
Unser Stop-Over in Auckland war ja nicht wirklich lang, lediglich etwas mehr als 12 Stunden, aber die lassen mich schon jetzt schmunzeln. Grund dafuer sind 3 Dinge, die sich zugetragen haben.
1) Einreise. Neuseeland ist ja fuer seine peniblen Einfuhrkontrollen bekannt, die das abgeschottete Inselreich vor eingeschleppten Gefahren schuetzen sollen. Deswegen hatte ich vor meinem ersten Flug nach Neuseeland noch die Wanderschuhe mit der Zahnbuerste geputzt. Fuer den jetzigen Stopover hatte ich mir den Aufwand gespart; wir wollten ja eh nur am Flughafen pennen. Denkste ... Biosecurity Officer: "As soon as you go through this door (Tuer zur Arrival Halle), you have entered New Zealand. So if you could just please show me your shoes, we won't have a problem, sir". Hat dann in Saeuberung / Desinfektion Schuhe und einem anschliessenden "This is how we want your shoes to look like when you visit New Zealand next time, sir!" resultiert. Wenns weiter nichts ist.
2) Uebernachtung. Wie mache ich es mir am Flughafen - einem Ort an dem 24x7 Licht brennt und Schlafmoeglichkeiten rar sind - ueber Nacht gemuetlich? Im Falle des Aucklander Flughafens ist das nicht allzu schwer, da der sich in Null-Komma-Nix erkunden laesst. Ein "gemuetliches" Eckchen ist so schnell gefunden. Ueber was wir jedoch per Zufall gestossen sind, als wir uns wegen des Hongkonger Flughafens schlau gemacht haben, ist der Budget Traveller's Guide to Sleeping in Airports. Wer also z.B. wissen moechte, wie denn die Schlafmoeglichkeiten am Frankfurter Flughafen so sind, der schaue hier. Wie geil ist das denn?!
3) Gewicht verlieren. Wir sind seit unserer Abreise aus Neuseeland staendig dabei, Sachen auszusortieren und/oder heimzuschicken. Ergo konnten wir uns jetzt auch von einem unserer kleinen Rucksaecke trennen. Wie wird man nun einen Rucksack am Flughafen los? In einen Muelleimer hat er nicht gepasst; nach etwas kompliziert zu erklaerenden Umstaenden stand er dann letztendlich voruebergehend mutterseelenallein vor dem Damenklo. Das war jedoch lang genug, denn kaum 3 Minuten schallte es aus den Flughafenlautsprechern: "The owner of a black and red backpack (unserer) which is sitting in front of the ladies toilet on the second floor is requested to immediately return to his belongings and uplift the backpack!". Sagen wirs mal so, ich war froh, dass uns das nicht in den USA passiert ist. Hier gabs lediglich ein "Leaving it here ... that's a bad idea, i can get rid of it for you. No worries!".
Wenn das mal kein erinnerungswuerdiger Auftakt fuer 3 Monate Asien ist.
Freitag, 29. Februar 2008
NZ: Tales from the Airport
Donnerstag, 28. Februar 2008
OZ: Gold Coast / Adieu
Unsere Tage in Australien sind gezaehlt. Sind soeben am Auckland Airport in Neuseeland angekommen, um dort die Nacht zu fristen, bevor unser Flieger nach Hongkong startet. Wie war das mit "von hinten durch die Brust ins Auge"? Neuseeland fuehlt sich uebrigens schon fast an wie "home away from home", bin am Flughafen total nostalgisch geworden. :) Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, dass ich das erste Mal Fuss auf neuseelaendischen Boden gesetzt habe.
Aber spulen wir schnell ein paar Tage zurueck und weg von meiner Nostalgie. Nach insgesamt 3 Wochen auf Tasmanien, hatten wir uns vor einigen Tagen in den Flieger gesetzt, um die Ostkueste Australiens - genauer Gold Coast / Brisbane - ansatzweise zu erkunden. Wir sind also von Hobart an die Gold Coast geflogen, haben eine Nacht in Surfers Paradise uebernachtet und am naechsten Tag auf dem Weg nach Brisbane Zwischenstopp bei Wet 'n Wild eingelegt, wo sich Sebastian an seinem Geburtstag (Danke an all die Geburtstagsgruesse-Sender) reichlich vergnuegt hat.
