ganz ok, wenn man den Preis bedenkt. Für 129 NZ$ gabs einen halben Tag Programm, verglichen mit 169 NZ$ für einen Bungee-Sprung von der Kawarau Bridge, der am Fließband innerhalb von ein paar Minuten abgewickelt ist; also weniger Geld für mehr Erlebnis.
Nach einem ca. halbstündigen Einweisungs-Drill-Camp, bei dem man in einem ruhigen Randbett des Flusses erklärt bekommt, wie man mit dem Board umgeht und wie wichtige Handzeichen der Guides zu deuten sind, gehts ab in die Fluten. Die ersten paar Hundert Meter sind die anstrengendsten (geht direkt durch die Roaring Meg, falls sich jemand von den Ex-Kiwis an den Roaring Meg Lookout zwischen Cromwell und Queenstown entsinnen kann). Es gilt, dass Board in die richtige Richtung zu halten, überhaupt das Board festzuhalten, nicht zu viel Wasser zu schlucken und KRÄFTIG mit den froschfußähnlichen Flossen zu strampeln. Krämpfe im kalten Wasser sind fast vorprogrammiert (bin glücklicherweise gerade so an zwei Fußkrämpfen vorbeigerutscht).
Danach gehts mehr oder weniger gemütlich treibend den Fluss hinunter. Kurz vor Ende beginnt der m.E. richtig lustige Teil. Einer der Guides kommt mit einem Jetski angedüst, im Schlepptau ne Matte, auf der sich jeweils zwei Abenteuerlustige versuchen können, festzuhalten, während sie durch die Schlucht gebrettert werden. Am Endpunkt der Flussfahrt angekommen, gibts weitere drei lustige Beschäftigungen: Klippensprünge aus 6, 12, und 15 Metern (zumindest waren das die Höhen die uns die Guides gesagt hatten und dem flauen Gefühl im Magen nach zu urteilen kommen zumindest die höheren Angaben gut hin), ne steile Wasserrutsche direkt in den Fluss, die man in jeder erdenklichen Position auf dem Board runterheizen kann (ich bin auf dem Rücken liegend mit Kopf nach vorne gerutscht, hab also nicht gesehen wos hinging), sowie ne Art Liane mit der man sich heldenhaft in die Mitte des Flusses schwingen kann und dort mehr oder weniger elegant den Abgang probt (meinem versuchten Rückwärtssalto kam irgendwie bereits auf halber Strecke die Wasseroberfläche entgegen).
Was mich prinzipell etwas gestört hatte - und ich glaube, das würde mir beim Rafting genauso gehen - ist, dass man irgendwie immer den Fluss runterkommt ohne selbst viel mitzuwirken. Man strampelt zwar wie nen Bekloppter und lenkt sein Board, das aber immer nur nach Anweisung der voranschwimmenden Guides. Ich fänds besser, den Fluss selbst deuten zu können und selbst zu entscheiden, was zu tun ist, damit man nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert ist. Aber das ist für so ne Veranstaltung deutlich zu viel verlangt. Weiterhin waren wir jede Menge Leute, so dass sich oftmals regelrechte Menschentrauben im Wasser gebildet haben. Aber wie gesagt, für 129 NZ$ nen netter Zeitvertreib.
CANYONING
Zum Canyoning, bevor ich jetzt endlos weiterschreibe, nur eins: HAMMERGEIL! Ich hatte in Österreich bereits nen Canyoning-Trip gemacht und der hier war die absolute Steigerung. Abseils, Klippensprünge, Naturrutschen, eine verückte Aktion nach der nächsten und das non-stop den ganzen Tag lang. Sehr empfehlenswert.
Wir waren mit dem Chef der Company, Dave, in einer Vierergruppe unterwegs (mehr nehmen die auf dem Trip, den ich gemacht hab gar nicht mit) und Dave hatte mindestens so viel Spaß wie wir. Verrückter Kerl, sehr ansteckend und einfach nur lustig. Mit 280 NZ$ nicht der billigste Spaß (in Europa in aller Regel günstiger), wer aber auf sowas steht, der kann sein Geld nicht besser investieren.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Milford Sound
Direkt am Endpunkt des Routeburntracks haben wir uns von einem Bus, der Richtung Milford Sound unterwegs war, aufsammeln lassen. Wir waren Steffen und Sonja. Sebastian hat sich gleich in einen Bus in die andere Richtung, d.h. zurück nach Queenstown gesetzt, da er bereits im ersten Semester durch den Milford Sound gecruist war.
