Samstag, 31. Mai 2008

Ich packe meinen Rucksack

... und nehme mit, faengt damit an, dass man zuhause umgeben von allen noetigen und unnoetigen Dingen vor der Qual der Wahl steht, was fuer die Zeit auf Reisen denn alles wichtig sein koennte. Eins vorab, man schiesst unserer Erfahrung nach uebers Ziel hinaus.



Aber zurueck zum Anfang. Man sitzt also inmitten des "Luxus", viele Schraenke, Abstellplatz fuer alles Moegliche zu haben und ist mit dem begrenzten Fassungsvermoegen des Rucksacks konfrontiert (und genauso wie sich erstere erstaunlich schnell fuellen, ist auch letzterer ruck-zuck voll).



Zu den Fassungsvermoegen unserer treuen Begleiter: Sonja nennt einen 55 + 10 Liter ihr Eigen, Sebastians fasst 60 + 10 Liter (die +10 beziehen sich auf den hoehenverstellbaren Deckel, der je nach Bedarf mehr/weniger Stauraum erlaubt), beide von Deuter wenn wir mal Werbung fuer Produkte machen duerfen, die uns bisher nie im Stich gelassen haben.

Wir hatten uns Folgendes ueberlegt: Heisse und kalte Klimazonen sowie jede Menge Wanderungen stehen auf dem Plan. Wir benoetigen daher kurze/luftige und lange/warme Klamotten sowie unsere Outdoor-Kleidung. Dabei liessen sich schonmal Synergie-Effekte nutzen, denn kurze Wanderhosen lassen sich auch im tropischen Alltag anziehen und haben dabei noch den Vorteil ultra-leicht/schnell trocknend zu sein.

Sebastian hat ergo die deutlich stylischeren, aber auch zigmal schwereren Baggy-Shorts aussen vor gelassen (wuerde er jederzeit wieder machen). Genauso doppelt die lange Wanderhose als lange Hose fuer alle Faelle (die Jeans wurden heimgeschickt, da viiiel zu schwer) und langaermlige Hemden halten sowohl fuer Sonnenschutz beim Elefanten-Reiten als auch fuer Momente her, in denen man serioes wirken moechte.

Daraus lassen sich zwei Prinzipen fuer die Klamottenauswahl ableiten: So leicht wie moeglich und universell einsetzbar.

Klar denkt man sich, dass es schoen waere, stylische Klamotten dabei zu haben, um auch mal schicker Essen oder sonstwohin auszugehen, aber mal ganz ehrlich: Wie oft macht man sowas tatsaechlich und wie oft im Vergleich dazu hieft man seinen Rucksack durch die Gegend?

Wenn ich jetzt so darueber nachdenke, war die beschraenkte Kleiderauswahl im Rucksack kombiniert mit dem Ungezwungenen des Reisens sogar sehr entspannend. Ich kann mich nicht entsinnen, mir jemals ueberlegt zu haben, welches T-Shirt oder Hemd denn nun besser zu einer Hose passt, man greift einfach in den Rucksack und nimmt das, was noch nicht schmutzig ist. Und nur, um das nochmal klarzustellen: Dabei kam nicht die Kleiderkombi vom Kayaken in Neuseeland raus. Die war geliehen.



Was uns zum naechsten Punkt bringt: Waesche waschen; eine Option, die wir bei frueheren Kurzurlauben nie bedacht hatten. Da wurde immer passend fuer die Urlaubszeit plus etwas Reserve eingepackt und die Schmutzwaesche erst zuhaus gewaschen. Bei 5 Monaten Reisezeit waere das nicht nur daemlich, sondern allein gewichtstechnisch nicht machbar.

Anstattdessen geben wir unsere Schmutzwaesche ungefaehr einmal pro Woche (je nach Aktivitaetsgrad auch mal weniger oft) zum Waschen. Das kann man fuer +- 1 Euro pro Kilogramm in nahezu jedem Guesthouse oder aber einem der vielen Laundry Service Shops (aka Tanta Emma Laden) an der Strasse machen. Die Guesthouses bringens manchmal auch selbst nur zum Laundry Service oder berechnen stueckweise und nicht nach Gewicht. Wir gehen also eher direkt zum Laundry Service (gemaess der Maxime "spread the wealth", nicht nur bei einem Geschaeft Geld lassen).

Die Waesche bekommt man einen Tag spaeter oder mit Zuschlag auch bereits ein paar Stunden spaeter gewaschen, getrocket und manchmal auch gebuegelt wieder zurueck. Auf die Details der Waesche (Waschmittel, Schleuderzahlen usw.) hat man keinen Einfluss oder aber wir waren zumindest nie versessen darauf, Einheimischen zu verklickern, unsere Waesche doch mit Feinwaschmittel im Schongang zu waschen.

Bisher ist uns jedoch toi toi toi noch Nichts verfaerbt oder eingegangen zurueckgekommen. Lediglich Sebastians Baumwollhemd aus Vietnam sieht aus, als waere es schon ein paar hundertmal oefter geschleudert worden, und Weisses ist nicht mehr ganz so weiss. Noch ein Grund also, Kleidungsstuecke, die einem lieb und teuer sind eher zuhaus zu lassen.