Fuer wen sich das jetzt zweideutig anhoert, der hat weit gefehlt. Das gute Teil hat wenig zu tun mit anderen Dingen, wie z.B. der gerade in Brisbane stattfindenden Sexpo :) Ist nen Wasser-Vergnuegungspark, also in etwa sowas wie Europa-Park mit haufenweise Wasserrutschen und anderen verrueckten Wasser-Attraktionen. Hat reichlich Spass gemacht (speziell der Tornado war geil), dafuer rennt Sebastian jetzt mit ner ansatzweisen Erkaeltung rum und sueffelt am laufenden Band irgendwelche Tees! Naja, spaetestens in Hongkong gibts dann alle moeglichen und unmoeglichen Medikationen dafuer.
Auch wenn wir von Brisbane nur einen kurzen Eindruck bekommen haben, hats uns gut gefallen. Lag sicherlich zum nicht unbeachtlichen Teil an der Unterkunft, oder besser gesagt Grossstadt-Oase, die wir in der letzten Nacht gebucht hatten.
Resumee fuer OZ: Wer nen billigen Urlaub will, sollte woanders hin fliegen. Backpackertechnisch (und da spreche ich jetzt von Backpacker-Kurzurlaubern und nicht von Working Visa Langzeitbewohnern) ist das Land alles andere als optimal (ueberteuerte und schlechte Hostels und auch sonst nicht ganz billig) und kann sich gut mal ne Scheibe von Neuseeland abschneiden. Wir wuerden wiederkommen, dann aber mit mehr Geld im Reisebudget und mehr Inlandsfluegen, um die elend langen Fahrstrecken zwischen den Hotspots aussen vor zu lassen. Natuerlich wuerden wir dann auch das machen, was wir diesmal wetter-, geld- und zeitbedingt nicht machen konnten: Great Barrier Reef, Fraser Island & Co.
Aber jetzt warten erstmal andere Laender auf Erkundung!! Auf gehts ...
Mittwoch, 27. Februar 2008
OZ: Tasman Peninsula

Als letzten Programmpunkt auf unserer kleinen Tasmanien Reise sind wir fuer einen Tag nochmal an die Ostkueste auf die Tasman Peninsula gefahren. Nach etwas Sucherei vor Ort ("Ach, das Hostel, was ihr sucht, hat schon vor 2 Jahren zugemacht") und ansatzweisem Haareraufen, hatten wir uns dort sogar entschlossen mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und in einem Bed & Breakfast zu uebernachten.
Wenn das denn so einfach waere ... die ersten paar waren direkt ausgebucht ("Erst kommt Weihnachten, dann kommen die Schulferien und dann kommen die Rentner" ... argh). Da will man sich mal was goennen und kann nicht mal. Letztendlich wurde jedoch alles gut, mit Abs by the Bay gabs ENDLICH mal eine Unterkunft mit gutem Preis/Leistungs-Verhaeltnis (fast schon zu gut). Nicht wie die hiesigen Hostels, bei denen man 70$ fuer haengemattengleiche Doppelzimmer-Matratzen mit shared bathroom facilities zahlt.
Sebastian hat die Chance genutzt und ist zu Cape Hauy aufgebrochen, um den Totem Pole aus der Naehe zu betrachten (Hammer!), waehrend Sonja einen Lesenachmittag eingelegt hat.

Alle Bilder (nicht viele diesmal) findet ihr hier.
Samstag, 23. Februar 2008
OZ: Possum-Attacke!
Auch uns hats erwischt. Und eigentlich muessten wir es ja besser wissen. Worum gehts? Alle die schonmal in Neuseeland gewesen sind, kennen den Staatsfeind Nummer 1: Das gemeine Possum. Als eingeschleppte Spezies ohne natuerliche Feind laesst es sich dort gut gehen und macht allen moeglichen endemischen Pflanzen und Tieren den Garaus. Daher gilt es als inoffizieller Volkssport, moeglichst viele Possum-Roadkills zu erzielen. Je mehr plattgefahrene Exemplare desto besser.
Hier in Australien sieht das Ganze anders aus. Das Possum fuegt sich in die allgemeine Fauna ein und stellt kein Ungleichgewicht dar. Was es jedoch darstellt ist eine akute Gefahr fuer unachtsam verstautes Essen.
Kommen wir zurueck zu uns und unserer Peninsula Wanderung. Was passiert, wenn eine Tuete teurer Nuesse zzgl. jeder Menge Trockenfruechte in der Deckeltasche von Sebastians Rucksack verstaut ist und dieser Rucksack beim Zelten ueber Nacht im Vorzelt deponiert wird?? Will jemand raten?