Ich hatte bereits einen Teil des Milford Sounds gesehen, u.a. Mitre Peak, als wir nach dem Milford Track mit dem Boot abgeholt wurden. Bei der Cruise, die Steffen und ich gemacht haben, fährt man noch aus dem Sound hinaus aufs offene Meer und wieder zurück, wobei man aber nicht mehr etwas völlig Neues zu sehen bekommt.
Also an alle diejenigen, die es mal nach Neuseeland verschlägt, und die dann den Milford Track laufen: Die Milford Sound Cruise könnt ihr Euch danach sparen, da man bereits während der Wanderung und danach auf der 20-minütigen Bootsfahrt genug vom Sound sieht.
Für alle anderen ist der Sound mit seinen schroff aufragenden Felsklippen ein Pflichtpunkt auf der Rundreise, auch wenn Steffen weniger vom Sound selbst, als vielmehr von der Organisation des Bustrips begeistert war (u.a. gabs im Bus "The World's Fastest Indian" zu sehen).
Die Bilder gibts hier.
Sonntag, 16. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Routeburn Track
Nachdem wir den Routeburn Track vor einigen Monaten nur ansatzweise gegangen sind und Steffen während unserem Track im Nelson Lakes National Park so langsam Geschmack an schönen Aussichten gefunden hatte, haben wir uns nach der Verschnaufpause in Wanaka / Queenstown aufgemacht, zu dritt die Bergwelt unsicher zu machen.
Ähnlich wie der Milford Track, ist der Routeburn ein Great Walk und somit in der Sommersaison fully serviced, was bedeutet, dass Gaskocher, fließend Wasser und normale Spültoiletten (anstatt Plumpsklos) zur Verfügung stehen.
Weiterhin bedeutet das, dass man im Voraus 40$ pro Nacht und Nase für eine der Hütten entlang des Tracks bezahlen muss. Das mag einem viel vorkommen (zum Vergleich nen Hostel-Bett kostet hier so um die 23$), kommt aber nicht nur der jeweiligen Hütte, sondern auch der kompletten Track-Instandhaltung entgegen. Great Walk bedeutet ebenso, dass man gut daran beraten ist, für die Hauptsaison gut im Voraus zu buchen, weil die Betten in den Hütten begrenzt und sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebt sind.
Im Gegensatz zum Milford ist der Routeburn dank kürzerer Tagesstrecken deutlich angenehmer zu laufen, steht dem Milford in Punkto spektakulärer Aussichten zwar etwas nach, was aber keinesfalls bedeutet, dass diese nicht sehenswert wären.
Alle Bilder der drei wundervoll glücklich machenden Tage abseits der Zivilisation finden sich hier.
Freitag, 14. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Wanaka / Queenstown
Im Zentrum der südlichen Südinsel finden sich zwei nicht allzu weit voneinander entfernte, ähnlich gelegene Städte, wie sie jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten: Wanaka und Queenstown.
Letztere hat international einen Ruf als Adrenalin-Hochburg und gilt als Mekka für alle Thrill-Suchenden. Sie ist Heimat der ersten kommerziellen Bungee-Site – A.J. Hackett's Kawarau Bridge, sowie Buchungszentrum für allerlei andere verrückte Freizeitbetätigungen (Bungee hat seine Wurzeln übrigens in den Naghol-Springern auf Vanuatu, einer der vielen kleinen Inselstaaten, die sich ähnlich wie Samoa im Südpazifik befinden. Dort schmeissen sich die männlichen Stammesmitglieder mit Lianen befestigt von Holzgerüsten, um für fruchtbares Land zu sorgen ... sieht sehr schmerzhaft aus, was bin ich froh, dass wir in Deutschland so was wie Dünger kennen).