Neben Klamotten gibts dann natuerlich noch andere Dinge wie Duschgel / Zahnpasta & Co, Reiseapotheke, Erste-Hilfe-Set, Buecher, etc. Ziemlich Standard, aber auch hier kommt ploetzlich das Gewicht zum Zuge. Man faengt an, ein gemeinsames Shampoo zu nutzen (Sebastian hat nun Haare wie eine Prinzessin ... Scherz), greift beim Duschgel zur Standardgroesse und nicht zum 20%-Extra-Sparpack oder aber erwischt sich dabei, zwei Buecher im Buchladen gegeneinander abzuwiegen.

Zum Verstauen und Rumtragen des Gepaecks haben sich neben dem grossen Rucksack ein kleiner Daypack bzw. Sonjas Handtasche als sehr praktisch erwiesen. Da kommen die wirklich wichtigen (Reisepaesse, Geld, Flugticket) und teuren (Kamera, MP3-Player) Sachen rein, die man dann mit sich rumtraegt, waehrend man sich somit um die grossen Rucksaecke, die irgendwo im Abstellraum, Hotelzimmer oder Busladefach rumstehen keine Sorgen machen muss.

Da moegen andere Leute anders herangehen und Wertsachen im Hotel lassen, aber uns war das oftmals zu umstaendlich (gerade, wenn wir was weggepackt hatten, brauchten wirs) oder suspekt (in einem Hotel gabs keine Schliessfaecher, der Hotelier packte das Zeug einfach in eine Plastiktuete und diese in die Schreibtischschublade der Rezeption), noch hatten wir je das Gefuehl, auf der Strasse mit unseren Sachen unsicher zu sein.

Unser kleiner Rucksack war also praktisch, manchmal jedoch zu klein. Speziell bei Tagesausfluegen haetten wir uns oft einen groesseren gewuenscht, um Handtuecher, Buecher, Trinken, etc. unterzubringen (Amelie kam mit ihrer grossen Sackhandtasche zur Rettung). Aber auch so haben wir es irgendwie geschafft.

Was wir anfangs dabei hatten, in Australien aber Sebastians Mutter mit auf die Heimreise gaben, war Sebastians Laptop. So ein Teil ist praktisch, man kann zwischendurch Bilder aussortieren oder das an vielen Orten verfuegbare Wireless nutzen ohne immer gleich Kohle im Internet-Cafe zu zahlen. Wir haben sogar ein Paerchen getroffen, die erst ohne in ihre 1-Jahres-Weltreise gestartet waren und sich dann ein Notebook kauften, weil sie ihr Blog anders nicht auf dem neuesten Stand gehalten bekommen hatten. Auf der anderen Seite geniesse ich es, meinen Rucksack wo und wann auch immer ohne Ruecksicht auf kaputt-bare Dinge fallen lassen zu koennen. Ganz zu schweigen davon, dass man damit wieder eine Wertsasche mehr am Hals hat.

Ohne Laptop sind wir dazu uebergegangen, immer einen kleinen Block dabei zu haben, auf dem wir nicht nur spontane Gedanken / Ideen festhalten, sondern auch Blog-Eintraege vortexten. Wir bloggen sozusagen erst auf unserem Block und dann im Blog.



Neben dem Laptop haben wir einiges weiteres nach Hause geschickt und unser Reisegewicht stark reduziert. Alleine auf Tasmanien warens nahezu 12 Kilogramm (!), die via Post nach Hause gingen. In Nordthailand warens nochmal 8 Kilogramm und obendrauf haben wir Diverses unterwegs einfach entsorgt (u.a. meine treuen Golas, moegen sie in Frieden ruhen); was zeigt, dass wir deutlich mehr eingepackt hatten, als wir tatsaechlich brauchten. Spaetestens wenn man mit einem so befuellten Rucksack auf Zimmersuche unterwegs ist und unter der Last fast zusammenbricht, ueberlegt man sich, was man wirklich braucht.



Bei uns kam erschwerend hinzu, dass wir Vieles, was wir im kalten China brauchen sollten, kein bisschen im heissen Rest von Asien brauchten und umgekehrt. Ist man also nur in warmen Gefilden unterwegs, kann man schon einiges an Gewicht einsparen; Sebastians Schwester kam fuer Thailand auf lediglich 8 Kilogramm. Das hat dann nicht nur den Vorteil, dass man leichter reist, sondern auch, dass man vorm Heimflug mehr shoppen kann (sie flog mit 14 Kilogramm zurueck).

Abschliessend wuerde ich sagen, immer im Hinterkopf behalten, dass es so ziemlich alles, was man brauchen koennte, auch unterwegs zu kaufen gibt, man also eher minimalistisch packt und dann sieht, wie es so laeuft und dabei immer an Dave vom Tasman Backpackers denkt, der uns predigte:

"Everything that fits into one backpack is ok!"
Bis auf den kleinen Ergaenzungs-Daypack haben wir es uns zu Herzen genommen und unsere Rucksaecke sind aktuell schon eher zu gross fuer das, was wir zum Reinpacken haben.



