Wenn man auf die Karte von Laos schaut, zieht sich die Verbindungsstrasse von Luang Prabang zum weiter suedlich liegenden Vang Vieng relativ gerade durch die Landschaft.
Im Bus entlang genau dieser Strecke sitzend, merkt man, dass "relativ gerade" eine Illusion grosser Massstaebe ist und die vereinzelt geraden Stuecke dieser Strasse nur dazu zu dienen scheinen, den Bus auf Geschwindigkeiten zu beschleunigen, bei denen der Eintritt in die sonst vorherrschenden Serpentinen mit einem Maximum an Fliehkraft verbunden ist.
Hoert sich schauriger an, als es tatsaechlich war (wie schonmal erwaehnt, man neigt zu erzaehlerischen Ausmalungen), war aber definitiv kurvenreich. Ebenso eindrucksreich (und das geht einher mit den Serpentinen), war die Bergwelt, durch die sich der Bus geschlaengelt hat.
Entfernte im Nebel liegende, Dschungel-Berghaenge gaben sich die Hand mit direkt am Strassenrand gebauten Holzhuetten-Doerfern (hinter denen es steil den Hang hinabging).
Amelie hat es irgendwie trotzdem geschafft, die 5 Stunden komplett durchzuschlafen. Mir lag das morgens hastig heruntergeschlungene Fruehstueck etwas schwer im Magen und Sonja hatte mit kotzenden Leuten vor und hinter ihr auch wenig innere Ruhe.
Kotzende Mitfahrer sind jedoch nichts Neues (in China hingen in den Bussen vorsorglich ganze Buendel Plastiktueten) und auch sonst war es eine komplikationslose Busfahrt, die im Busbahnhof von Vang Vieng - einem Staubplatz noerdlich der Stadt - endete.
Wir haben also immer noch keine Bustrip-Horror-Story wie andere Reisende parat (siehe hier oder hier oder denke an eine kuerzliche gehoerte Erzaehlung von einer Zweitages-Bootsfahrt durch Myanmar ohne jeglichen Sonnenschutz oder die Moeglichkeit unter Deck gehen zu koennen) ... und koennen gut damit leben.
Aber zugegeben, sinds nicht genau solche mit Strapazen gefuellten Storys, die sich im Nachhinein am Besten erzaehlen lassen und sich gleichzeitig am spannendsten anhoeren (erzaehlerische Ausmalungen dabei bewusst in Kauf genommen). ;)
Freitag, 23. Mai 2008
LA: Kurvenreich
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1 Kommentare:
Die beiden Erlebnisse zu den Einträgen von mir die Du da rausgesucht hast waren echt heftig. Den Geruch von dem blutenden Schwein unter unseren Füßen würde ich sofort wieder erkennen. Aber Du hast absolut recht: das sind die Geschichten die sich am besten erzählen lassen und bei denen man auch ein bischen stolz auf sich selbst ist, dass man irgendwie doch ans Ziel gekommen ist. Auch mein Knie tut übrigens immer noch weh wenn ich drauf drücke. Da ist seitdem mein Mekong-Knie :-))Ich finde ihr habt andere sehr grossartige Geschichten von denen ich froh bin, sie nicht erlebt zu haben. Aber, wie es immer ist, wenn man gerade in der Situation ist, kommt man doch immer wieder gut raus, oder?!
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