Wanaka hingegen liegt etwas mehr als eine Autostunde nördlich von Queenstown. Ähnlich wie Queenstown direkt an einem See gelegen und von Bergen umgeben, ist Wanaka die relaxtere Version von Queenstown; nicht jeder hier will und muss alles ausprobieren, was die Pumpe beschleunigt und das Publikum ist im Schnitt etwas älter. Nichtsdestotrotz finden sich auch hier allerlei kurzweilige Beschäftigungen für zwischendurch und ich habe bereits einige Deutsche kennengelernt, die Wanaka während ihres Neuseelandaufenthalts wegen seiner sehr angenehmen Atmosphäre zu ihrer Lieblingsstadt erklärt haben.
Nach unserem Trip die Westküste herunter, dienten Wanaka und Queenstown erstmal dazu, unsere Batterien aufzutanken, stand für uns doch ein paar Tage darauf einer der Great Walks, der Routeburn-Track auf dem Plan. Wir waren also noch nicht auf Thrill-Suche, was einem spaßigen Programm jedoch keinesfalls im Wege steht.
Zuallererst hat sich Sebastian einen lang gehegten Wunsch erfüllt und hat im „Have a shot“ mit Steffen ein paar Runden Munition im Spielparadies für große Jungs verballert.
Danach haben wir uns kollektiv die Hirnwindungen im „Puzzling World“ verknotet. Auch wenn Sebastian erstmal skeptisch war, weil fast jeder Wanaka-Besucher dorthin rennt und lediglich ein dämliches Turm-Bild mitbringt, hat sich die Skepsis schnell gelegt. Für 10$ gibt’s dort Beschäftigung für einen ganzen Nachmittag. Für alle, die gerne mal die grauen Zellen rauchen lassen, sehr empfehlenswert.
Nach einer Nacht im nahe Queenstown gelegenen Arrowtown, haben Steffen und Sonja eine Runde in der „sexiest machine alive“ gedreht. Im Helikopter gings eine halbe Stunde lang über Queenstown und Umgebung.
Letzer Programmpunkt war der obligatorische Gondola-Besuch. Hoch über Queenstown gibt es eine wunderschöne Aussicht über Lake Wakatipu (an dem Queenstown gelegen ist), und diese Aussicht muss man sich nicht mal selbst erlaufen, denn die Gondola genannte Seilbahn bringt einen direkt dorthin. Oben angelangt gibt es neben der Aussicht eine am Berghang gelegene Kartbahn, die man mit gravitationsbetriebenen Plastikschüsseln (Rennrodeln, zu englisch Luges) runterheizen oder -schleichen kann (je nach Lust und Laune). Leider nicht bis ganz ins Tal, sondern nur um die Bergstation rum, spaßig ist die Angelegenheit trotzdem. Nachdem Sonja und Steffen nicht auf meinen Rat hören wollten und die Ticket-Combo „Seilbahn-Fahrt plus 3 x Rodeln“ gewählt hatten (anstatt 5 x Rodeln), standen sie etwa 90 Minuten später wieder am Auto und meinten „... hätten wir doch 5 x Rodeln genommen“. =)
Sebastian hat sich die Fahrt auf den Berg gespart und stattdessen beim gummizugseil-assistierten Luftkissenspringen vergnügt. Sehr günstiger Spaß für nur 10$, Freifallfeeling und Saltos inbegriffen.
Alle Bilder finden sich hier (Wanaka) und hier (Queenstown).
Mittwoch, 12. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Westküste
Auf dem typischen Neuseeland-Reiseplan kommt nach Nelson der obligatorische Abstecher in den Abel Tasman National Park mit seinen Paradies-Stränden. Nach Abwägen der Optionen, der verfügbaren Reisezeit und Berücksichtigung der Traumstrände, die wir bereits in Samoa gesehen hatten, haben wir uns jedoch auf direktem Weg die rauhe Westküste entlang in den zentralen Süden der Südinsel begeben.
Entlang des Weges, der größtenteils aus Kilometer fressen bestand, sind wir bei der Buller Gorge über die längste Hängebrücke Neuseelands gelaufen (muss man nicht gemacht haben), haben uns mal wieder die Punakaiki Pancake Rocks angeschaut (die Jungs haben gerade einen neuen Parkplatz gebaut, den es vor ein paar Monaten noch nicht gab, da spürt man direkt die aufkommende Touri-Saison), bewunderten den Sonnenuntergang in Hokitika (der entlang der Westküse generell sehr schön zu bewundern ist, je mehr Wolken, desto besser) und sind zum Terminal des Fox Glaciers gelaufen (auf dem guten Teil waren wir ja bereits; weder obendrauf- noch davorstehen war sonderlich berauschend).
