Dienstag, 19. Februar 2008

OZ: Overland Track

In 7 Tagen 100 Kilometer quer durch UNESCO Weltnaturerbe auf Tasmanien; das ist der Overland Track (inklusive ein paar Sidetracks). Oder zumindest war er das fuer uns. Je nach Laune und Fitness kann man das Ganze auch in so wenig wie 4 Tagen oder aber in so viel Zeit laufen, wie man Futter auf dem Ruecken mit sich tragen kann.



Rein zum Verhaeltnis: 100 Kilometer, dass ist eine mehr als 3 Mal so lange Strecke, wie wir mit Steffen auf dem Routeburn Track in Neuseeland zurueckgelegt haben. 7 Tage sind 3 Tage mehr, als man auf dem Milford Track verbringt und unsere laengste Tagesetappe (19 Kilometer) war in etwa so lang, wie die Strecke die wir mit meiner Mutter um den hoechsten Berg Australiens gewandert sind (und da hatten wir nur mit Tagesrucksaecken schon platte Fuesse am Ende vom Tag).

Apropos auf dem Ruecken tragen: Als wir aus dem Shuttle stiegen, welches uns zum Startpunkt gebracht hatte, und die Ruecksaecke aufzogen, haben wir gedacht: "Das kann ja was werden ...". Die ersten 500 Meter, superflach auf Boardwalk, fuehlten sich an, als waere die Erdanziehungskraft ploetzlich rapide gestiegen. Mit knapp 20, respektive 15 Kilogramm auf dem Ruecken waren wir in Gedanken fest bei allen Wehrdienstleistenden in der Grundausbildung (habt ihr so was ueberhaupt machen muessen??).

In den Rucksaecken war neben jeder Menge Essen fuer 7 Tage, auch unser geliehenes Zelt inklusive Schlafmatten und Schlafsaecken untergebracht. Kein leichtes Unterfangen.









Getreu dem Motto "Alles wird gut!" haben wir durchgehalten und waren schon bald von der faszinierenden Bergwelt um uns rum abgelenkt von den Strapazen, die das Laufen so mit sich bringt. 7 Tage lang sind wir fleissig marschiert, haben bei Minusgraden im Zelt uebernachtet, leckere Essen ueber unserem Gaskocher gezaubert, supernette Leute kennengelernt (lieben Gruss hierbei an Tine und Ralf), und ein neues Wort auf unsere Liste der Don't-Woerter gesetzt: Wurzeln!

Desweiteren haben wir Possums verjagt, die es auf unser Essen abgesehen hatten (wenn auch nicht mit so drastischen Methoden, wie Katja, die direkt zum Gasbrenner gegriffen hat), unseren Oberschenkel- und Wadenumfang gefuehlt verdoppelt (Oktoberfest-Tracht wir kommen), keine Blasen bekommen (Leukosilk sei Dank!) und uns stets darueber gewundert, wie leistungsfaehig man doch sein kann, wenn man es mal drauf ankommen laesst.

Sehr schoene Erfahrung, jetzt goennen wir unseren Gliedmassen erstmal nen paar Tage Verschnaufpause!

Alle Bilder findet ihr hier.

3 Kommentare:

david hat gesagt…

Das erinnert allerdings an Bundeswehr-Zeiten. Aber die Landschaft war natürlich nicht zu vergleichen. Geniale Bilder!!

Tino hat gesagt…

Hallo ihr Beiden! Melde mich von Ägypten zurück!

Jup, Bundeswehr haben wir auch solche Späße gemacht. 20 Km in 3 1/2 h - war nen Spaß.

Aber im Vergleich zu euch ist die Bundeswehr nen Scheiß dagegen - Ihr seid ja verrückt :)

Sehr geile Bilder! (und ja, ich arbeite auch noch ;)

Marcella hat gesagt…

Hey ihr Beiden!!

Respekt! Respekt! Respekt! Ich ziehe sowas von den Hut vor euch!! Meine Oberschenkel werden auch immer größer :-) Bin mir aber noch nicht sicher, ob das am Rudertrainer oder an der Schokolade liegt. Freut ihr euch, dass ihr zusammen solche Touren machen könnt? Wäre doch schlimm, wenn einer gar nicht auf so etwas stände. Ich freue mich jedenfalls für euch und bin gleichzeitig froh, dass Knut ähnlich faul ist wie ich;-)
Danke für die Bilder übrigens. Steffi hat sie mir weitergeleitet.
Hier ist es übrigens nur noch Phasenweise grau. Wir hatten schon einige schöne, kalte aber sehr sonnige Frühlingstage.

Ich denke an euch!

Ganz liebe Grüße,

Marcella