Leider haben wir kein Foto von der vollen Bescherung gemacht. Wir waren erstmal viel zu perplex, als wir nachts um 01:30 Uhr aufwachten (die Blase drueckte) und das Durcheinander vor unserem Zelt vorfanden. Der komplette Deckeltascheninhalt lag verstreut auf dem Boden, natuerlich ohne Nuesse & Co. Possums wissen also genau (und das haben wir NACHHER auch gelesen) wo Menschen ueblicherweise Leckereien verstauen und koennen im Weg befindliche Reissverschluesse ohne Probleme oeffnen. Und das alles ohne sonderlich viel Laerm zu machen - sonst waeren wir ja schon frueher aufgewacht.
Einen Trost gibts immerhin. Bei den vielen Trockenfruechten, die das Viech verputzt hat, wuenschen wir ihm - und das sicherlich mit Erfolg - allen Duennpfiff der Welt! Moegen ihm Bauchkraempfe eine Lehre sein...
OZ: Lost / Freycinet Peninsula
Nach Steffens Kommentar zu Wildnis und Lost haben wir es uns natuerlich nicht nehmen lassen, folgendes Foto zu schiessen.
Was ein Zufall, dass wir ueber die passende Kulisse gestolpert sind. Tatort: Freycinet Peninsula an der Ostkueste Tasmaniens. Ort schoener Straende und Buchten, u.a. der bekannten Wineglass Bay.
Das nach dem Overland Track verkuendete "jetzt goennen wir unseren Gliedmassen erstmal nen paar Tage Verschnaufpause!" haben wir dabei sehr woertlich genommen. Nach lediglich 2 Tagen Pause haben wir die Wanderschuhe reaktiviert und haben uns aufgemacht, den Pensinula Circuit auf besagter Freycinet Pensinula zu laufen. 2 Tage, 31 Kilometer, 700 Hoehenmeter rauf und wieder runter. Jetzt ist erstmal Schluss mit Laufen, aus meinen Knick-Senk-Spreizfuessen (hat die nicht jeder?!) sind mittlerweile gefuehlte Plattfuesse geworden.
Die Strapazen warens wert. Urteilt selbst ...

Alle Bilder (auch nen paar von vorher und nachher weiter oben an der Ostkueste, der "Bay of Fires") findet ihr hier.
Aktuell sind wir wieder bei Dave im Tasman Backpackers, haben unser geliehenes Outdoor-Equipment abgeliefert und machen uns morgen auf den Rueckweg nach Hobart, um dort einen kompletten Tag mit Reisevorbereitungen fuer Asien zuzubringen. Denn ... in einer Woche sind wir bereits in Hong Kong. Juhu!!!
Eine essentielle Vorbereitung dafuer haben wir bereits hinter uns. Mit einem halben Kopfstand haben wir es tatsaechlich geschafft, uns in Hobart gegen Typhus impfen zu lassen. Ist hier gar nicht so einfach wie man denkt. Ohne Komplett-AUSLANDS-ASIEN-Reise-Beratung (oh gott, oh gott, die wollen auf den boesen asiatischen Kontinent) gibts von den Aerzten eigentlich erstmal keine Typhus-Impfung. Dabei gehts dann um Fragen wie: "Haben sie denn gegen Durchfall vorgesorgt??" Alles klar ... Und dafuer wollen die dann 100 Dollar pro Person (zzgl. Impfstoff).
Dienstag, 19. Februar 2008
OZ: Overland Track
In 7 Tagen 100 Kilometer quer durch UNESCO Weltnaturerbe auf Tasmanien; das ist der Overland Track (inklusive ein paar Sidetracks). Oder zumindest war er das fuer uns. Je nach Laune und Fitness kann man das Ganze auch in so wenig wie 4 Tagen oder aber in so viel Zeit laufen, wie man Futter auf dem Ruecken mit sich tragen kann.
Rein zum Verhaeltnis: 100 Kilometer, dass ist eine mehr als 3 Mal so lange Strecke, wie wir mit Steffen auf dem Routeburn Track in Neuseeland zurueckgelegt haben. 7 Tage sind 3 Tage mehr, als man auf dem Milford Track verbringt und unsere laengste Tagesetappe (19 Kilometer) war in etwa so lang, wie die Strecke die wir mit meiner Mutter um den hoechsten Berg Australiens gewandert sind (und da hatten wir nur mit Tagesrucksaecken schon platte Fuesse am Ende vom Tag).