Ausfuehrlichere Tipps zum Packen findet ihr u.a. hier.

P.S.: Fuer alle, die es ganz genau wissen wollen, findet sich hier ein aktuelles Inventar von Sebastians Rucksack.
  • 1 Waschbeutel inkl. Inhalt
  • 1 luftige Baumwollhose
  • 1 solide Wanderhose
  • 2 leichte Wandershorts
  • 1 leichtes, saugkraeftiges Mikrofaser-Reisehandtuch
  • 1 Badeshort
  • 4 T-Shirts, 1 Funktionsshirt
  • 3 Hemden
  • 1 langaermlige Weste
  • 1 Schlafsack-Liner (keine Ahnung, wie das auf Deutsch heisst)
  • 8 Unterhosen
  • 2 Paar Wandersocken, 3 Paar Socken
  • 1 Paar Flip-Flops
  • 1 Paar Cross-Country-Schuhe
  • 2 Kniebandagen
  • 1 duenner Schal (Souvenir aus Kambodscha)
  • 5 Buecher (mehr duenne als dicke)
  • 1 Rolle Toilettenpapier
  • 2 Kugelschreiber
  • 1 Edding
  • 1 aufblasbares Reisekissen
  • 1 Satz Wanderbesteck
  • 1 Taschenmesser
  • 1 Packung Ohropax
  • 1 Schlafbrille
  • 1 Erste-Hilfe-Set
  • 1 Rucksack-Raincover
  • 1 Rucksack-Overall
  • 1 Fahrradschloss
  • 3 kleine Vorhaengeschloesser
  • 1 Elektronik-Krimskrams-Beutel (Handyladegeraete, Kabel, Kopflampe, usw.)
  • 1 Ausgabenbuch
  • 1 Tagebuch
  • 1 Kaeppi
  • 1 Sonnenbrille
Krass, hoert sich das viel an (kommt am Flughafen inkl. Rucksack auf etwa 14 Kilogramm) und zugegebenerweise haben sich da eben in den Tiefen des Rucksacks noch ein paar Dinge gefunden, an die wir schon garnicht mehr gedacht haben (geschweige denn, gebraucht haetten).

Denn sie wussten nicht, was sie durch die Gegend trugen ...

Donnerstag, 29. Mai 2008

TH: Zeit fuer anything

Wir haben schon ein paar Tage lang nicht mehr viel von uns hoeren lassen und das hat seinen Grund: Im Gegensatz zu einigen anderen Laendern, wo wir staendig auf der Suche nach neuen Erlebnissen waren, hoeren wir uns auf unsere letzten Reisetage morgens an der Rezeption immmer oefter "Can we stay another night?" sagen.



Man koennte sagen, wir kosten die letzten Tage mit aller Ruhe aus, denn in ganzen 8 Tagen ist unser Auslandsaufenthalt mit angeschlossenem Reisemarathon rum und wir betreten wieder deutschen Boden (uns ist gerade aufgefallen, dass wir das perfekt mit dem EM-Start abgepasst haben ;) ).

Wir nutzen also aktuell noch die Annehmlichkeiten, die Thailands Straende (und die guenstige Nebensaison) so zu bieten haben und goennen uns Zeit, das Erlebte der letzten Monate einsickern zu lassen.



Dabei haben wir abends nicht nur die Qual der Wahl, welches Sonnenuntergangsfoto wir denn nun aufheben sollen, sondern auch, welche der vielen Fernbedienungen unseres Bungalows wir denn fuer die Klimaanlage nehmen sollen.





Nebenher holen wir mit allen sehenswerten und nicht sehenswerten Filmen auf, die wir in unserer nahezu Kino- und Fernseh-losen Zeit in Neuseeland und auf Reisen verpasst haben, denn unser Bungalow verfuegt ueber Fernseher und DVD-Player (siehe Fernbedienungen), von denen sich letzterer schier endlos mit einem der 300 Filme aus der Bungalow-Bibliothek fuettern laesst.

Dabei ist nicht alles toll, was wir so schauen, aber wenn nicht der Film fuer Erheiterung sorgt, dann sinds die schlechten Untertitel der Thai-Raubkopien. Beispiele gefaellig? Aus "my little lamb" (gesprochen) wird "my disneyland" (untertitelt), aus "my official obligations" wird "my fisher gations" (was auch immer das heissen soll). Beim Schauen solcher Filme also nicht immer auf die Untertitel verlassen ;)

In diesem Sinne bis bald.

UPDATE: Ein paar weitere Grinsekandidaten gefaellig? Aus "she is vicious" wird "she is fish shit" (was ja im Auge des Betrachters der ungefaehre Wortlaut sein kann), aus "soccer practice" wird "sucker paradise" (mhhh, durfte da damals jemand beim Fussball nie mitspielen?!) und aus "Paris" wird "pass friends", und und und. Amuesement garantiert.

Mittwoch, 28. Mai 2008

TH: Krabi

Ins Oertchen Krabi hats uns per Zufall auf dem Weg aus dem Norden runter nach Ko Phi Phi verschlagen. Eigentlich wollten wir Phi Phi von Phuket aus mit der Faehre ansteuern. Nachdem wir jedoch in Bangkok am Flughafen standen und dort der Flug nach Krabi (von wo aus auch eine Faehre geht) billiger war, haben wir den genommen.