Für Indoor-Eisklettern in Franz Josef hatten wir weder Zeit noch Geld, warteten doch noch allerlei andere geldfressende Aktivitäten in Wanaka und Queenstown auf uns. Dazu demnächst mehr.
Alle Bilder finden sich hier.
Montag, 10. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Weintour Nelson
Bei Napier hatten wir uns zeitbedingt auf das Nötigste beschränkt, in und um Nelson sollte das aber anders sein. Wir hatten von vornherein etwas Zeit eingeplant, um nach den anstrengenden zwei Tagen Wandern eine kleine Pause einzulegen.
Nelson hat ähnlich wie Napier ein sehr sonniges Klima und ist daher ein weiteres Zentrum für den Weinanbau; in der Gegend von Nelson über den Bereich der Marlborough Sounds bis hin nach Blenheim finden sich einige der größten und besten Weingüter Neuseelands. Dazu gehören z.B. Montana Wineries, denen auch die Church Road Winery in Nelson gehört, oder Stafford Lane, deren diesjähriger Pinot Gris als erster seiner Sorte eine goldene Medaille bei den neuseeländischen Bragato Wine Awards gewonnen hat.
Um dieser Umgebung Tribut zu zollen, haben wir also direkt eine halbtägige Weingut-Tour gebucht. Im Gegensatz zur Besichtigung der Church Road Winery in Nelson zu der wir selbst gefahren sind, hat eine solche Tour gleich mehrere Vorteile: Tür-zu-Tür Transport (d.h. es müssen keine Streichhölzer gezogen werden, wer sich denn beim Wein trinken zurückhalten muss), leckeres Essen, amüsante Einweisung in die Wissenschaft der Weinverköstigung, sowie mehrere Weingüter nacheinander, die einen guten Weinvergleich ermöglichen.
Zu den Weinen: Riesling schmeckt hier deutlich weniger trocken und für uns somit besser als in der Pfalz (vielleicht sollten wir aber auch einfach mal nicht nur 3 Euro Schorle-Weine kaufen), Pinot Gris ist nicht nur ein aktueller Hype-Wein, sondern auch wirklich sehr lecker (in Deutschland bekannt als Ruländer), und Gewürztraminer, naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Abgesehen davon gabs natürlich auch noch alle weiteren Geschmacksrichtungen wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Noir, Merlot, Cabernet Sauvignon, und diverse Kreuzungen. Fazit: Weiße Weine ließen sich deutlich besser trinken, bei den Roten hat uns irgendwie das entsprechende Essen dazu gefehlt (obwohl der gereichte Fingerfood superlecker war, konnte er doch kein saftiges Rindssteak ersetzen).
Nach Abfahrt gegen 12:30, einem sehr schönen und lustigen Nachmittag, saßen wir dann ca. 5 Stunden später angeheitert und glücklich mit uns sowie der Welt wieder in Nelson.
Alle Bilder finden sich hier.
P.S.: Frage an die Weintrinker: Wie sind eigentlich neuseeländische Weine in deutschen Weinhandlungen oder Supermarktregalen vertreten? Nach Aussage der hiesigen Weinbauern schreit der Weltmarkt ja geradezu nach Neuseeland-Weinen.
P.P.S.: Nach ersten Fragen seitens Dritter ein kleiner Vermerk zur Aktualität unserer Einträge. Wir haben Steffen heute morgen zum Flughafen gebracht, die Rundreise ist also bereits rum. Mit knapp 4000 km mehr auf dem Tacho hatten wir äußert selten Zeit, uns an einen Internet-PC zu setzen (nicht, dass das schlimm gewesen wäre ;) ) und sind daher in Verzug. Nachdem wir aber jetzt in Dunedin sind, haben wir auch endlich genug Zeit, alles Erlebte aufzurollen und Euch fleissig mit Fotos und Berichten zu versorgen.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
NZ-Rundreise: Nelson Lakes
Kaum waren wir mit der Fähre auf der Südinsel angelangt, war Tramping angesagt. Dafür ist die Südinsel ja bekannt: Schroffe, alpine, wunderschön anzusehende Berge mit jeder Menge Tracks, die zum Wandern einladen. Steffen hatten wir bei der Tongariro Crossing dank schlechtem Zeitmanagement zwar etwas vom Trampen abgeschreckt, jedoch ... neue Insel, neues Glück.
