Dienstag, 1. Januar 2008

Sydney - Zoo & Co

Einer unserer ersten Programmpunkte in Sydney - nach der generellen Stadterkundung und dem traditionellen Ablichten des Opernhauses - war der Besuch des Taronga Zoo.





Über diesen zu berichten, zaubert gerade ein Schmunzeln auf mein Gesicht, nicht weil der Besuch an sich schmunzelnwert gewesen ist, sondern aus einem anderen Grund. Ein paar Meter von unserem Hostel hier im lebendigen Vorstadtbereich Newtown gibts ein besonders netten Second Hand Bookshop, in dem wir heute etwas Geld gelassen haben. Eins der ergatterten Bücher nennt sich "The Obsessive Traveller" und im Prolog, den ich vorhin angelesen habe, lässt sich der Autor direkt über Zoobesuche als Teil eines Urlaubsprogramms aus.

"One couple i know go to the botanical gardens in each town they pass through. I had imagined that botanical gardens would be the same the world over, and would do nothing to display the individual characteristics of the culture in which they're placed. [...] I have yet to encounter any traveller who specialises in zoos. That would seem to be a sign of desperation."
Nun will ich dem Zoo und uns nichts Böses nachreden, immerhin gibts dort Koalas (sehr putzig!), Känguruhs (sehr kräftig) und australische Spinnen (sehr haarig) zu sehen, also sehr wohl etwas Spezifisches für Australien. Aber nachdem wir den kompletten Nachmittag im Zoo zugebracht hatten, haben Sonja und ich genau das Besprochen: Warum eigentlich so viel Zeit in einem Zoo zubringen, in dem man größtenteils Tiere sieht, die es auch weltweit woanders zu sehen gibt? Aber was solls, aktuell haben wir ja Zeit.





Nach dem Zoobesuch haben wir uns noch aufgemacht, einen im Voraus ausgeloteten Platz für das große Silvester-Feuerwerk am Folgetag zu begutachten. Sydney hat eine ganze Reihe solcher Plätze (sog. Vantage Points) im Web publiziert, insofern ist es recht einfach, sich einen Überblick zu verschaffen.

Unsere Wahl viel auf Milsons Point, da wir einige sehr geile Bilder aus der dortigen Umgebung gesehen hatten und es im Gegensatz zum populären Mrs Macquaries Point (an dem übrigens die Opernhaus-Fotos in unserem vorigen Post entstanden) auf der City-fernen Hafenseite gelegen ist (d.h. guter Blick auf die Skyline sowie etwas weniger Leute).




Bereits als wir zum Erkunden dort waren - merke, es war der Vorabend vor Silvester, also der 30. - hatten es sich einige Hartgesottene mit einem riesen Camping-Zelt gemütlich gemacht. Nachdem wir ins Gespräch gekommen waren, um uns zu erkunden, wann denn eine empfehlenswerte Zeit wäre, um an Silvester aufzutauchen, haben wir dann auch erfahren, warum die Jungs dieses Jahr so zeitig dran waren. Im Vorjahr kamen sie erst um 18 Uhr am Silvesterabend, zu einer Zeit, zu der bereits alle Plätze mit guter Sicht gnadenlos vollgepackt waren. Dieses Jahr sollte es ihnen also nicht wieder passieren.

Uns auch nicht, dachten wir, liefen also zurück in die Stadt (über die Harbour Bridge, bei Sonnenuntergang sehr schön anzusehen), deckten uns mit Nahrungsmitteln ein und machten uns auf den Heimweg ins Hostel, um am nächsten Tage um 10 Uhr morgens am Milsons Point auf der Matte zu stehen und dem Trubel gemütlich entgegenschauen zu können.

Alle Bilder der ersten paar Tage finden sich hier.

2 Kommentare:

tino hat gesagt…

Eure Postkarten sind übrigens letzte Woche angekommen. Zuerst kam die mit den Weihnachtswünschen und danach (vor so 2-3 Tagen) die von Samoa ;) Vielen Dank!

Hannah hat gesagt…

Wow, ich bin beiendruckt, das kann man mal Einsatz nennen!
Und wo ich gerade den Kommentar vor mir lese: vielen Dank auch von mir für die Weihnachtskarte!!