So kams dann auch, dass wir von Phi Phi wieder nach Krabi zurueck sind, um dort Amelie gen Bangkok zu verabschieden (ihr Urlaub ging dem Ende zu) und ein paar gemuetliche Tage in der wunderschoenen Unterkunft zu verbringen, die wir beim ersten Mal "gefunden" hatten.





Krabi selbst wird oft als Strand-Reiseziel angepriesen, die Stadt an sich liegt aber nicht am Meer. Die Straende sind 30 - 45 Minuten Autofahrt oder etwa 20 Kilometer von der Stadt entfernt und zumindest der an dem wir waren (Ao Nang), war was Futtern angeht, sogar noch teurer als Phi Phi Island.



Als (mehr als ausreichende) Entschaedigung fuers teure Essen gabs einen Monster-Sonnenuntergang; so einen hatten wir schon lange nicht mehr.





Perfektes Finale also, um meine Schwester am naechsten Tag mit schoenen Urlaubserinnerungen in den Flieger nach Bangkok zu setzen.

Sonntag, 25. Mai 2008

Reisekasse - Teil 2

Reisen kostet Geld, egal ob man mal fuer 2 Wochen in Urlaub geht oder 5 Monate in der Weltgeschichte umherreist. Grosser Unterschied ist jedoch, dass bei letzterem der Kontostand am Ende des Monats nicht wie ueblich mit einer Gehaltszahlung besaenftigt wird, sondern stetig sinkt.

Damit dieses Sinken kontrolliert vonstatten geht, behalten wir unsere Ausgaben im Auge und haben uns natuerlich vor Reiseantritt Gedanken ueber ein Budget (stark gekoppelt an verfuegbare Finanzen) gemacht.

Im Mittel veranschlagt haben wir fuer Australien 50 Euro pro Tag und fuer Asien 30 Euro pro Tag, macht bei 2 Monaten Australien und 3 Monaten Asien summa summarum 5000 Euro. Das beinhaltet alles von Visa, Fluegen, sonstigem Transport und Eintrittsgebuehren ueber taegliche Ausgaben bis hin zu Sachen wie Buecherkauf (Sonja ohne Buechernachschub geht nicht), Toilettenartikel, Medizin oder sporadische Souvenirs. Lediglich der Flug von Neuseeland nach Deutschland mit 3 Monate-Stopover in Hong Kong war schon im Voraus gezahlt.

Die Kostenabschaetzung fuer Asien haben wir auf Erfahrungswerte anderer Traveller gestuetzt, die wir in Neuseeland getroffen hatten. Fuer Australien haben wir die Kosten fuer Auto, Unterkunft und Nahrung ueberschlagen ud etwas Puffer fuer Sonderausgaben oder Aufenthalte in generell teureren Grossstaedten draufgeschlagen.

Nachdem unsere Reise nun schon fast ihr Ende erreicht hat koennen wir hier nicht nur ueber Projektionen, sondern tatsaechliches Eingetretenes reden und konkrete Zahlen beifuegen. Umgerechnet in Euro haben wir pro Nase und Tag folgendes ausgegeben (sortiert nach Laendern in besuchter Reihenfolge).

  • Australien: 56 Euro
  • Hong Kong: 53 Euro
  • Kambodscha: 23 Euro
  • Vietnam: 28 Euro
  • China: 38 Euro
  • Thailand: 25 Euro
  • Laos: 18 Euro

Bei Neuseeland hatten wir noch kein Buch gefuehrt, war aber guenstiger als Australien, da wir ein eigenes Auto hatten, nicht so weit fahren mussten und Unterkunft deutlich guenstiger war.

Etwas verfaelscht sind die Zahlen durch Ausgaben, die wir in einem Land fuers naechste getaetigt haben. So haben wir z.B. in Hong Kong Visa und Anflug fuer Kambodscha bezahlt oder in Vietnam den 2-Tages-Zug nach Beijing in China.

Im Schnitt liegen wir innerhalb unseres Budgets, haben so z.B. in den nun fast 3 Monaten Asien knapp 2.800 Euro pro Nase ausgegeben; laesst streng genommen 200 Euro fuer knapp 2 Wochen, werden alleine wegen dem Flug von Bangkok nach Hong Kong drueber liegen. Somit sind wir in der geschaetzten Summe vielleicht um 10% drueber, haben aber genauso streng genommen auch 3 Monate und 1 Woche, also garnicht mal schlecht.

Mit einer relaxteren Reiseroute (d.h. keine so grossen Entfernungen in kurzer Zeit, mehr Aufenthalt an einem Ort) lassen sich diese Kosten deutlich druecken. So haben wir hochgerechnet, dass wir im Traumbungalow auf Ko Chang mit 500 Euro im Monat locker zurecht gekommen waeren.

