Dienstag, 17. Juni 2008

Home Sweet Home

Marcella hat mit ihrer Beschwerde natürlich vollkommen recht, eigentlich hätten wir uns schon längst mal melden sollen.



Wie oft ging es uns selbst so, dass wir uns bei anderen Heimkehrern gewundert hatten ... "Jetzt ist der/die schon so lang zuhaus und hat immer noch nix geschrieben. Dabei hat der/die doch jetzt Zeit.".





Zu unserer Verteidigung können wir lediglich sagen, dass wir aktuell kein Internet zuhaus haben und vielleicht, dass man selbst mal nach so einem Reisemarathon heimkommen sollte, um nachvollziehen zu können, wie platt man dann ist - wir zumindest hatten das total unterschätzt. Ach ja und die Fussball-EM läuft ja auch noch ;)

In diesem Sinne erstmal ein großes Dankeschön an all diejenigen, die uns während der Reise verfolgt haben und mit ihren netten Kommentaren Kontakt zu uns gehalten haben, sowie ein großes Sorry für die nach unserer Ankunft eingetretene Sendepause.

Die Reise ist also vorbei, demnach gibts hier auch leider erstmal keine neuen Bilder von Traumstränden, Wahnsinns-Berglandschaften oder allem was so zwischendrin liegt. Was wir noch machen werden - sowohl für unser Gedächtnis als auch für alle Interessierten - ist, uns zu überlegen, ob es noch praktische Reisetipps gibt, die wir hier nach der Erfahrung der letzten paar Monate hinterlegen können.

Ansonsten gewöhnen uns so langsam daran, anstatt einem Reiserucksack mit unseren paar Habseligkeiten, einen vollständigen Haushalt unser Eigen nennen zu können. So richtig sicher, was schöner ist, sind wir uns noch nicht. Der Haushalt kommt einem nach der Leichtigkeit des Reisens auf jeden Fall erstmal ganz schön vollgestopft vor und wird folglich gerade fleißig entrümpelt.





Die Rückkehr nach Deutschland an sich war weniger schlimm als befürchtet. Nach den Erfahrungen anderer, waren wir schon auf unfreundliches Bodenpersonal und eine berüchtigte Service-Wüste Deutschland gefasst. Aber zum einen muss man sagen, dass es schon beim Umsteigen in London kühler zuging als andernorts (im Transit-Bereich kam die Frage "Which carrier?" anstatt einem "Hello, which carrier?" - kleiner aber feiner Unterschied) und zum anderen zieh ich aktuell einen neutralen Angestellten, bei dem ich weiß, woran ich bin, einem grinsenden Asiaten, der in mir eine laufende Geldmaschine sieht, vor. ;)

Eigentlich war die Rückkehr sogar lustig, weil wir einen Feierabend-Flieger von London nach Frankfurt erwischt hatten und mit unseren abgelatschten Flip-Flops und Reiseklamotten inmitten steifkragiger Geschäftsleute saßen. Der Oberclou: Als kleinen Snack gabs ein Vollkorn-Brot mit Käse ... mhhhh! Die Jungs wussten das kein bisschen zu schätzen, während wir nach langer Zeit ohne gescheites Brot jeden einzelnen Bissen mit geschlossenen Augen genossen.

Nun gut, schön war die Zeit auf Achse! Schön ists aber ebenso, wieder daheim zu sein. Sonja fängt Anfang Juli wieder an zu arbeiten und Sebastian sucht sich erstmal einen passenden Job im Raum München. Denn da gibts schöne Berge in der Nähe und dass die Sebastian geradezu magisch anziehen, dürfte ja mittlerweile bekannt sein.

Donnerstag, 5. Juni 2008

MO: Macau

Macau, einst portugiesisches Hoheitsgebiet und nun eine von zwei Sonderverwaltungszonen Chinas, liegt 90-Fährminuten von Hong Kong entfernt und bietet sich daher als Ausflugsziel an, wenn man schon mal in Hong Kong weilt.



Da unser Rückflug nach Deutschland von Hong Kong aus ging, lag auch für uns nahe, Macau zu besuchen. Macau bietet neben den portugiesischen Einflüssen, die in der Altstadt und auf vielen Speisekarten zu finden sind, als einziger Ort Chinas legale Kasinos und davon gleich jede Menge - Las Vegas in klein könnte man sagen.

Für uns hat sich der Ausflug nach Macau nicht wirklich gelohnt. Das mag größtenteils daran gelegen haben, dass wir einfach am Ende unserer Reise (und Kräfte) waren, Zocker mit mehr Energie könnten hier sicherlich Freude haben. Andererseits wirkte Macau auf uns nicht viel anders, als andere chinesische Großstädte. Laut, eng und mit schlechter Luft versehen.



Obendrauf kam das im Vergleich zu Thailand hohe Preisniveau (absolut mittelmäßiges Zimmer in Macau für 26 Euro im Vergleich zu 8-12 Euro für teils superschöne Zimmer in Thailand oder auch anderen südostasiatischen Ländern) und unsere Nicht-Begeisterung war perfekt. Wenn man das mit dem Enthusiasmus vergleicht, mit dem wir die Asienrundreise 3 Monate vorher in Hong Kong gestartet hatten, wird deutlich, dass es auch was Schönes haben kann, mal wieder heimzukommen.

Alle Bilder findet ihr hier.

Sonntag, 1. Juni 2008

Angebot der Woche

Damit wir auf unsere letzten faulen Tage noch was Gutes vollbringen, haben wir uns gedacht, dass es zum Abschluss schoen waere, die Postkarten-Aktion von vor ein paar Monaten zu wiederholen.



Diesmal gibts keine Mengen-Beschraenkung, sondern eher eine Zeitbeschraenkung. Fuer jeden (den wir kennen), der es schafft, auf diesen Post einen Kommentar zu schreiben, bevor wir am 06.06. fruehmorgens in den Flieger in Hong Kong steigen, gibts eine Postkarte. Erwartet keine kreativen Erguesse, aber wir geben unser Bestes!

Zur Auswahl stehen drei Absendeorte/Kartenmotive (jeweils mit Kommentar-Abgabeschluss): Thailand (03.06.), Macau (04.06.), oder Hong Kong (05.06.).

Wer Bedenken hat, seine Adresse mit in den Kommentar zu packen, der kann sie uns gerne per E-Mail schicken: sebastian@skayser.de

P.S.: Derjenige, der als naechstes nach Laos reist (Hannah?!), bitte Bescheid geben. Im Durchrauschen haben wir vollkommen vergessen, von dort Postkarten mitzunehmen.

TH: Beneidenswert?

Alles hat bekanntlich zwei Seiten. In diesem Sinne lauscht mal einem Mitschnitt der naechtlichen Hintergrundkulisse, die wir gestern hatten. Die Aufnahme ist nicht sonderlich gut, ggf. etwas aufdrehen, aber hoert ihr das Katzengejammer?

Beneidenswert oder bemitleidenswert? Mir faellt da nur Badesalz ein: "Hey, dem laeuft ja Blut ausm Ohr".