Apropos auf dem Ruecken tragen: Als wir aus dem Shuttle stiegen, welches uns zum Startpunkt gebracht hatte, und die Ruecksaecke aufzogen, haben wir gedacht: "Das kann ja was werden ...". Die ersten 500 Meter, superflach auf Boardwalk, fuehlten sich an, als waere die Erdanziehungskraft ploetzlich rapide gestiegen. Mit knapp 20, respektive 15 Kilogramm auf dem Ruecken waren wir in Gedanken fest bei allen Wehrdienstleistenden in der Grundausbildung (habt ihr so was ueberhaupt machen muessen??).
In den Rucksaecken war neben jeder Menge Essen fuer 7 Tage, auch unser geliehenes Zelt inklusive Schlafmatten und Schlafsaecken untergebracht. Kein leichtes Unterfangen.



Getreu dem Motto "Alles wird gut!" haben wir durchgehalten und waren schon bald von der faszinierenden Bergwelt um uns rum abgelenkt von den Strapazen, die das Laufen so mit sich bringt. 7 Tage lang sind wir fleissig marschiert, haben bei Minusgraden im Zelt uebernachtet, leckere Essen ueber unserem Gaskocher gezaubert, supernette Leute kennengelernt (lieben Gruss hierbei an Tine und Ralf), und ein neues Wort auf unsere Liste der Don't-Woerter gesetzt: Wurzeln!
Desweiteren haben wir Possums verjagt, die es auf unser Essen abgesehen hatten (wenn auch nicht mit so drastischen Methoden, wie Katja, die direkt zum Gasbrenner gegriffen hat), unseren Oberschenkel- und Wadenumfang gefuehlt verdoppelt (Oktoberfest-Tracht wir kommen), keine Blasen bekommen (Leukosilk sei Dank!) und uns stets darueber gewundert, wie leistungsfaehig man doch sein kann, wenn man es mal drauf ankommen laesst.
Sehr schoene Erfahrung, jetzt goennen wir unseren Gliedmassen erstmal nen paar Tage Verschnaufpause!
Alle Bilder findet ihr hier.
Montag, 11. Februar 2008
OZ: Tasmanien
Laenger kein Update; was sollen wir berichten? Von der Nacht ueber einem Pub, waehrend der sich heizende Autofreaks, Besoffene, der Tuersteher und die Kehrmaschine die Hand gegeben haben (muessen wir ergaenzen, dass das eine kurze Nacht war ;) ). Oder von der Nacht im Hinterhof eines Pubs, bei der wir uns ein Zimmer mit u.a. einem Langzeit-Gast geteilt haben. Wir hatten uns noch Gedanken wegen der zwei Kids gemacht, die auf Pubtour gegangen sind ... Waehrend die brav leise ins Bett geschlichen kamen, hat der Dauerbewohner uns sturzbetrunken bis um 03 Uhr morgens wach gehalten. Immerhin haben wir fuers Zimmer 4$ weniger bezahlt, als im ueberteuerten, zentral gelegenen City-Backpacker. Backpacker sind hier uebrigens brutal teuer (25$ fuer nen 6er-Zimmer).
Alles in allem einiges an neuen Erfahrungen, die wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Letztendlich sind wir nach einigen Nieten in Devonport bei Dave und Jodie im Tasman Backpacker gelandet. Eigentlich ein Working Hostel, mit Hundertschaften von in einer angrenzenden Karottenfabrik arbeitenden Asiaten wimmelnd, war es uns ein willkommenes Zuhause fuer die letzten 3 Tage.
Die 3 Tage haben wir mit fleissig Planen des Overland Tracks zugebracht. An dessen Start sitzen wir aktuell am Internetkiosk, unsere proppevollen Rucksaecke sitzen neben uns. Voll gepackt mit allem, was wir so fuer die 7 veranschlagten Tage durch die Wildniss brauchen werden. Apropos Wildnis, wir haben bereits einige Leute getroffen, die voellig ohne Vorkenntnisse den Track gelaufen sind. Haben sich dann natuerlich nur von Instant-Nudeln ernaehrt, unser Menue ist deutlich ausgefeilter. In Machart eines Adventskalenders, haben wir uns Tagesrationen in Beutel gepackt und freuen uns jetzt schon auf Tag Nummer 6, an dem es Pasta mit Lachs und Sweet-Chilli Sauce gibt. Mhhh!