Wir haben in keinem Moment etwas nur des Sparens wegen erduldet, sind also nie in grausamen Absteigen geblieben, wenns bezahlbare (sprich im Rahmen des Budgets) Alternativen gab. Im Gegenteil, da haben wir eher drauf geachtet, auch mal was Schoenes (nicht zu Verwechseln mit Luxus) zu haben. Auch hier gibts also Einsparpotential.

Wo wir oefter bewusst gespart haben, ist beim Essen. Nicht, dass wir wenig gegessen haetten, sondern einfach, dass wir hierzulande relativ teures Western-Essen gemieden haben oder anstatt in schnieke Restaurants lieber zu guenstigen Strassenstaenden oder auf Maerkte zum Essen gegangen sind. Nicht, dass das Essen dort (in den schicken Schuppen) im Vergleich zu Deutschland teuer waere, aber im Vergleich zum lokalen Preisniveau schon.

Eine letzte Sache, die uns etwas Geld gekostet hat, war unsere Bank, denn die bietet leider kein kostenloses Geldabheben im Ausland an. Waer uns bereits in Deutschland klar gewesen, dass wir ausser Neuseeland noch einige Laender mehr besuchen werden, haetten wir uns um eine der praktischen gebuehrenfrei-im-Ausland-Abheben-Visa-Karten wie z.B. die von der deutschen Kreditbank geholt. Aber naja, im Nachhinein ist man immer schlauer.

Samstag, 24. Mai 2008

TH: Ko Phi Phi

Ko Phi Phi hat trotz aehnlichem Klang absolut nichts mit unserem Toiletten-Artikel von kuerzlich gemein. Ausser vielleicht, wenn man einen Uebergang bei den Haaren herbeizieht. ;)

Amelie wollte unbedingt ihren Traumstrand haben, nun waren wir da. Den Weg von Nong Khai runter in den Sueden haben wir mit zwei Billigfluegen abgekuerzt.





Phi Phi liegt in der Andamanensee westlich von Thailand, 1,5 Stunden Bootsfahrt von Phuket oder Krabi entfernt und ist fuer ein kleines Stueckchen Land ganz schoen vollgepackt. In den Nachwirren des Tsunamis, der 2004 ueber die Insel herzog, war ein kontrollierter Bebauungsplan wohl die geringste aller Sorgen.

Wir haben diesmal Amelie zum Erkunden vorgeschickt und sind eine Nacht auf dem Festland geblieben, um diverses Zeug zu erledigen. Waehrend wir also noch in Krabi schnarchten, lag meine Schwester im schnuckeligen Bambus-Bungalow im mehr inlaendisch gelegenen Teil von Ko Phi Phi und durfte dank undichtem Moskito-Netz mit der Naturverbundenheit ihrer Unterkunft kaempfen.

Nach dem Anblick ihrer Beine am naechsten Tag zu urteilen, haben die Schnacken euphorisch "Frei-Bier" ueber die ganze Insel gebruellt (hat mich ein wenig an Hannahs Back nach der Nacht ohne Moskito-Netz auf Samoa erinnert). Amelie war nach einer Nacht ohne viel Schlaf also froh, mit uns in eine andere Unterkunft umzuziehen und wir waren begeistert, zur Abwechslung mal jemanden zu haben, der sich schon zurechtgefunden hatte und uns rumfuehren konnte.

Neben viel Nichtstun und einem kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt der Insel, haben wir uns einer Halbtages-Boots-Tour mit Schnorcheln, vom Boot huepfen (ja, auch Sonja ist gesprungen), den Strand von The Beach besichtigen und Sonnenuntergang suchen angeschlossen.







Alle Bilder findet ihr hier.

Freitag, 23. Mai 2008

Reisekasse - Teil 1

Warum ist am Ende vom Geld immer noch so viel Reisen uebrig? Auf reges Interesse hin (Eures und unseres) sind wir heute mal die Kostenaufstellung fuer die letzten paar Monate angegangen, koennen Euch daher nun neben generellen Gedanken auch konkrete Fakten bieten.



Generell fuehrt Sebastian taeglich Buch ueber Ausgaben und Kassenstand, damit wir nicht aus dem Auge verlieren, wo unser Geld hingegangen ist, wieviel wir so brauchen und auch dafuer, um Abrechnung untereinander zu ermoeglichen. Dafuer benutzen wir oben zu sehendes Buch (und ein System, das sich Sebastian mit Trial and Error ausgedacht hat).

Das taegliche Aufschreiben klappt nicht immer; wenn wir mal wieder abends in einer neuen Stadt ankommen, ein Zimmer suchen, was Futtern gehen und dann kurz vorm Augenzufallen noch einen Blog-Eintrag raushauen, bleibt das Kosten aufstellen gerne mal links liegen. Das sorgt dann oftmals fuer angestrengtes "Mhh, was war doch noch gestern alles dabei?", letztendlich geht aber auch das.

Wenns besonders viele Ausgaben ueber einen Tag sind, notieren wir auch mal nebenher auf einem kleinen Block (den wir eh fast immer dabei haben) die Einzelausgaben, um diese abends ins kleine Buechlein zu uebertragen.