Nach einer Nacht in Picton haben wir uns demnach früh morgens gen Nelson Lakes National Park aufgemacht, um eine alpine, zweitägige Schnuppertour unsicher zu machen (oder uns? - Wo bitte ist hier der Weg?). Mit dabei neben Steffen war auch noch Julia Regel. Julia hat damals mit uns Abi gemacht, hat ebenso wie Sebastian gerade ein Jahr in Neuseeland (Auckland) studiert und genoss noch ihre letzten Tage in Neuseeland, bevor es für sie wieder zurück ins kalte Deutschland ging.
Was gibt es da besseres als mit uns auf Bergtour zu gehen? Ok, zugegeben einiges, aber nichtsdestotrotz hatten wir zwei sehr schöne, (ent-)spannende Wandertage.
Alle Bilder finden sich hier.
NZ-Rundreise: Feinschmecker-Ecke Napier
Nach den Strapazen der Tongariro Crossing ging es an die Ostküste der Nordinsel, genauer nach Napier, einer populären Art Deco Stadt. Das besondere an Napier: Nach einem desaströsen Erdbeben, welches den Stadtkern 1931 in Schutt und Asche gelegt hatte, wurde dieser in lediglich zwei Jahren wieder auf errichtet – komplett im Art Deco Stil.
Das sieht man an allen Ecken und Enden. Sogar moderne Bauten, wie der Art Deco McDonalds (Mc Deco) reihen sich ins städtische Gesamtbild ein. Man bedenke, dass dieser Herkulesaufwand inmitten der großen Depression stattfand. Napier wurde zum Pilgerziel vieler arbeitsfähiger Menschen. Die Depression hat somit das ganze Wiederaufbau-Unterfangen kräftig unterstützt, wenn nicht sogar erst ermöglicht.
Um Napier herum liegt die sog. Hawke's Bay, ein Gebiet bekannt für seine fruchtbaren Böden und sein ideales Klima zum Anbauen aller möglichen Pflanzen. Hier haben also viele Weinereien und Obstplantagen ihre Heimat. Da sich Wein bekanntlicher weise gut mit Feinschmeckern paart, finden sich dort allerlei Gaumenfreuden (allen voran ein deutscher Bäcker mit RICHTIGEM BROT! Mhhhh, ein Traum).
Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wären wir länger in diesem Schlaraffenland geblieben. Mit nur einem Tag zur Verfügung haben wir uns nur ein paar Schmankerl aussuchen können: Art
Deco Stadtrundgang, Besuch des National Aquarium of New Zealand (dort gibts neben Fischen auch Kiwis zu sehen - nicht die Früchte, sondern die gleichnamigen Vögel), Brotkauf beim deutschen Bäcker, sowie eine kurze Weingut-Führung mit anschließender Weinprobe bei Church Road Wineries.
Und damit nicht genug, auf dem folgenden Weg nach Wellington sind wir per Zufall noch über einen Super-Super-Supermarkt gestolpert. Wahnsinnsauswahl (z.B. eine ganze Theke nur für Quiches), liebevolle, fantasieanregende Warenpräsentation und neueste Technik machen dort Einkaufen zum Erlebnis. Urteilt selbst.
Alle Bilder von und um Napier finden sich hier.
Nach Wellington selbst sind wir gefahren, um von dort die Fähre auf die Südinsel zu nehmen. Zu den dortigen Erlebnissen - und davon gibts einige (Natur pur, Genuss pur, sowie Adrenalin pur) - demnächst mehr.
P.S.: Passend zur ganzen Atmosphäre in und um Napier hatten wir obendrauf das perfekte Hostel zum Entspannen. Gannet Cottage, kurz außerhalb von Clive gelegen, hat mehr an ein Ferien- oder Wochenendhaus erinnert als an ein Backpacker. Absolut empfehlenswert.