In diesem Sinne, alles wird gut, wir melden uns dann von Hobart wieder, von wo aus wir uns aller Voraussicht ein Auto mieten werden, um einmal rund um Tasmanien zu touren. Bilder gibts erstmal keine, dafuer nach dem Track umso mehr.
P.S.: @Mom: Dave vom Backpacker hatte noch Outdoor-Gear, was er uns zu einem Spitzenpreis!!! ausgeliehen hat. Wir mussten also wegen Kaufen nicht mal ansatzweise ueberlegen, Zeltkauf ist somit auf unbestimmte Zeit vertagt.
Montag, 4. Februar 2008
OZ: Wilsons Promontory
Sind heute heil auf Tasmanien gelandet, hier regnets und windets - erinnert irgendwie stark an das vorherrschende Dunedin-Wetter. Deutlich katalog-reiferes Wetter hatten wir dagegen beim angekuendigten Abstecher zum Prom, wie der Wilsons Promontory National Park liebevoll von Einheimischen genannt wird.
3 Autostunden von Melbourne reihen sich feinste Paradies-Sand-Straende aneinander, und nun nachdem hier die Sommerferien vorbei sind, findet sich auf dem mittendrin befindlichen Campingplatz mit seinen 480 (!) Stellplaetzen auch ein freies Fleckchen, auf das man seinen Camper stellen kann. So ein bisschen erinnert das Ganze an Abel Tasman National Park in Neuseeland, aber urteilt selbst ...

Alle Fotos dazu findet ihr hier (die letzten zwei sind uebrigens von unserem Dachterassenabendessen im Hostel in der Melbourner City, schon komisch wie vertraut einem so ne Stadt beim zweiten Besuch vorkommt).
Sonntag, 3. Februar 2008
OZ: GREAT Alpine Road
Nach 3 Wochen Roadtrip zu dritt, sind wir mit meiner Mutter eine kurze Detour nach Canberra gefahren. Dort haben wir nochmal lecker Lamm-Steaks gegrillt (schmecken meiner Meinung nach besser als in Neuseeland, was eine Blasphemie!) und dann hiess es Abschied nehmen. Waehrend meine Mutter mit dem Greyhound zurueck nach Sydney gefahren ist, haben wir uns in Richtung der viktorianischen Alpen aufgemacht.
Im Gegensatz zu dem bisschen Alpen, was wir bei Mt. Kosciuszko gesehen hatten (muss nicht unbedingt repraesentativ fuer das komplette Gebiet dort stehen), wirken die viktorianischen Alpen deutlich eindrucksvoller, denn die Berge ragen schroffer empor. Bestes Beispiel dafuer ist der am Fusse der Alpen gelegene Mt. Buffalo National Park: ein Bergplateu mit imposanten und faszinierenden Granitfelsformationen.

Per Zufall haben wir dort Dean aus Tasmanien kennengelernt, der zum Felsenklettern in den Park kam und uns eine gaenzlich andere Sicht auf die steilen Felswaende vermittelte. So eine Wand wirkt direkt anders, wenn man gezeigt bekommt, wo inmitten der Wand die Felsnase zum Uebernachten auf einer 2-Tages-Klettertour liegt. Darueberhinaus war Dean ein wertvoller Quell an Infos ueber Tasmanien (unser naechster Programmpunkt auf der Australien-Tour) und Vermittler praktischer Kletter-Tipps. Sebastian ist mit ihm direkt mal eine 10 Meter Felsspalte zwischen zwei Granitfelsen emporgeklettert.
Weiter gings ueber die Great Alpine Road einmal quer durch die Alpen mit Bilderbuch-Panoramen hinter jeder Kurve. Kein Wunder, dass dort bei bestem Wetter eine Unmenge an Motorrad-Fahrern unterwegs waren.

Aktuell sind wir auf dem Weg zum Wilsons Promontory, einem kleinen Fleckchen Strand- und Naturparadies zwischen hier (Gippsland Lakes) und Melbourne. Dort werden wir einen 1-Nacht-Stoppover einlegen, bevor es dann zur Autorueckgabe nach Melbourne geht.
Alle Bilder zu einem DER Highlights unseres Australienaufenthalts findet ihr hier.