Das Ganze hoert sich nach viel Arbeit an, ist manchmal auch eine kleine Last, aber hilft extrem die Kosten im Auge zu behalten und notfalls auch mal dabei, ein paar Tage kuerzer zu treten. Der beruehmte "Oh, wo ist das ganze Geld hin"-Effekt bleibt somit handhabbar.

Zu den konkreten Zahlen demnaechst mehr.

LA: Von Spontanitaeten

Uns war von vornerein klar, dass wir uns nicht viel Zeit fuer Laos nehmen wuerden (Amelie musste noch in den Genuss eines thailaendischen Traumstrandes kommen), aber wie kurz es sich dann letztendlich und kurzentschlossen entwickeln wuerde, hat uns selbst ueberrascht. So geschehen in Vientiane ...



Vientiane, Hauptstadt von Laos im Sueden des Landes, sollte der letzte Stopp auf unserer Laos-Spritztour werden. Wir also in Vang Vieng in einen Mini-Bus gestiegen, 3 Stunden spaeter in Vientiane wieder raus und auf Zimmersuche begegeben.

Nach Abklappern des sechsten Guesthouse-Flops (teuer, runtergekommen) mit jeder Menge desinteressiertem Personal und einer Stadt die (daher) nicht sonderlich einladend auf uns wirkte, haben wir uns kurzfristig umentschieden und dem naechsten Tuk-Tuk Fahrer auf die Frage "Guesthouse?" "Border?!" entgegegnet.

Zur Erklaerung: Vientiane liegt direkt am Mekong, der die natuerlich Grenze zwischen Thailand und Laos bildet; der dazugehoerige suedlich Grenzuebergang liegt gerade mal 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.





So befanden wir uns also mangels einladender Behausung um 19 Uhr abends ersatzweise im Rueckteil eines Tuk-Tuks auf dem Weg zur thailaendischen Grenze und nach etwa einer halben Stunde Formalitaeten (Ausreise, Grenzshuttle, Einreise) bereits wieder auf thailaendischem Boden in Nong Khai.

Dort war die Unterkunfts-Situation deutlich angenehmer und das stimmungsvolle Mut Mee Guesthouse direkt am Mekong hat uns geradezu sirenenhaft in sein Restaurant gezogen, wo wir schoene 4,5 Tage Laos ausklingen liesen.

LA: Vang Vieng

Vang Vieng, das ist Vieles: Mekka fuer Friends-Juenger (in den locker-laessigen Liege-Restaurants entlang der Hauptstrasse laeuft den ganzen Tag Friends), globaler Hauptabnehmer fuer Traktorreifen-Schlaeuche (dazu gleich mehr) und der erste Ort, an dem wir auf Frage nach dem Menu ein "Special Menu" mit Dingen wie Mushroom Burger und Opium Soup bekommen haben.



Wie es ein Englaender so passend gesagt hat: "This place is unreal".

Wer jetzt von diesem Ort als Endstation fuer Haenger denkt (no offense for friends-worshippers wie Tino intended), der hat teilweise Recht, hat die Rechnung aber ohne besagte Reifenschlaeuche und die die Hammer-Umgebung gemacht, in der Vang Vieng liegt.





Warum sind wir eigentlich zur Halong Bay (Vietnam) oder nach Yangshuo (China) gefahren, wenns die gleichen Kalksteinfelsen hier im perfekten Postkarten-Panorama gibt; mit der Mordsgaudi der Traktorreifen-Schlaeuche obendrauf?

Diese, auf Englisch "tubes" genannt, eignen sich gut dafuer, darauf sitzend mit jeder Menge Spass einen Fluss herunterzutreiben ("tubing") und genau dies haben hier ein paar clevere Geschaeftstuechtige erkannt und zu einem Heidenspass (sowohl fuer die Kunden als auch fuer die eigene Kasse nehme ich an) kultiviert.



Fuer umgerechnet 4 Euro leiht man sich einen tube, setzt sich in ein Tuk-Tuk (siehe oben), laesst sich ein paar Kilometer flussaufwaerts fahren und von dort ab wirds, um den Englaender zu zitieren echt unreal. Schade, dass ich keine wasserdichte Kamera im Gepaeck hatte, um das zu dokumentieren.

Man setzt sich im Fluss auf den Schlauch und taucht ein, in was ich als "Mad Max meets Dschungel" bezeichnen wuerde. Entlang des Flusses auf dem man treibt, saeumen gezimmerte Bambus-Bars das Flussufer und buhlen um Kundschaft. Keine Ahnung, wie das urspruenglich aussah, aber meine Theorie ist, dass genau dieser Konkurrenz-Kampf positiv zu dem gefuehrt hat, was einem heute geboten wird. Ich muss jetzt doch mal ein Bild / Video aus dem Netz klauen, ums zu untermalen (ungetestet, da hier die Verbindung mal wieder muckt, aber sollte rueberkommen hoffe ich; andernfalls auf youtube nach "vang vieng tubing" suchen).



Total abgedreht! Die Bars sind ergaenzt um abenteuerlich aussehende Plattformen, von denen man sich an Trapezen & Co in Wasser schwingen kann. Vorwaerts, rueckwaerts, alleine, zu zweit, mit kunstvollem oder weniger kunstvollem Abgang. Paart das mit komplett ausgereizten Lautsprechern, die dabei Baesse uebers Wasser heizen, Thai-Teens die als Animateure an den Schwingen die abenteuerlichsten Stunts hinlegen, freiem Reis-Whiskey, Take-Away Bier und Sonnenschein und ihr wisst, woher das "unreal" kommt.

Nach Luang Prabang war das also Programmpunkt Nummer zwei auf der Laos-Reise und gleich der zweite Grund, nochmal herzukommen (und das muessen wir auch, denn Sonja musste beim Tuben leider krankheitsbedingt passen). Nicht nur wegen dem Tuben, fuer ein paar Tage sind auch die Friends-Hangouts Grund zum Haengenbleiben ... "Is that a sandwich?" ;).

Ein paar weitere Bilder findet ihr hier.

LA: Kurvenreich

Wenn man auf die Karte von Laos schaut, zieht sich die Verbindungsstrasse von Luang Prabang zum weiter suedlich liegenden Vang Vieng relativ gerade durch die Landschaft.



Im Bus entlang genau dieser Strecke sitzend, merkt man, dass "relativ gerade" eine Illusion grosser Massstaebe ist und die vereinzelt geraden Stuecke dieser Strasse nur dazu zu dienen scheinen, den Bus auf Geschwindigkeiten zu beschleunigen, bei denen der Eintritt in die sonst vorherrschenden Serpentinen mit einem Maximum an Fliehkraft verbunden ist.

Hoert sich schauriger an, als es tatsaechlich war (wie schonmal erwaehnt, man neigt zu erzaehlerischen Ausmalungen), war aber definitiv kurvenreich. Ebenso eindrucksreich (und das geht einher mit den Serpentinen), war die Bergwelt, durch die sich der Bus geschlaengelt hat.



Entfernte im Nebel liegende, Dschungel-Berghaenge gaben sich die Hand mit direkt am Strassenrand gebauten Holzhuetten-Doerfern (hinter denen es steil den Hang hinabging).



Amelie hat es irgendwie trotzdem geschafft, die 5 Stunden komplett durchzuschlafen. Mir lag das morgens hastig heruntergeschlungene Fruehstueck etwas schwer im Magen und Sonja hatte mit kotzenden Leuten vor und hinter ihr auch wenig innere Ruhe.

Kotzende Mitfahrer sind jedoch nichts Neues (in China hingen in den Bussen vorsorglich ganze Buendel Plastiktueten) und auch sonst war es eine komplikationslose Busfahrt, die im Busbahnhof von Vang Vieng - einem Staubplatz noerdlich der Stadt - endete.

Wir haben also immer noch keine Bustrip-Horror-Story wie andere Reisende parat (siehe hier oder hier oder denke an eine kuerzliche gehoerte Erzaehlung von einer Zweitages-Bootsfahrt durch Myanmar ohne jeglichen Sonnenschutz oder die Moeglichkeit unter Deck gehen zu koennen) ... und koennen gut damit leben.

Aber zugegeben, sinds nicht genau solche mit Strapazen gefuellten Storys, die sich im Nachhinein am Besten erzaehlen lassen und sich gleichzeitig am spannendsten anhoeren (erzaehlerische Ausmalungen dabei bewusst in Kauf genommen). ;)

Montag, 19. Mai 2008

LA: Luang Prabang

Bisher hat schon fast jeder von Laos im Allgemeinen und Luang Prabang, dem Kulturzentrum von Laos, im Speziellen geschwaermt (man siehe z.B. diesen rosa-rote-Brille-Artikel im Lonely Planet Forum) und auch wir sind begeistert.





Keine Angst, kulturtechnisch haben wir nicht viel (garnichts?) gemacht, es gibt also nicht zum tausendsten Mal Tempelbilder ... (ok, ein Tempelbild gibts doch). Wie waers daher zur Abwechslung mal mit einem Paradies-Planschbecken, das ohne Weiteres dem Dschungel-Pool auf Samoa Konkurrenz machen kann?







Wir haben in Begleitung Amelies (fuer die das ihr erster Asien-Backpack-Trip ist und somit viel Neues mit sich bringt) schon mehrfach die routinierte "Been there, done that"-Brille abgelegt und Dinge gesehen, die wir sonst schon nicht mehr so intensiv wahrgenommen haetten. Fuer das obige Paradies (die Kuang Si Falls circa 30 Kilometer von Luang Prabang) kann man jedoch abgezockt sein, wie man will und braucht keine frische Reisebegleitung um Baukloetze zu staunen. Hammer!

Ansonsten verzaubert Luang Prabang (der alte Stadtteil in dem sich alles Touristen-relevante abspielt) mit relaxter Atmosphaere inmitten franzoesischer Kolonial-Bauten und entlang romantischer Riverside-Restaurants.





Passend zur Stadt gabs eine schoene Unterkunft, im Silichit Guesthouse hatten wir ein Zimmer mit zwei riesigen Betten und Klimaanlage fuer 15 US$ pro Nacht. Die grad ein paar Haeuser weiter liegende Villa Champa, die uns von Maedels empfohlen wurde, die wir in Vietnam getroffen hatten, war voll und mit 25 US$ fuers Zimmer auch ueber unserem aktuellen Budget (dafuer aber wirklich SEHR schoen).

Bei so vielen positiven Faktoren, nimmt man dann auch die Einweihungsfeier eines benachbaren Guesthouses hin, die von jeder Menge Bier und den typisch ueberlasteten Boxen gepraegt war, die man ueberall in Asien findet (und das noch mit Live-Duo-Laos-Asia-Gedudel-Und-Gequaeke, er war ok, sie sagen wir mal hochfrequent).

Alle Bilder findet ihr hier.

LA: Laos

Wir sind also vom Norden Thailands endlich in das Land vorgestossen, in das wir schon zweimal einreisen wollten, aber beide Male durch lange Busanreisen abgeschreckt wurden: Laos.



Genau genommen haben wir uns bislang fast einmal drumrum gearbeitet, denn Laos hat Kambodscha, Vietnam, China, Myanmar und Thailand zum Nachbarn; bis auf Myanmar alles Laender, die schon auf unserer bisherigen Reiseroute lagen.

Von all diesen Laendern ist Laos mit 6,5 Millionen Einwohnern das am wenigsten bevoelkerte (zum Vergleich Kambodscha 14 Millionen, Thailand 63 Millionen, Vietnam 87 Millionen, China 1,3 Milliarden).

Passend dazu gabs fuer den Anflug aus Chiang Mai (auch diesmal haben wir uns gegen lange Bus-/Bootsfahrten entschieden) die bisher kleinste Maschine, mit der wir dieses Jahr geflogen sind, eine MA-60.



Ist uebrigens interessanterweise Made in China, von einer Firma aus Xi'an (dort wo die Terrakota-Armee steht). Mit neuerer Technik als die Armee ausgestattet, hat sie uns dann auch heil nach Laos gebracht (wenn auch spannend, weils beim Landeanflug deutlich tiefer runter ging als sonst mit den dicken Maschinen).

Leider - und das duerfen wir jetzt schon verraten - hat sich unser Aufenthalt in Laos perfekt zu den oben genannten Minimallativen (was ist das Gegenteil von Superlativ?) gesellt; nicht im Sinne des Wohlfuehlens (den Preis bekommt Vietnam), sondern was die vor Ort verbrachte Zeit betrifft: Ganze 4,5 Tage.


Nichtsdestotrotz genug, um absolut Lust auf mehr bekommen zu haben und in den folgenden Beitragen ein paar Schmankerl praesentieren zu koennen. Schoen wars!

Montag, 12. Mai 2008

TH: Kompaktprogramm

Ich hatte ja bereits kuerzlich drueber gesprochen: Jetzt da meine Schwester da ist, ist Kompaktprogramm angesagt und wie das aussieht laesst sich gut anhand der letzten zwei Tage vermitteln.



Zuerst gings im Nachtzug - der uebrigens der Wackeligste und Lauteste aller unserer bisherigen Nachtzuege war - Schlafabteil 2. Klasse von Bangkok nach Chiang Mai. Kostenpunkt: Ganze 18 Euro pro Person; Entfernung knapp 700 Kilometer; Fahrtdauer 14 Stunden.





In Chiang Mai angekommen (kurz nach 11 Uhr), haben wir uns ein Tuk Tuk zum dortigen Busbahnhof genommen und sind um 12:30 Uhr mit einem Minivan 3 Stunden ueber Serpentinen ohne Ende in die Berge nach Pai gefahren.





Amelie war danach etwas flau im Magen und wir alle waren froh, nach ganzen 2 Tagen ohne Dusche bei hiesigen Temperaturen mal wieder Duschen zu koennen. Nach kurzer Erkundung Pais (was nicht lange dauert) haben wir fuer den Folgetag das gebucht, was man hier zuhauf machen kann: Elefantenreiten. Sind kurz darauf ins Bett gefallen und morgens um 8 Uhr bereits wieder aufgestanden, um uns ein wenig spaeter von Elefanten knuddeln, durch den Dschungel reiten und mit Wasser bespritzen zu lassen.







Keine Verschnaufpause nehmend haben wir danach ein paar Roller ausgeliehen und sind in die Bergwelt um Pai geduest. Mit den ganzen Serpentinen macht das einen Heidenspass (speziell fuer meine Schwester, die vorher noch nie Roller gefahren ist) und wenn wir laenger hier waeren, wuerde ich mir morgen direkt eine der dickeren Maschinen ausleihen (wo sonst koennte ich das ohne Motorradfuehrerschein machen).







Nun sitzen wir im Internetcafe, haben Sicherungskopien unserer Bilder gemacht, unseren neuen MP3-Player verflucht, weil der sich nicht bespielen lassen will und gehen noch schnell einen Happen essen, bevor es bereits morgen frueh die Serpentinenstrassen wieder zurueck nach Chiang Mai und von dort mit dem Flieger .... Trommelwirbel ... nach Laos (genauer Luang Prabang) geht.

Melden uns von dort wieder.

UPDATE: Alle Bilder findet ihr hier.